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	<title>Rainer&#039;sche Post &#187; Bilker Arkaden</title>
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	<description>Düsseldorf - RestDerWelt - Kultuur - Spocht</description>
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		<title>Initiative &#8220;Ein Platz f&#252;r Erwin&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 11:58:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Obwohl der gro&#223;e Oberb&#252;rgermeister dieser Stadt, der nimmerm&#252;de Joachim Erwin, in seinem Testament ausdr&#252;cklich verf&#252;gt hat, die Stadt solle sich keine Gedanken dar&#252;ber machen, eine Stra&#223;e, einen Platz oder eine Hausnummer (h&#228;?) nach ihm zu benennen, hat die ebenso nimmerm&#252;de Erwinista kurz nach dessen Dahinscheiden alle Hebel in Bewegung gesetzt, den gro&#223;en Sohn Stadtrhodas durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="wp-content/uploads/2009/02/worringer_platz_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Ein lebendiges Zeichen f&#252;r das Wirken des verstorbenen Oberb&#252;rgermeisters Joachim Erwin: der Worringer Platz"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/02/worringer_platz.jpg' alt='worringer_platz.jpg' /></a>Obwohl der gro&#223;e Oberb&#252;rgermeister dieser Stadt, der <a href="http://www.welt.de/print-wams/article101359/Deutschlands_reichste_Grossstadt.html">nimmerm&#252;de</a> Joachim Erwin, in seinem <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/erwinista/erwins-testament-gefaelscht.php">Testament</a> ausdr&#252;cklich verf&#252;gt hat, die Stadt solle sich keine Gedanken dar&#252;ber machen, eine Stra&#223;e, einen Platz oder eine Hausnummer (h&#228;?) nach ihm zu benennen, hat die ebenso nimmerm&#252;de Erwinista kurz nach dessen Dahinscheiden alle Hebel in Bewegung gesetzt, den gro&#223;en Sohn Stadtrhodas durch die Benennung eines markanten Teils D&#252;sseldorfs zu ehren. In schier unglaublicher Verwirrung fiel die Wahl von Hofschranzen und Kl&#252;ngel auf die <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/erwin-kriegt-ne-bruecke.php">Br&#252;cke im Norden</a>, die als Anfang einer Autobahnschneise durch Naturschutzgebiet und die Fleckgemeinde Meerbusch dient. Dabei muss der Mann, der D&#252;sseldorf eigenh&#228;ndig entschuldet hat, doch unbedingt im Herzen der Stadt geehrt werden. Was l&#228;ge da n&#228;her, als den <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/677449/Sorge-um-den-Worringer-Platz.html">Worringer Platz</a>, den Joachim Erwin pers&#246;nlich hat wohnlich machen lassen, nach ihm zu benennen?<span id="more-2389"></span></p>
<p>Dies forderte bereits vor einiger Zeit ein einsamer Leserbriefschreiber in seiner Zuschrift an die Rheinische Post. Leider verhallte seine Petition so gut wie ungeh&#246;rt. Nun wird dieser Tage ein breites B&#252;ndnis aufrechter und dankbarere D&#252;sseldorfer B&#252;rger die Initiative ergreifen und die rasche Umbenennung des Worringer Platzes in Joachim-Erwin-Platz vorantreiben. Geplant sind Stra&#223;enfeste, Unterschriftensammlungen und Eingaben an den Rat der Stadt. Bereits jetzt kursieren unter der Hand Papiere mit den Argumenten der Initiatoren. Der Rainer&#8217;schen Post gelang es, Einblick in diese Dokumente zu nehmen. Hier die wichtigsten Punkte:</p>
