Zwischenbilanz: 9 Tage Obama
Der moderne Mensch neigt dazu, ungewöhnliches Verhalten als krankhaft abzuqualifizieren. So ist es heute in aller Blödmänner Munde, einen Menschen, der etwas tut und in Bewegung ist, als “nervig” und hyperaktiv zu brandmarken und ihm die tägliche Dosis Ritalin zu empfehlen. Da es nimmt nicht weiter wunder, dass flachhirnige Zeitgenossen das Treiben des neuen US-Präsidenten Barack Obama nach diesem Muster beurteilen und sich fragen, was der denn im Rest seiner Amtszeit machen will, wenn er schon in den ersten neun Tagen derart viele Baustellen aufmacht und bearbeitet. Derartige Fehleinschätzungen dürften ihren Grund darin haben, dass vor Obama zwei ausgesprochene Faultiere den Sessel im ovalen Office des weißen Hauses vollfurzten. Legendär sind die ersten 100 Tage des zigarrentunkenden Bill Clinton, dessen Team der Unerfahrenen ein Mordschaos anrichteten, sodass die Administration erst nach fünf Monaten aus dem Quark kam. [weiterlesen...]