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	<title>Rainer&#039;sche Post &#187; Ballack</title>
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		<title>Ballack, Frings , Kuranyi &amp; die Milli&#246;nchen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 16:03:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der handels&#252;bliche, von SportBILD und den Standardmedien verbl&#246;dete Fu&#223;ballfreund nimmt dieser Tage regen Anteil an den Quengeleien der verdienten Nationalkicker. Den Anfang machte Kevin &#8220;Nutella&#8221; Kuranyi, der sich davonstahl und sich sp&#228;ter entschuldigte. Dann meckerte der formlose Frings rum, weil er gegen Wales auf der Bank sa&#223;. Und nun moppert Mischael Ballack in einem FAZ-Interview [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/10/spielerberater_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Symbolfoto: Kennkarte eines schweizer Spielerberaters"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/10/spielerberater.jpg' alt='spielerberater.jpg' /></a>Der handels&#252;bliche, von SportBILD und den Standardmedien verbl&#246;dete Fu&#223;ballfreund nimmt dieser Tage regen Anteil an den Quengeleien der verdienten Nationalkicker. Den Anfang machte Kevin &#8220;Nutella&#8221; Kuranyi, der sich davonstahl und sich sp&#228;ter entschuldigte. Dann meckerte der formlose Frings rum, weil er gegen Wales auf der Bank sa&#223;. Und nun moppert Mischael Ballack in einem <a href="http://www.faz.net/s/RubFB1F9CD53135470AA600A7D04B278528/Doc~EF7B3874D2D21496FAF9F23FC13200AD9~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell">FAZ-Interview</a> heftigst gegen den Bundes-Jogi und sein Team. Im Kern geht es immer um dasselbe: According to Ballack, Frings &#038; Kuranyi haben &#8220;verdiente&#8221; Nationalspieler mehr Respekt verdient und m&#252;ssen daher auch dann spielen, wenn sie unfit oder au&#223;er Form sind. Nun schieben die bekanntlich dumm-faulen Spochtjournalisten derlei Bedenken gern auf ihre ber&#252;htem schmier&#246;l-psychologische Bank. In Wahrheit geht es aber um Geld, um viel Geld, um sehr viel Geld, ja, um Millionen. Und da kommen die berufsm&#228;&#223;igen <del datetime="2008-10-22T15:33:35+00:00">Schmarotzer</del> Spielerberater in die Partie.<span id="more-1300"></span></p>
<p>Denn nat&#252;rlich keifen die Ballzicken nicht rum, weil sie p&#252;schisch so verletzt sind, l&#228;sst sie der Joachim &#8220;Frisur&#8221; L&#246;w auf Trib&#252;ne oder Bank schmoren, sondern weil es ihren Marktwert schm&#228;lert. Und wenn der Marktwert eines Starkickers geschm&#228;lert ist, dann geht das voll proportional auf den Umsatz seines Beraters. Ergo ist es im Interesse der Agenten, wenn die Spieler n&#246;rgeln.</p>
<p>Nehmen wir einmal die notorische <a href="http://www.rogon.tv">ROGON GmbH &#038; Co. KG</a> des ebenso notorischen Roger Wittmann. Der Lebensgef&#228;hrte der ehemaligen Tennisst&#246;hnerin Anke &#8220;Akne&#8221; Huber und Schwager des Mario &#8220;Kettenraucher&#8221; Basler und sein Expertenteam betreut sage-und-schreibe 52 europ&#228;ische Fu&#223;ballprofis, u.a. den Kuranyi Kevin. Nun sind die lizensierten Spieleragenten l&#228;ngst nicht mehr blo&#223; f&#252;r den Transfer ihrer Sch&#252;tzlinge zust&#228;ndig, sondern f&#252;r deren Vermarktung (Werbung, Merchandising etc.) und betriebswirtschaftliche Betreuung. Mit anderen Worten: An jedem Euro, den so ein Typ in kurzen Hosen verdient, sind sie beteiligt. Das kann sich bei 52 Kunden ganz sch&#246;n summieren.<br />