<p>&#8220;Wir alle wissen, dass Oberb&#252;rgermeister Joachim Erwin das Wohl aller B&#252;rger der Stadt am Herzen lag. Wir wissen weiterhin, dass er unerm&#252;dlich bem&#252;ht war, die Stadt zu entschulden und so den Weg frei zu machen f&#252;r Investitionen, deren Ertrag letztlich uns allen zugute kommen sollte. So entstand eine Reihe bemerkenswerter Bauten wie die architektonisch optimal gelungene <a href="http://www.rainersacht.de/2005-10/erwin-hat-stadtrat-angelogen.php">Mehrzweckarena</a>, das Schmuckk&#228;stchen namens &#8216;<a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/jetzt-rappelts-im-karton.php">D&#252;sseldorf Arkaden</a>&#8216;, der gem&#252;tliche Dome in Rath und die Mehrzweckhalle auf dem Gel&#228;nde der Freien Christlichen Schule &#8211; allesamt Einrichtungen, die nicht nur Stadtbild schm&#252;cken, sondern von vornherein auf einen profitablen Betrieb ausgerichtet waren. Leider hat das Versagen vieler Zur&#252;ckgebliebener die Pl&#228;ne des OB zunichte gemacht. Nat&#252;rlich konnte Joachim Erwin nicht absehen, dass die Arena &#252;ber Jahre ein Zuschussbetrieb bleiben w&#252;rde oder dass das Einkaufszentrum am Bilker Bahnhof von der undankbaren Bev&#246;lkerung nicht angenommen w&#252;rde. Auch die mangelhafte Verkehrsanbindung der DEG-Spielst&#228;tte hat er nicht zu verantworten. Dies wird die Geschichte einst erweisen. Aber Joachim Erwin war auch besorgt um die Sicherheit und das &#228;sthetische Empfinden seiner Bev&#246;lkerung. Dar&#252;ber legen zahlreiche Versch&#246;nerungsma&#223;nahmen Zeugnis ab. Man denke nur an den <a href="http://www.duesseldorf.de/planung/stadterneu/lichtmasterplan/index.shtml">Lichtmasterplan</a>, seit dessen Umsetzung die Stadt Nacht f&#252;r Nacht verschiedenfarbig glimmt. Das Projekt aber, bei dem der OB seine Vorstellungen in besonders gro&#223;em Ma&#223;e hat realisieren k&#246;nnen, ist mit Sicherheit der <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/677449/Sorge-um-den-Worringer-Platz.html">Worringer Platz</a>. In den Jahrzehnten der sozialdemokratischen Regierung der Stadt verkam dieses Herzst&#252;ck immer mehr zum Schandfleck. Hier trafen sich in Dreck und M&#252;ll und schlechter Beleuchtung die S&#228;ufer und Fixer, die trotz aller Bem&#252;hungen Erwins das sch&#246;ne D&#252;sseldorf und seine B&#252;rger mit ihrer Existenz bel&#228;stigten. Mit einem Volumen von <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/92876/Der-Insel-fehlt-das-Grasgruen.html">lediglich 1,2 Millionen Euro</a> lie&#223; er nach einem ambitionierten Konzept aus dem Treffpunkt der st&#246;renden Elementen eine Oase formen. Bequeme B&#228;nke aus transparenten Material laden zum Verweilen ein, zwei Pavillons bieten Speis, Trank und Gem&#252;se, und das gr&#252;ne Pflaster sorgt f&#252;r die Illusion einer frischen Wiese. Mehr noch: Des Nachts wird der Platz farbig illuminiert. Das Licht gibt den flanierenden B&#252;rger Sicherheit und sorgt f&#252;r ein angenehmes Ambiente. Keine Frage: Der Worringer Platz ist die gr&#246;&#223;te st&#228;dtebauliche Tat des verstorbenen Oberb&#252;rgermeisters Joachim Erwin. Wir B&#252;rger der Stadt fordern deshalb: Umbenennung des Worringer Platzes in Joachim-Erwin-Platz &#8211; jetzt!&#8221;</p>
<p>Dem ist wenig hinzuzuf&#252;gen. Die Rainer&#8217;sche Post wird &#252;ber diese lobenswerte Initiative weiter berichten.</p>
