In Athen brennt der Baum
Update: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat ein hochinteressantes Interview zum Thema mit Michael Kelpanides, Professor an der Aristoteles-Universität, geführt, das einige Aussagen dieses Beitrags bestätigt, in vielen Fällen aber die hier geäußerten Annahmen zurecht rückt (mit Dank an unseren IM).
Während sich der deutsche Journalistenmob an Bildern von brennenden Autos, Geschäften und Weihnachtsbäumen in der griechischen Hauptstadt aufgeilt und vor allem das Mistblatt schnell das Chaoten-Etikett verklebt, fragen sich wenige, weshalb die Situation in Athen nach dem Mord an einem 15-jährigen Schüler derart eskalieren konnte. Natürlich haben die Riots, die sich von Exarchia aus in die Innenstadt und bis zum Syntagmaplatz ausdehnten, ein Geschichte. Und die beginnt mit der dunkelsten Zeit Griechendlands: Der Diktatur der Obristen. Darüber und über die Rolle der Behörden, speziell der Polizei, in der Vergangenheit und Gegenwart ist mit Griechen zu reden, um das Geschehen dieser Tage zu begreifen. [weiterlesen...]