Und da die Einnahmen au&#223;erhalb des Spielfelds inzwischen bei bekannten Spielern deutlich mehr ausmachen als die Geh&#228;lter und Premien, haben die Berater ein genuines Interesse daran, den Marktwert eines Kickers so lange wie m&#246;glich so hoch wie m&#246;glich zu halten. Da heiligt der Zweck die Mittel. Das Spiel spielen die Spieler, die sich &#8211; ab einem bestimmten Niveau &#8211; der Medien bedienen, um ihre Position, damit ihren Marktwert und die Einnahmen zu halten oder zu steigern.</p>
<p>Jetzt da der Kevin nicht mehr national kicken wird, sind Auswirkungen absehbar. Noch laufen diverse Spots f&#252;r Nutella und das FIFA-Computerspiel &#252;ber die Flachschirme, in denen der &#8211; zugegeben markante &#8211; Spieler mit dem Filzstiftbart zu sehen ist. Der Werbevertrag mit der Nuss-Nougat-Creme l&#228;uft &#252;ber den DFB &#8211; das hei&#223;t: Wer nicht mehr Mitglieder des L&#246;w&#8217;schen Kaders ist, fliegt &#252;ber kurz oder lang vom nutella-getr&#228;nkten Fr&#252;hst&#252;ckstisch, was den Betroffenen eine ganze Menge Kohle kosten kann. Das will der Roger bestimmt nicht. Deshalb will er den Kevin weiter bei der DFB-Elf haben. Deshalb war der Roger auch vom Kevin&#8217;schen Verpissen nicht sehr erfreut. Auch ihn wird das Geld kosten.</p>
<p>Was aber <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,585778,00.html">erlauben Ballack</a>? Der Capitano setzt sich lauthals f&#252;r einen Torsten &#8220;Lutscher&#8221; Frings ein, der in der Tat ein verdienter Nationalkicker ist, aber nach seiner langen Verletzung nicht ann&#228;hernd wieder in Form ist. Es steht zu vermuten, dass Ballack auch im Sinne seines Kumpels gegen Wales trotz Verletzung gespielt hat, denn es geht hier nicht um Einzelinteressen, sondern ums gro&#223;e Ganze. Ballacks Motivation f&#252;r sein Treiben d&#252;rfte gewesen sein, den nachr&#252;ckenden jungen Spielern (von denen einige deutlich mehr Talent mitbringen als olle Ballack je hatte&#8230;) den Weg noch ein bisschen zu verbauen. Ballack will um jeden Preis bei der WM 2010 spielen und wom&#246;glich Weltmeister werden &#8211; denn dann winken diverse Milli&#246;nchen. Werden jetzt aber seine Mitstreiter aus WM-06-Zeiten gekickt, naht auch seine Stunde. Deshalb legt er sich f&#252;r den langhaarigen Ferrari- und Hiphop-Freak aus Bremen ins Zeug. Aus dem gleichen Grunde w&#228;rmt er die ollen Kartoffeln vom nicht ber&#252;cksichtigten Kiki W&#246;rns (der in kaum einer anderen Nationalelf je einen Platz gefunden h&#228;tte) auf. Das soll zeigen: Nur mit den verdienten Spielern kann&#8217;s mit dem Cup klappen.</p>