<p><em>[Foto: Richard "ar/gee" Gleim via <a href="http://gnogongo.de/?p=194">gnogongo</a>]</em></p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/initiative-ein-platz-fuer-erwin.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Seligkeit und Gl&#252;ck beim Shoppen</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 12:50:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bilker Arkaden]]></category>
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		<description><![CDATA[Laut Wiktionary ist Arkadien in der antiken Dichtersprache das Land der Seligkeit und des Gl&#252;cks. Rein geografisch ist Arkadia eine griechische Pr&#228;fektur auf dem Peleponnes. Warum in Zeus Namen die Planer der Shoppingmall am Bilker Bahnhof den h&#228;sslichen Schuhkarton &#8220;Arcaden&#8221; (nur echt mit dem bescheuerten &#8220;C&#8221;) nennen mussten, wollte ihr ergebener Berichterstatter herausfinden. Dazu musste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/09/dus_arcaden_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Wie sich Konsumisten das Paradies vorstellen..."><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/09/dus_arcaden.jpg' alt='dus_arcaden.jpg' /></a>Laut Wiktionary ist <a href="http://de.wiktionary.org/wiki/Arkadien">Arkadien</a> in der antiken Dichtersprache das Land der Seligkeit und des Gl&#252;cks. Rein geografisch ist Arkadia eine griechische Pr&#228;fektur auf dem Peleponnes. Warum in Zeus Namen die Planer der Shoppingmall am Bilker Bahnhof den h&#228;sslichen Schuhkarton &#8220;Arcaden&#8221; (nur echt mit dem bescheuerten &#8220;C&#8221;) nennen mussten, wollte ihr ergebener Berichterstatter herausfinden. Dazu musste der heutige Dienstag herhalten &#8211; ein regnerischer Tag in den hiesigen Herbstferien. Der erste Eindruck ist wenig paradiesisch: Hinter einer grauen Pflasterfl&#228;che ragt ein wei&#223;licher Quader auf, der am unteren Rand mit bunter Leuchtreklame beklebt ist. Wer nicht zu den ge&#252;bten Konsumisten z&#228;hlt, auf den wirkt das wenig einladend.<span id="more-1085"></span></p>
<p>Nicht so auf die umherschweifenden Massen, die mit Kind, Kegel, Oma und Opa das langgestreckte Innere bev&#246;lkern. Ja, es ist richtig voll eine Woche nach der Er&#246;ffnung. Auff&#228;llige viele Kinderwagen werden geschoben, und eine Menge pickliger Pubert&#228;tsbomben bahnt sich breitbeinig den Weg zum Mediamarkt. Den der ist Hauptanziehunhgspunkt in den Bilker Arkaden. Rein mathematisch gesehen verd&#252;nnt sich die Menge relativ zur Entfernung vom Paradies der Unterhaltungselektronik. Da k&#246;nnen selbst die Klamotten-Dealer H&#038;M und C&#038;A nicht gegen anstinken. Und das obwohl sich das Angebot im Mediamarkt nicht von dem in den anderen Mediam&#228;rkten oder bei Saturn unterscheidet. Es kommt zu kom&#246;diantischen Dialogen. Eine Familie im preiswerten KiK-Outfit diskutiert im Rahmen seines Sprachschatzes vor den DVD-Festplatten-Rekordern. &#8220;Iss zu teuer,&#8221; sacht Mutti aus dem Kragen ihres lilafarbenen Allwetterzeltes heraus. &#8220;Nee, wieso denn,&#8221; bellt Papa, &#8220;mach ich doch auf Kredit.&#8221; Schessica macht derweil am Flach-TV rum. Ein Zweistimmiges Lass-das folgt, und der Kauf wird besiegelt.<br />
Am Kreditb&#252;ro steht man Schlange, denn das ist ja das eigentliche Gesch&#228;ftsmodell von L&#228;den dieser Gattung: Leuten, die es sich nicht leisten k&#246;nnen, Zeuch auf Pump zu verticken, das sie sich nicht leisten k&#246;nnen. Hier werden also die F&#228;lle f&#252;r Peter Zwegat generiert.</p>
