Suchergebnisse zum Schlagwort "Ballack"

Knatsch in der Nationalelf

Ballack, Frings , Kuranyi & die Milliönchen

spielerberater.jpgDer handelsübliche, von SportBILD und den Standardmedien verblödete Fußballfreund nimmt dieser Tage regen Anteil an den Quengeleien der verdienten Nationalkicker. Den Anfang machte Kevin “Nutella” Kuranyi, der sich davonstahl und sich später entschuldigte. Dann meckerte der formlose Frings rum, weil er gegen Wales auf der Bank saß. Und nun moppert Mischael Ballack in einem FAZ-Interview heftigst gegen den Bundes-Jogi und sein Team. Im Kern geht es immer um dasselbe: According to Ballack, Frings & Kuranyi haben “verdiente” Nationalspieler mehr Respekt verdient und müssen daher auch dann spielen, wenn sie unfit oder außer Form sind. Nun schieben die bekanntlich dumm-faulen Spochtjournalisten derlei Bedenken gern auf ihre berühtem schmieröl-psychologische Bank. In Wahrheit geht es aber um Geld, um viel Geld, um sehr viel Geld, ja, um Millionen. Und da kommen die berufsmäßigen Schmarotzer Spielerberater in die Partie. [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 22.10.08
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Back to reality

osborne_torro.jpgIch bin wieder zuhause. Ich war gestern schon zuhause in meinem kleinen Häuschen in dem kleinen Örtchen in der netten Grafschaft Surrey, unweit von Reading, in Bisley bei Woking – um genau zu sein. Man hatte mir holländisches Bier bereitgestellt sowie allerlei Snacks. Ich hatte es mir auf der Terrasse gemütlich gemacht in meinen ausgebeulten Shorts mit freiem Oberkörper; wie es sich für einen Ex-Hool so gehört. So betrachtete ich das Finale halbwegs neutral, denn schließlich durften Engländer, Schotten, Waliser und Nordiren nicht mitkicken. Gut, ich hab in den vergangenen Wochen nie verborgen, dass ich einige Sympathien für Deutschland hegte, denn das Land liegt mir näher als die anderen – schließlich verlebte ich die schönsten Stunden meiner Karriere während der EM 1988 – damals war man als Hooligan noch wer, damals durfte man noch reisen und ungestört seinem Sport nachgehen. Indirekt bin ich diesem, meinem Sport ja treu geblieben. Und so muss ich nun auch das Geheimnis meiner Reise lüften: Ich bin freier Handelsvertreter in Sitzmöbeln für Sportanlagen. Genauer: Für fest montierbare Sitzmöbel. Schon 1988 befassten wir – also die Lads und ich – und mit Stühlen und deren Flugeigenschaften. Im Jahr 1996 wandten wir uns auch der jeweiligen Stadionbestuhlung zu, und die EM in Niederbelgien war ja geradezu ein Stuhlfestival. Ich bin also Experte.

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» Letzter Eintrag von Jurs Trulie am 30.06.08
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Gurkensalat

gurken_truppe.jpgNach einem überaus erfreulichen Abstecher nach Turin zurückgekehrt, steuerte ich gestern Klagenfurt an, wo alte Freunde von mir wohnen. Er ist reinblütiger Österreicher (Kärtner, du Depp!), sie ist je zur Hälfte Engländerin und Dänin. Völlig neutral also. Das machte die Sache einfach auf der Terrasse mit Seeblick, die wir zum kleinen Gemeinsamguck nutzten. Jedenfalls in den Stunden vor Spielbeginn. Dann braute sich was überm Wasser zusammen, und wir verlegten die Fanmeile in den Salon. Es gab ein kleine Büffet, das meine Gastgeber bei einem örtlichen Türkenrestaurant geordert hatten – was ich irgendwie witzig fand. Dann sahen wir uns den deutschen Gurkensalat an. Ich lüfte mal ein kleine Geheimnis (das auch mit dem Grund meiner Reise zu tun hat…): Meine Profession ist ziemlich unmittelbar mit dem Fußball verbunden. Ja, ich verstehe ein bisschen was von der Materie. Deshalb schaue ich mir die Spiele meistens nicht zum Spaß an. Gestern hatte ich eine Menge Spaß dabei, Herrn Ballack beim Versuch sich unsichtbar zu machen zu verfolgen. Ich führte eine Strichliste über die Fehler von Mertesacker, Metzelder, Friedrich und vor allem Lahm – aber der Zettel war bald voll.

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» Eintrag von Jurs Trulie am 26.06.08
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Ballacks Binde

kapitaensbinde.jpgGraz ist eine schöne Stadt, und mir ging’s wieder gut. Zumal ich kurz nach der Ankunft am Grazer Hauptbahnhof unweit desselben ein kleines Stehcafé polnischer Provinienz entdeckte. Dies war unschwer daran zu erkennen, dass die Inhaber das Fenster zur Straße mit einer beadlerten Polska-Flagge sowie mehreren Nationaltrikots geschmückt hatte. Trotz des kühlen Wetters war ein schmiedeisernes Tischchen auf dem Gehsteig aufgebaut. Dazu zwei Stühle. Ich kam vorbei und fiel tief in Liebe (wie Anglophone es auszudrücken pflegen…). In eine schwarzhaarige Polin mit glühend blauen Augen, zwei Zöpfe baumelten neben ihrem feinen Gesichtchen. Sie mag Ende Zwanzig gewesen sein, trug ein weißes Polen-Jersey über dem optimal gestalteten Oberleib – und sah aus als würde an diesem Tag alles gut werden. Dieses berückende Wesen saß auf dem einen Stuhl, vor sich eine weiß-rote Kaffeetasse mit schwarzem Greif und rauchte. Nun nahm ich allen Mut zusammen und fragte sie nach dem Weg zum Volksgarten (von dem ich wusste, dass er sich zwei Blocks weiter Richtung Mur befindet). Sehr ernsthaft versuchte sie mit ihrem massiv erotischen Akzent mir zu erklären, wie ich dorthin käme. Ich lauschte mit glühendem Kopf und gab zurück, aber erstmal wolle ich einen Kaffee trinken.

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» Eintrag von Rainer Bartel am 13.06.08
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Wo war Ballack?

ballack_handy.jpgWas haben die verblödeten Spochtrepochter vor der EM nicht alles abgeseicht über die Superstars des Turniers. Also ob die Fußballeuropameisterschaft ne Casting-Show wäre: ESDS (Europa sucht den Superstar). Und der Druck scheint den designierten Superstars nicht gut zu bekommen. Hat Bübchen Ronaldo im Spiel gegen die Döners noch eifrig mitgetan, hielt sich ein gewisser Herr Ballack in der Partie gegen die Polen weitestgehend versteckt. Kennt man ja von ihm. Und ist doch eine bewunderswerte Fähigkeit, als Kerl von einsneunzich neunzig Minuten fast unsichtbar zu bleiben. Kann es sein, dass Samsung eine portable Tarnkappe für seine Werbefigur entwickelt hat?

Jedenfalls erlegte Poldi seine ehemaligen Landsleute im Alleingang und machte sich dabei nicht nur im Hüttenmachen sichtbar. Möglich, dass sich dieser Kandidat beim Casting durchsetzte; einen Pokal als bester Spieler hat er ja schon. Herr Gomez aus Stuttgart hatte dagegen die Scheiße an den Schuhen, also Pech beim Chancenverwerten. Dann trat ein gewisser Schweini an und bewies mit Nachdruck, dass er momentan eher an der Seite seines Bruders in Liga drei kicken sollte.

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» Eintrag von Jurs Trulie am 09.06.08
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