<p>Und wer l&#228;sst die Spielerpuppen derart tanzen? Nat&#252;rlich die Spielerberater &#8211; in diesem Fall der Herr <a href="http://www.laif.de/de/article/21827.html?viewtype=list">Michael Becker</a>. Bei Frings handelt es sich um den <a href="http://www.ans-sport.de/de/start.html">Herrn Pflippen</a>, der sich auch nicht kontinuierlich mit Ruhm bekleckert hat. Dass Spieler aus unterschiedlichen St&#228;llen f&#252;r einander in die Bresche springen, ist das eigentlich Bemerkenswerte an der laufenden Kampagne, denn die Berater selbst sind untereinander selten gr&#252;n und neigen insgesamt eher zur Kollegenschelte. Aber das kommt dieser Tage bestimmt noch&#8230;</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/sport/ballack-frings-kuranyi-die-millioenchen.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Back to reality</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 10:17:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jurs Trulie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich bin wieder zuhause. Ich war gestern schon zuhause in meinem kleinen H&#228;uschen in dem kleinen &#214;rtchen in der netten Grafschaft Surrey, unweit von Reading, in Bisley bei Woking &#8211; um genau zu sein. Man hatte mir holl&#228;ndisches Bier bereitgestellt sowie allerlei Snacks. Ich hatte es mir auf der Terrasse gem&#252;tlich gemacht in meinen ausgebeulten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/06/osborne_torro.thumbnail.jpg' alt='osborne_torro.jpg' />Ich bin wieder zuhause. Ich war gestern schon zuhause in meinem kleinen H&#228;uschen in dem kleinen &#214;rtchen in der netten Grafschaft Surrey, unweit von Reading, in Bisley bei Woking &#8211; um genau zu sein. Man hatte mir holl&#228;ndisches Bier bereitgestellt sowie allerlei Snacks. Ich hatte es mir auf der Terrasse gem&#252;tlich gemacht in meinen ausgebeulten Shorts mit freiem Oberk&#246;rper; wie es sich f&#252;r einen Ex-Hool so geh&#246;rt. So betrachtete ich das Finale halbwegs neutral, denn schlie&#223;lich durften Engl&#228;nder, Schotten, Waliser und Nordiren nicht mitkicken. Gut, ich hab in den vergangenen Wochen nie verborgen, dass ich einige Sympathien f&#252;r Deutschland hegte, denn das Land liegt mir n&#228;her als die anderen &#8211; schlie&#223;lich verlebte ich die sch&#246;nsten Stunden meiner Karriere w&#228;hrend der EM 1988 &#8211; damals war man als Hooligan noch wer, damals durfte man noch reisen und ungest&#246;rt seinem Sport nachgehen. Indirekt bin ich diesem, meinem Sport ja treu geblieben. Und so muss ich nun auch das Geheimnis meiner Reise l&#252;ften: Ich bin freier Handelsvertreter in Sitzm&#246;beln f&#252;r Sportanlagen. Genauer: F&#252;r fest montierbare Sitzm&#246;bel. Schon 1988 befassten wir &#8211; also die Lads und ich &#8211; und mit St&#252;hlen und deren Flugeigenschaften. Im Jahr 1996 wandten wir uns auch der jeweiligen Stadionbestuhlung zu, und die EM in Niederbelgien war ja geradezu ein Stuhlfestival. Ich bin also Experte.</p>
<p><span id="more-232"></span>Dass ich genau w&#228;hrend der Turnierwochen in der Schweiz, &#214;sterreich, Deutschland, Italien und Frankreich zu tun hatte, war ein lange geplanter Zufall. Tats&#228;chlich erwies sich die Stimmung der Entscheider durchweg positiv; auch angesichts der Videos klassischer Hool-Schlachten, die ich auf meinem Laptop vorf&#252;hrte. Ja, diese Handlungsreise war durchaus erfolgreich.</p>