<p><strong>Das Angebot</strong><br />
Auch sonst findet sich im Konsum-Arkadien derselbe M&#252;ll, den es &#252;berall gibt &#8211; nur h&#246;her konzentriert. Die Spitze der Standardboutiquen bildet Esprit, Angebote wie das des ber&#252;chtigten Textil-Diskonts (&#8220;6 Damenslips f&#252;r 1,29&#8243;) fehlen. Au&#223;er dem ALDI, der hier zu Lasten der Filiale am F&#252;rstenplatz er&#246;ffnet wurde (und ziemlich leer war&#8230;) gibt es einen Kaiser&#8217;s. Im asiatischen Manik&#252;restudio waren alle Sessel besetzt, nur der Shop f&#252;r k&#252;nstliche N&#228;gel g&#228;hnte.</p>
<p>Am Westende stinkt&#8217;s nach Essen, denn im Untergeschoss klumpen sich hier die Imbisse. Beim D&#246;ner-Mann standen sie Schlange, selbst beim St&#228;bchen-Asiaten war es richtig voll. Das galt auch f&#252;r die verschiedenen Cafés &#8211; alle gut besucht.</p>
<p>Aber irgendwas stimmt nicht an diesem Bau. Nach einer guten halben Stunde musste ich raus, an die frisch, fromm, feuchte Luft. Ich hatte Kopfschmerzen, un mir brannten die Augen. Vor der T&#252;r traf ich auf eine &#228;ltere Dame, die dasselbe zu beklagen hatte. Auch andere Besucher hatten sich schon entsprechend ge&#228;u&#223;ert. Eine Ursache d&#252;rfte der Baustaub sein, der noch in der Luft liegt und sich teilweise auf den echth&#246;lzernen Handl&#228;ufe der Gel&#228;nder abgesetzt hat. Auch die Lichtregie scheint daneben gegangen zu sein: Es ist zu hell und vor allem zu gleichm&#228;&#223;ig hell. Die simplen Leuchtk&#246;rper in den G&#228;ngen blenden regelrecht. Hinzu kommt, dass die Klimaanlage das Innere zu stark aufw&#228;rmt und f&#252;r eine extrem trockene Luft sorgt. Das ist sehr unangenehm.</p>
<p><strong>Die Menschen</strong><br />
Nun war ich aj im Auftrag vor Ort, also begann ich, die Menschen zu befragen. Die Standardfrage lautete: &#8220;Stellen Sie sich so das Paradies vor?&#8221; Gut, nur ein &#228;lterer Herr in Freizeitjoppe war zur Antwort bereit und sagte: &#8220;Nein.&#8221; Die anderen sahen mich best&#252;rzt an und gingen weiter. Ich stellte um auf: &#8220;Wie stellen Sie sich das Paradies vor?&#8221; und erntete vier Aussagen. Ein klassischer Mittagspausenmann im Anzug meinte: &#8220;Da muss man nicht arbeiten, h&#228;h&#228;h&#228;.&#8221; Dann traf ich auf eine etwas &#252;berschminkte Mittvierzigerin mit &#220;bergewicht: &#8220;Sonne, Strand, Palmen&#8230;&#8221; So sah sie auch aus. Der J&#252;ngling mit deutlichem Migrantenhintergrund gab zu Protokoll: &#8220;Ey, nur rumliegen, Weiber, weissu&#8230;&#8221; Nat&#252;rlich gr&#246;lte ein Berufssch&#252;ler im Kreise seiner Kumpels nur &#8220;Freibier!&#8221; als Antwort.</p>
<p>Ich besann mich und ging dazu &#252;ber, die Anwesenden nach ihrer Meinung zu den Arcaden zu befragen. Dazu etwas ins Mikro zu sagen, war fast jeder bereit. Fassen wir es so zusammen: Gut 90 Prozent gef&#228;llt der Schuhkarton. Kritik gibt&#8217;s nur im Detail. Nachgefragt, ob man denn in Zukunft nun immer hier shoppen werde, kam &#220;berraschendes: Kaum ein Viertel der Befragten bejahte dies. Ein Gang durch die Tiefgarage muss als Indiz f&#252;r diese geringe R&#252;ckfallquote herhalten. Gef&#252;hlte 30 Prozent der Kennzeichen lauteten auf NE f&#252;r Neuss, weitere 30 Prozent waren mit ME (Kreis Mettmann &#8211; alles um D&#252;sseldorf herum von Baumberg &#252;ber Hilden bis fast Velbert) beschriftet. Rund 20 Prozent der Autos kamen von weiter her, vorwiegend aus Krefeld, Solingen, Wuppertal, aber auch K&#246;ln und Leverkusen waren vertreten. Die D-Nummernschilder machten kaum 10 Prozent aus. Der Rest war dann buntgemischt.</p>