<p>Dass nun am Ende die Spaniaken den Panzern den Graus gemacht haben, war gut und notwendig. Man stelle sich vor, Vizeballack und seine Jungs h&#228;tten den Toreros den Pokal weggerumpelt &#8211; da h&#228;tte Deutschland doch einen H&#246;henkoller gekriegt und wieder gelaubt, es sei etwas Besseres. Nein, Herr Ballack wird nie einen internationalen Titel erringen, ihm fehlt einfach das Gen dazu. Das ist trauruig, aber nicht zu &#228;ndern. Und so sage ich voraus, dass die Karriere dieses Spielers beim FC Chelsea einen Abw&#228;rtsknick erfahren wird, dass er schon bald wechseln und dann bis zum Ende seiner Karriere zum Wandervogel durch die Ligen werden wird. Wer will schon einen Loser im Team?<br />
&#196;hnliches gilt ja schon f&#252;r den Herrn Metzelder, dessen beste Tage auch vorbei sind. Der kleine Phillip wird auch wieder in sein Ballspielparadies zur&#252;ckkehren, und Lukas Podolski darf die k&#246;lsche Lachnummer geben. Ganz ehrlich, allein auf Sebastian Schweinsteiger w&#252;rde ich setzen. Ja, ich glaube fest daran, dass er der n&#228;chste F&#252;hrungsspieler der deutschen Nationalmannschaft wird. Der hat alles dazu, was man braucht &#8211; u.a. eine vorzeigbare Spielerfrau. Wenn dann noch ein guter Tormann wie Renee Adler Stammtorwart wird, Marcell Jansen unverletzt bleibt und sich Per Teer nicht mehr vom Unverm&#246;gen seiner Nebenm&#228;nner verunsichern lassen muss, dann hat die Nationalelf der Deutschen gute Chancen bei der WM 2010.</p>
<p>Vielleicht kommt es dann zum einzig wahren Endspiel: England vs Deutschland. Ich sch&#246;r, ich w&#228;r dabei. Ob die S&#252;dafrikaner nun St&#252;hle brauchen oder nicht.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/sport/back-to-reality.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Gurkensalat</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jun 2008 08:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jurs Trulie</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einem &#252;beraus erfreulichen Abstecher nach Turin zur&#252;ckgekehrt, steuerte ich gestern Klagenfurt an, wo alte Freunde von mir wohnen. Er ist reinbl&#252;tiger &#214;sterreicher (K&#228;rtner, du Depp!), sie ist je zur H&#228;lfte Engl&#228;nderin und D&#228;nin. V&#246;llig neutral also. Das machte die Sache einfach auf der Terrasse mit Seeblick, die wir zum kleinen Gemeinsamguck nutzten. Jedenfalls in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/06/gurken_truppe.thumbnail.jpg' alt='gurken_truppe.jpg' />Nach einem &#252;beraus erfreulichen Abstecher nach Turin zur&#252;ckgekehrt, steuerte ich gestern Klagenfurt an, wo alte Freunde von mir wohnen. Er ist reinbl&#252;tiger &#214;sterreicher (K&#228;rtner, du Depp!), sie ist je zur H&#228;lfte Engl&#228;nderin und D&#228;nin. V&#246;llig neutral also. Das machte die Sache einfach auf der Terrasse mit Seeblick, die wir zum kleinen Gemeinsamguck nutzten. Jedenfalls in den Stunden vor Spielbeginn. Dann braute sich was &#252;berm Wasser zusammen, und wir verlegten die Fanmeile in den Salon. Es gab ein kleine B&#252;ffet, das meine Gastgeber bei einem &#246;rtlichen T&#252;rkenrestaurant geordert hatten &#8211; was ich irgendwie witzig fand. Dann sahen wir uns den deutschen Gurkensalat an. Ich l&#252;fte mal ein kleine Geheimnis (das auch mit dem Grund meiner Reise zu tun hat&#8230;): Meine Profession ist ziemlich unmittelbar mit dem Fu&#223;ball verbunden. Ja, ich verstehe ein bisschen was von der Materie. Deshalb schaue ich mir die Spiele meistens nicht zum Spa&#223; an. Gestern hatte ich eine Menge Spa&#223; dabei, Herrn Ballack beim Versuch sich unsichtbar zu machen zu verfolgen. Ich f&#252;hrte eine Strichliste &#252;ber die Fehler von Mertesacker, Metzelder, Friedrich und vor allem Lahm &#8211; aber der Zettel war bald voll.</p>
<p><span id="more-220"></span>Bald nahmen meine Gastgeber am Ratespiel teil: Wo ist Klose? Und wenn ja, warum? Trifft Hitzelsberger? Wenn ja, wen? Kann Podolski defensiv? Die Frage nahmen wir wieder raus. Kriegt Lehmann einen Tunnel? Wenn ja, wieviele? Dabei verga&#223;en wir in der ersten Halbzeit, dass da auch noch kleine rote M&#228;nnchen auf dem Platz standen, die den Teutonen das F&#252;rchten lehrten wie weiland der Mustafa Pascha die Wiener W&#252;rstchen. &#220;berhaupt &#228;hnelte die Partie einer dritten T&#252;rkenbelagerung &#8211; Ergebnis inklusive. Denn obgleich die Truppe von Jogi und Hansi mit vollen Hosen auf der Suche nach der Konzentration umher liefen, schossen Terims Mannen eine Salve nach der anderen ab. Du, sagte der K&#228;rntner, die Toitschen san ja no schl&#228;chter ols gegen dia Kroatzen. Da staunten wir alle, denn das schien bis zu diesem Abend schwer m&#246;glich.<br />
Erst fielen zwei Tore, dann das Bild aus. Mein Freund klatschte gegen 22:01 in die H&#228;nde und lachte: Jo, jo, die Wianer, dir kriegens&#8217; net hi. Deutsche Medien berichten, der formschwache Herr Rethy habe dann im Stile eines Rundfunksprechers kommentiert. Hier im &#214;sireich vergn&#252;gte man sich damit, hinter der St&#246;rungstafel die Totalausfall zu erkl&#228;ren. Wir wussten also sechseinhalb Minuten nicht, wie es stand. Na, sagte Debbie, wird wohl schon zwei zu eins f&#252;r T&#252;rkei sein. Oder drei zu eins, mutma&#223;te Hermann. Mir war langweilig und ich nahm noch ein gro&#223;es Glas von der Schorle aus saurem hiesigen Wein und Sprite Zero. Gut gegen Durst, schlecht f&#252;r die Geschmacksnerven.</p>
<p>Dann kam das Bild und Spannung auf. Tats&#228;chlich hatte sich ein gewisser Herr Klose auf dem Platz eingestellt, die R&#252;be hingehalten und dem dauerverwirrten R&#252;st&#252; den Ball &#252;ber den Zopf gescheitelt. Die vollen Hosen der deutschen konnte man bis Klagenfurt riechen. Herr Lahm machte wieder einen Fehler, Herr Ballack stand irgendwo rum, der kleine Semih umkurvte und schob den Ball am dauerverwirrten Lehmann ins ganz kurze Eck. Jetzt wern&#8217;s gewinn, die T&#252;rken, meinte Hermann. Und mir war&#8217;s schon fast egal. Der Rest ist Geschichte. Mit einer von zwei gelungenen Kombinationen erreichte die Pille den Lahm, der in der 89. Minute das Siegtor schoss. Das hatte mit dem Spiel wenig zu tun.<br />
Dass dann der kleine Lukas mit der genetischen K&#246;lschverbl&#246;dung tats&#228;chlich meinte, mit den Fans eine Humba zu zelebrieren, erinnerte an die Zuschauer beim 1. FC K&#246;ln, die selbst dann Viva Colonia gr&#246;len, wenn der &#196;ff-Zeh nach einem Grottenspiel in letzter Minute durch einen sinnlosen Elfer den Ausgleich gegen beispielsweise Paderborn erzielt. Apropos Schiedsrichter: Ich hatte k&#252;rzlich schon vermutet, dass dieser schweizer Referee namens Massimo Busacca einer der schlechtestm&#246;glichen Spielleiter des Turniers sein k&#246;nnte. Ja, ich hatte Recht. Der Mann war derma&#223;en &#252;berfordert, dass er sich nicht mal mehr die M&#252;he machte, die Panik in seinem Gesichtsausdruck zu verbergen. Eigentlich lag er mit jeder seiner Entscheidung daneben &#8211; mal ein bisschen, mal sehr und in mindestens zwei F&#228;llen um Lichtjahre.</p>