<p><strong>Die Zukunft</strong><br />
F&#252;r uns Menschen im Viertel &#8211; genauer gesagt aus Bilk, Unterbilk und Friedrichstadt &#8211; haben die Arcaden nichts zu bieten, was wir nicht bei lokalen H&#228;ndlern oder &#8220;in der Stadt&#8221; (also Schadowstra&#223;e, Altstadt etc.) kriegen k&#246;nnte. F&#252;r Leute vom F&#252;rstenplatz ist es ja zur K&#246; nicht weiter als zum Bilker Bahnhof. Wer das breite Angebot beim t&#228;glichen Einkauf sch&#228;tzt, der ist eh besser beim Real,- gegen&#252;ber aufgehoben; da gibt es eine gut sortierte Lebensmittelpalette. Wegen C&#038;A und H&#038;M kann man auch mal zur Schadowstra&#223;e gehen oder fahren. Bleibt der Mediamarkt, der aber mit dem Medimax am unteren Ende der K&#246; und Saturn im Sevens konkurriert.<br />
Keine Chance gegen den klassischen Stern-Verlag an der Friedrichstra&#223;e wird die Thalia-Filiale in den Arcaden haben, das war heute schon zu sehen. Zu lieblos das Sortiment, zu wenig buchh&#228;ndlerisch die Atmosph&#228;re.</p>
<p>Wie die Umfrage schon zeigt, h&#228;lt sich die Attraktivit&#228;t der Shopping-Mall am Bilker Bahnhof f&#252;r Ausw&#228;rtige in engen Grenzen, was auch an der schlechten Parksituation liegt. Die Tiefgarage hat nur 800 Pl&#228;tze (war heute fast voll) und ist teuer; Parkm&#246;glichkeiten im Umfeld sind Mangelware. So sind die Arcaden im Prinzip f&#252;r die Leute au&#223;erhalb des Viertels interessant, die entlang der S-Bahnstrecke zwischen Wuppertal und M&#246;nchengladbach wohnen und den B&#252;rgern, die per Bus und Stra&#223;enbahn gut zum Bilker Bahnhof kommen.<br />
F&#252;r die, die immer schon oder schon sehr lange im Umfeld wohnen, werden die Arcaden wohl eher kein Shopping-Paradies werden.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/seligkeit-und-glueck-beim-shoppen.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Keine Ruhe im Karton</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 07:22:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem der urbansten Viertel D&#252;sseldorfs, unweit des wichtigen Umsteigepunkts Bilker Bahnhof hat man am vergangenen Wochenende die Bilker Arkaden er&#246;ffnet, eine Shopping-Mall nach US-Muster. Das heftig umstrittene Zentrum erweist sich nach Abnahme der Bauz&#228;une als mit schie&#223;schartigen Fenstern bewehrter Kommerzbunker und steht seinem gegen&#252;berliegenden Kontrahenten, dem Kaufhaus Real,- an H&#228;sslichkeit nicht nach. Nur das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/09/arkaden_karton_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Bilker Arkaden - Ich bin zwei Schuhkartons"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/09/arkaden_karton.jpg' alt='arkaden_karton.jpg' /></a>In einem der urbansten Viertel D&#252;sseldorfs, unweit des wichtigen Umsteigepunkts Bilker Bahnhof hat man am vergangenen Wochenende die Bilker Arkaden er&#246;ffnet, eine Shopping-Mall nach US-Muster. Das heftig umstrittene Zentrum erweist sich nach Abnahme der Bauz&#228;une als mit schie&#223;schartigen Fenstern bewehrter Kommerzbunker und steht seinem gegen&#252;berliegenden Kontrahenten, dem Kaufhaus Real,- an H&#228;sslichkeit nicht nach. Nur das jenes bereits Anfang der Achtziger dorthin geklotzt wurde.</p>