<p>Das f&#252;hrt zu einem ersten UEFA-Bashing. Ein Schwenk auf die Trib&#252;ne in den Zeiten des Bildausfalls zeigte den Monsieur Platini beim hektischen Handyfonieren. Souver&#228;n ist anders. Paar Sitze weiter lungerte der S.Blatter rum und freute sich still, dass die UEFA nun genauso fu&#223;ball- und fanunfreundlich agiert wie die FIFA. So mit Schiedsrichterauswahl nach L&#228;nderproporz oder Zwangs-TV-Signalbezug etc pp. Wir kamen in der Diskussion zu dem Ergebnis, dass es ander Zeit ist, eine alternative EM und auch WM zu organisieren &#8211; analog zum alternativen Nobelpreis.</p>
<p>Nach Spielende blieb es still in Klagenfurt. Wir a&#223;en noch ein paar G&#252;rkchen aus dem deutschen Glas.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/sport/gurkensalat.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Ballacks Binde</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 08:19:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Graz ist eine sch&#246;ne Stadt, und mir ging&#8217;s wieder gut. Zumal ich kurz nach der Ankunft am Grazer Hauptbahnhof unweit desselben ein kleines Stehcafé polnischer Provinienz entdeckte. Dies war unschwer daran zu erkennen, dass die Inhaber das Fenster zur Stra&#223;e mit einer beadlerten Polska-Flagge sowie mehreren Nationaltrikots geschm&#252;ckt hatte. Trotz des k&#252;hlen Wetters war ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/06/kapitaensbinde.thumbnail.jpg' alt='kapitaensbinde.jpg' />Graz ist eine sch&#246;ne Stadt, und mir ging&#8217;s wieder gut. Zumal ich kurz nach der Ankunft am Grazer Hauptbahnhof unweit desselben ein kleines Stehcafé polnischer Provinienz entdeckte. Dies war unschwer daran zu erkennen, dass die Inhaber das Fenster zur Stra&#223;e mit einer beadlerten Polska-Flagge sowie mehreren Nationaltrikots geschm&#252;ckt hatte. Trotz des k&#252;hlen Wetters war ein schmiedeisernes Tischchen auf dem Gehsteig aufgebaut. Dazu zwei St&#252;hle. Ich kam vorbei und fiel tief in Liebe (wie Anglophone es auszudr&#252;cken pflegen&#8230;). In eine schwarzhaarige Polin mit gl&#252;hend blauen Augen, zwei Z&#246;pfe baumelten neben ihrem feinen Gesichtchen. Sie mag Ende Zwanzig gewesen sein, trug ein wei&#223;es Polen-Jersey &#252;ber dem optimal gestalteten Oberleib &#8211; und sah aus als w&#252;rde an diesem Tag alles gut werden. Dieses ber&#252;ckende Wesen sa&#223; auf dem einen Stuhl, vor sich eine wei&#223;-rote Kaffeetasse mit schwarzem Greif und rauchte. Nun nahm ich allen Mut zusammen und fragte sie nach dem Weg zum Volksgarten (von dem ich wusste, dass er sich zwei Blocks weiter Richtung Mur befindet). Sehr ernsthaft versuchte sie mit ihrem massiv erotischen Akzent mir zu erkl&#228;ren, wie ich dorthin k&#228;me. Ich lauschte mit gl&#252;hendem Kopf und gab zur&#252;ck, aber erstmal wolle ich einen Kaffee trinken.</p>
<p><span id="more-185"></span>Ob sie mir einen aus dem Laden holen solle, fragte sie. Ich lie&#223; mich bedienen und hing in ihrer kurzen Abwesenheit diversen Fantasien nach, die sich vorwiegend ums Trikotzupfen drehten. Dann sprachen wir &#252;ber die EM. Beziehungsweise dar&#252;ber, ob und wie die Polen es noch schaffen k&#246;nnten. Krzysztina, so ihr wunderbarer Name, rechnete mir Tabellen vor, w&#228;hrend ich schweigend am Kaffee nippte. Und dann sagte sie den Satz: Aba, wird wieder nichs w&#228;rdn. Wird &#214;ssterreich gewinn. Oh, melancholisches Polen! Oh, ihr polnischen Frauen! Und dann lud sie mich ein, des Abends das Spiel bei ihr im Café anzuschauen. Ich willigte klopfenden Herzens ein. Vorher, sagte ich, muss ich aber noch etwas erledigen.</p>
<p>Und meinte damit den Viertelfinaleinzug der deutschen Mannschaft. Das Public Viewing fand auf der Passamtswiese statt. Beim Anpfif war ich allein unter Kroaten. K&#252;chenhandt&#252;cher an allen K&#246;rpern, auch denen der kroatischen Frauen, die im Durchschnitt auch sehr h&#252;bsch sind (Verzeih, Krzysztina!). Da ich neutral gekleidet war, hielt man mich f&#252;r einer Diskussion nicht w&#252;rdig. Ich verzog mich in eine von verfr&#252;ht erschienen &#214;sterreichern dominierten Ecke, wo selbige mit dunklem Wein aus Anderthalbliterfalschen vorgl&#252;hten und debattierten, wieviele Schangsen die Bubn dieses Mal versemmeln w&#252;rden.<br />
Ich sah das Verh&#228;ngnis kommen bei der ersten Gro&#223;aufnahme von Ballacks Gesicht. Da fehlte was. Er sah gr&#252;blerisch aus, ein wenig mutlos, vielleicht sogar desorientiert. Wie die Kollegen auch. Mir schien, die Spieler w&#228;lzten eine urdeutsche Frage: Warum bin ich hier? Was soll das alles? Marcell Janssen lief verkehrt. Mertesacker wirkte geistesabwesend. Und das gegen die Kroaten, die in m&#228;nnlich-genitaler Selbstgewissheit ihr Ding drehten. Da kam das 1:0 nicht &#252;berraschend. Erste Verbr&#252;derungsszenen zwischen &#214;sis und Kroatzen. Dann das 2:0. Lehmann trug tragische Mimik. Ich dachte unwillk&#252;rlich an Berti Vogts und den sp&#228;ten V&#246;ller. Aber: Nach der Pause wird alles anders, das war klar.</p>
<p>Da las Hans(i) Flick dem jungen Odonkor die Bedienungsanleitung vor. Hatte aber vergessen, unser Duracell-H&#228;schen richtig zu programmieren. Der rannte vorwiegend in die falsche Richtung. Und unser Capitano, Michael Ballack, der F&#252;hrungsspieler, der hatte in der Halbzeit seine Kapit&#228;nsbinde abgelegt und in der Kabine vergessen. Welch ein Symbol! Der F&#252;hrungsspieler gibt die F&#252;hrung auf! Nun ist es nicht einfach, sich zwischen 22 Akteuren plus Referees zu verstecken, aber er versuchte es mit gro&#223;em Flei&#223;. Und erneut wurde deutlich, dass der einzige deutsche Nationalspieler, der sich nicht mit deutschen Fragen befasst, Lukas Podolski ist. Der h&#228;mmerte unreflektiert den Ball ins kroatische Geh&#228;use. Der junge Herr Schweinsteiger, der im ZEIT-Magazin seine Sinnkrise &#246;ffentlich gemacht hatte, m&#252;hte sich redlich. Aber es gelang ihm nur jedes Zweite, was in ihm einen Frust erzeugte, der sich in einem Schlagschubser entlud. So beendeten gleich zwei ehemalige Talente ihre Laufbahn als Deutsche Hoffnung: Ebenjener Schweini, sowie Janssen. Im Jubel der Balkanesen &#252;ber den Sieg schlich ich davon und begab mich unverz&#252;glich Richtung Polen-Café.</p>