<p>Durch gezielte Ger&#252;chte aus den Kreisen des Managements wurde die Zahl von 100.000 Besuchern am ersten Tag in die Medien gepflanzt. Nat&#252;rlich wei&#223; niemand, wie viele Kaufw&#252;tige sich tats&#228;chlich nach Bilk begeben hatten. Fest steht, dass es gef&#252;hlte 90 Prozent der Massen nicht auf die Arkaden an sich, sondern blo&#223; auf die Schn&#228;ppchenstapel beim Media Markt abgesehen hatten.<span id="more-1022"></span></p>
<p>&#196;hnlich wie die in finanzielle Schwierigkeiten verstrickte LTU-Arena kann man auch die Bilker Arkaden (die offiziell &#8220;D&#252;sseldorf Arkaden&#8221; hei&#223;en m&#252;ssen&#8230;) als ein weiteres Denkmal f&#252;r den im Mai verstorbenen OB Joachim Erwin betrachten. Denn der bauw&#252;tige Stadtf&#252;rst hat das Einkaufszentrum au&#223;erhalb der Innenstadt ganz allein und unter Anwendung verschiedenster Drohtechniken durchgepeitscht. Unmittelbarstes Opfer der Durchdr&#252;ckung war seinerzeit der <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/618991/Aerger-nach-Arcaden-Eroeffnung.html">Vorsitzende des Einzelhandelsverbands</a>, <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duesseldorf/2008/9/24/news-79108674/detail.html">Friedrich Conzen</a>. Der hatte in seinerzeit in seiner Eigenschaft als Funktion&#228;r heftigen Widerstand gegen das Projekt geleistet, war dann aber umgekippt und hatte in seiner Eigenschaft als CDU-Ratsherr zugestimmt. Der Druck der Erwinista war so hoch, dass er nach eigenen Aussagen die Fraktion h&#228;tte verlassen m&#252;ssen, h&#228;tte er im Rat gegen die Arkaden gestimmt.</p>
<p><strong>Das Verkaufsfl&#228;chen-Syndrom</strong><br />
Legend&#228;r auch die Argumentation der FDP-Politikerin Strack-Zimmermann, die anhand zweier unterschiedlich gro&#223;er <a href="http://www.rainersacht.de/2006-06/bilker-schuhkarton.php">Schuhkartons</a> vorf&#252;hrte, wie die Investoren unter Erwins Deckung m&#246;glicherweise mogelten. Denn die Verkaufsfl&#228;che war zum Schutze des Einzelhandels durch den Rat begrenzt worden. Die gr&#246;&#223;ere Schuhschachtel symbolisierte den Bauk&#246;rper an sich, der viel kleinere Karton das angeblich geplante Verkaufsvolumen. Was, so <a href="http://www.rainersacht.de/go.php?http://www.rp-online.de/public/article/dtoday/news/aktuell/337171">Frau Strack-Zimmermann</a>, sei denn mit der Differenz?</p>
<p>Das Vertrauen der Ratsfrauen und -m&#228;nner in Investoren und Betreiber ist &#252;brigens so gering, dass mindestens einmal j&#228;hrlich die tats&#228;chliche Verkaufsfl&#228;che gemessen werden wird. Bereits in der Bauphase kursierten Ger&#252;chte, dass an vielen Stellen im Geb&#228;ude R&#228;ume abgeteilt worden seien, die klammheimlich un mit minimalem Aufwand in Platz zum Verkauf von Waren umgewandelt werden k&#246;nnte.</p>
<p><strong>Shopper lieben Shopping</strong><br />
Viele D&#252;sseldorfer scheint weder die Geschichte des Baus, noch das Verkaufsfl&#228;chenproblem oder gar der Schutz des Einzelhandels in der Innenstadt und im Viertel zu st&#246;ren. Etliche <a href="http://www.rp-online.de/public/bildershowinline/regional/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/37679">Erstbesucher</a> und vor allem -innen zeigten sich begeistert: &#8220;Jetzt muss ich nicht mehr in die Stadt fahren&#8221; oder &#8220;Da hab ich alles auf einem Fleck&#8221; waren oft geh&#246;rte S&#228;tze. Eine Kundin meinte, sie k&#246;nne jetzt ihren Gatten im Media Markt parken und in Ruhe nach Klamotten gucken, das w&#228;re woanders so nicht m&#246;glich.</p>