<p>Was soll ich sagen? Stolz reckte Krzysztina ihre Brust bei polnischen Angriffen. Erstarrte in s&#252;&#223;em Entsetzen bei den gef&#252;hlten achtzehn Hundertprozenter der &#214;sis. Klattschte in die wohlgeformten H&#228;nde. Warf ab der siebzigsten Minute verf&#252;hrerisches L&#228;cheln in meine Richtung. R&#252;ckte n&#228;her an mich, sp&#228;ter. Nahm sogar meine Hand. Und bestrafte mich in der 93. Minute mit einem mordenden Blick als sei ich ein &#214;sterreicher. Die Nacht im kleinen Hotel an der murmelnden Mur war sehr einsam.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/sport/ballacks-binde.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Wo war Ballack?</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 08:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jurs Trulie</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/06/ballack_handy.jpg' title='Ballack handyfoniert' rel='lightbix'><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/06/ballack_handy.thumbnail.jpg' alt='ballack_handy.jpg' /></a>Was haben die verbl&#246;deten Spochtrepochter vor der EM nicht alles abgeseicht &#252;ber die Superstars des Turniers. Also ob die Fu&#223;balleuropameisterschaft ne Casting-Show w&#228;re: ESDS (Europa sucht den Superstar). Und der Druck scheint den designierten Superstars nicht gut zu bekommen. Hat B&#252;bchen Ronaldo im Spiel gegen die D&#246;ners noch eifrig mitgetan, hielt sich ein gewisser Herr Ballack in der Partie gegen die Polen weitestgehend versteckt. Kennt man ja von ihm. Und ist doch eine bewunderswerte F&#228;higkeit, als Kerl von einsneunzich neunzig Minuten fast unsichtbar zu bleiben. Kann es sein, dass Samsung eine portable Tarnkappe f&#252;r seine Werbefigur entwickelt hat?</p>
<p>Jedenfalls erlegte Poldi seine ehemaligen Landsleute im Alleingang und machte sich dabei nicht nur im H&#252;ttenmachen sichtbar. M&#246;glich, dass sich dieser Kandidat beim Casting durchsetzte; einen Pokal als bester Spieler hat er ja schon. Herr Gomez aus Stuttgart hatte dagegen die Schei&#223;e an den Schuhen, also Pech beim Chancenverwerten. Dann trat ein gewisser Schweini an und bewies mit Nachdruck, dass er momentan eher an der Seite seines Bruders in Liga drei kicken sollte.</p>
<p><span id="more-167"></span>Das polnische Team hat nicht schlecht gespielt, aber auch nicht gut. Wer aus dem Druck, den die Mannschaft in H&#228;lfte Zwo aufgebaut hat, so wenig macht, wird auch die &#214;sterreicher kaum schlagen k&#246;nnen. Vielleicht aber die Kroaten, die ganz offensichtlich beschlossen haben, ohne Kampf und Spiel Europameister zu werden. Das k&#246;nnte schief gehen, und wer sich in der Vorrunde schont, den bestraft das Viertelfinale.</p>
<p>Dies alles beobachtete ihr Berichterstatter &#252;brigens schon in einem der Gastgeberl&#228;nder, wenn auch kurz hinter der Grenze. Das Public Viewing in einer weniger bekannten schweizer Gemeinde bestand aus handgestoppten vierzehn Personen, von denen zw&#246;lf neutral waren. Nummer dreizehn war Pole, der letzte Kroate. Da kam wenig Stimmung auf.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/sport/wo-war-ballack.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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