<p>Auf derart gro&#223;e Beliebtheit ist die <a href="http://www.express.de/nachrichten/region/duesseldorf/selbst-clement-stand-im-stau_artikel_1220435657882.html">Verkehrsf&#252;hrung</a> allerdings nicht vorbereitet. Zumal die Autofahrer anscheinend das mit 800 Pl&#228;tzen best&#252;ckte, aber recht teure Parkhaus der Arkaden meiden. Statt dessen versuchten viele Besucher ausgerechnet die kostenlosen Parkfl&#228;chen des Konkurrenten Real,- zu nutzen. Au&#223;erdem kurvten Hunderte mit ihren Kisten durch die angrenzenden Viertel, die an sich wenig Parkraum bieten, der durch U-Bahn-Bauarbeiten derzeit auch noch besonders verknappt ist.</p>
<p><strong>Sch&#246;nes Stadtteilzentrum</strong><br />
Vers&#252;&#223;t wird den Bilker der Bunker durch ein gelungenes Stadtteilzentrum. Das umfasst einen B&#252;rgersaal, der mit 200 Pl&#228;tzen (bei Bestuhlung) aber viel kleiner geraten ist als urspr&#252;nglich angek&#252;ndigt. Hinzu kommt eine Filiale der Stadtb&#252;cherei, die bereits am vergangenen Freitag von Lese- und Filmratten gest&#252;rmt wurde, sowie das neue Schwimmbad, das seinem Namen alle Ehre macht. Auf Spa&#223;badkram hat man komplett verzichtet und will sicherstellen, dass jederzeit genug Wasser f&#252;r Bahnenzieher frei ist.</p>
<p>Mit der vor Jahren ebenfalls vollmundig angek&#252;ndigten Wohnbebauung ist es aber zun&#228;chst Essig. Wohnungen gibt es im Komplex derzeit gar nicht. Die geplanten Einheiten werden wohl fr&#252;hestens im Fr&#252;hjahr 2009 fertig, und ihre Zahl liegt bei weniger als 50. Ob jemals der westliche Teil des ehemaligen G&#252;terbahnhofs zum neuen Wohnquartier wird, steht in den Sternen, denn derzeit gibt es keinen Investor, der entlang der Bachstra&#223;e bezahlbaren (dies die Vorgabe des Stadtrats) Wohnraum schaffen wollte. So steht zu bef&#252;rchten, dass auf dem Areal Richtung Suitbertusstra&#223;e in drei, vier Jahren eher weitere B&#252;rogeb&#228;ude entstehen werden.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Nat&#252;rlich werden H&#228;ndler aller Art, die zwischen Kirch- und Karolinger Platz ihre Gesch&#228;fte betreiben, unter den Arkaden leiden; ausgenommen, sie bieten Waren oder Dienstleistungen an, die es im Bunker nicht gibt. Innerhalb eines Jahres wird man diese Auswirkungen am Leerstand der L&#228;den entlang der Friedrichstra&#223;e sicher ablesen k&#246;nnen. Es k&#246;nnte aber auch die Innenstadt treffen, die zur Zeit und sicher noch &#252;ber Jahre durch die U-Bahn-Bauerei schwer gebeutelt wird. Denn f&#252;r die Bewohner des D&#252;sseldorfer S&#252;dens sind die Bilker Arkaden besser zu erreichen als beispielsweise die Schadowstra&#223;e.</p>
<p>Leidtragende der Arkaden sind aber jetzt schon Bewohner des angrenzenden Stadtteils Friedrichstadt. So wurde beispielsweise die ALDI-Filiale am F&#252;rstenplatz zugunsten eines Ablegers im Bunker geschlossen, und auch Schlecker wird Filialen in der Region schlie&#223;en. F&#252;r manche Omma bedeutet dies, dass ALDI als preiswerte Quelle ausf&#228;llt. Wenn dann auch noch &#8211; Ger&#252;chte behaupten dies &#8211; PLUS und NORMA auf der Corneliusstra&#223;e zumachen, dann wird man als Bewohner der Gegend kaum umhin kommen, zum Einkauf an den Bilker Bahnhof zu reisen.</p>
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