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	<title>Rainer&#039;sche Post &#187; Boykott</title>
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	<description>Düsseldorf - RestDerWelt - Kultuur - Spocht</description>
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		<title>Nie wieder Youtube</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 11:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem nun klar ist, dass Google die Daten von Youtube-Nutzern gespeichert hat und diese per Gerichtsbeschluss an Viacom weitergeben muss, damit dieser Konzern wiederum systematisch nach Copyright-Verletzungen durch auf Websites &#8211; gerade Blogs &#8211; eingebundene Videos suchen kann, werde ich a) nie wieder Youtube nutzen, b) meine eigenen dort gespeicherten Clips l&#246;schen und c) die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem nun klar ist, dass Google die Daten von Youtube-Nutzern gespeichert hat und diese per <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,563821,00.html">Gerichtsbeschluss</a> an Viacom weitergeben muss, damit dieser Konzern wiederum systematisch nach Copyright-Verletzungen durch auf Websites &#8211; gerade Blogs &#8211; eingebundene Videos suchen kann, werde ich a) nie wieder Youtube nutzen, b) meine eigenen dort gespeicherten Clips l&#246;schen und c) die hier eingebundenen Videos in der Rubrik <a href="http://www.rainersche-post.de/category/unterhaltung/songquiz">Song-Quiz</a> samt und sonders entfernen. Da nun auch der Beweis vorliegt, dass und in welcher Form Google Nutzerdaten sammelt, werde ich auch meinen <a href="http://www.google.de/support/accounts/bin/answer.py?answer=32046&#038;useful=0&#038;show_useful=1&#038;comment=">Google-Account umgehend l&#246;schen</a>. Wer auch nur ein minimales Interesse an der Sicherheit der eigenen, personengebundenen Daten hat, sollte dies ebenfalls tun.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/interna/nie-wieder-youtube.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Olympia-Heuchler Vesper</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 20:47:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute bei Anne Will: DOSB-Generaldirektor Michael Vesper windet sich. Er muss die Duckm&#228;userei des IOC und seines Vorturners Rogge verteidigen. Dabei sollte man nicht vergessen, dass dieser Michael Vesper einst ein gr&#252;ner Politiker war. In gr&#252;nen Kreisen gilt er als der Archetyp des Funktion&#228;rs. Das ist durchaus nicht wohlwollend gemeint, sondern soll ausdr&#252;cken, dass ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.dosb.de/de/organisation/verbands-news/detail/news/dr_michael_vesper_unsere_erfolgsbilanz_kann_sich_sehen_lassen/9926/cHash/7e12c1a4a1/"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/04/dosb_vesper.thumbnail.jpg' alt='dosb_vesper.jpg' /></a>Heute bei Anne Will: DOSB-Generaldirektor <a href="http://www.michael-vesper.de/Biographie.33.0.html">Michael Vesper</a> windet sich. Er muss die Duckm&#228;userei des IOC und seines Vorturners Rogge verteidigen. Dabei sollte man nicht vergessen, dass dieser Michael Vesper einst ein gr&#252;ner Politiker war. In gr&#252;nen Kreisen gilt er als der Archetyp des Funktion&#228;rs. Das ist durchaus nicht wohlwollend gemeint, sondern soll ausdr&#252;cken, dass ein Vesper in jeder Partei h&#228;tte Karriere machen k&#246;nnen. Meine einzige Begegnung mit diesem Funktion&#228;r, der jetzt ein gut dotiertes Pl&#228;tzchen erobert hat, reicht in das Jahr 1979 zur&#252;ck. Kaum jemand wei&#223; heute noch, dass die von Joseph Beuys initiierte Freie International Universit&#228;t (FIU) eine der gr&#252;nen Keimzellen war. So fanden im Vorfeld der Gr&#252;ndung der Gr&#252;nen in Nordrhein-Westfalen einige Treffen in einem Raum der D&#252;sseldorfer Kunstakademie statt. An einer dieser Sitzung nahm auch ich teil. Anwesend waren neben Joseph Beuys und Michael Vesper seinerzeit f&#252;hrende gr&#252;ne Pers&#246;nlichkeiten wie J&#252;rgen Binder und Martin Schata. Es gab eine hitzige Debatte, vermutlich um das damals umstrittene Thema Doppelmitgliedschaft. Ich kann mich nicht erinnern, was den Zorn des K&#252;nstlers ausl&#246;ste, aber mir klingt ein Satz Joseph Beuys&#8217; noch in den Ohren: &#8220;Vesper, du bist ein Arschloch.&#8221; Vorher und nachher habe ich Beuys nie wieder irgendjemanden ein Arschloch nennen h&#246;ren.</p>
<p><span id="more-30"></span>Dieser Michael Vesper, der sich mit den notorischen NRW-Sozialdemokraten aufs Engste verbunden hat, ist nun also Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB), der vor knapp zwei Jahren per Zwangsverbindung aus <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Sportbund">Deutschem Sportbund</a> (DSB) und dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) entstanden ist. Pr&#228;sident des DOSB ist &#252;brigens der ehemalige Fechter Thomas Bach &#8211; auch er ein Prototyp des Funktion&#228;rs. Nun hat Vesper auf eigene Faust oder auf Gehei&#223; seiner Vorgesetzten oder aber in vorauseilendem Gehorsam dem Olympia-Boykott eine Ansage erteilt. Mehr noch: Nachdem der Ehrenpr&#228;sident des DOSB, Manfred von Richthofen, genau diese Boykottabsage kritisiert hatte, warf ihm Vesper &#8220;<a href="http://www.focus.de/sport/mehrsport/vesper-wirft-von-richthofen-schlechten-stil-vor_spid_648095.html">schlechten Stil</a>&#8221; vor. An diesem Konflikt l&#228;sst sich ablesen, in welchem Ma&#223;e das Thema aufgeladen ist.</p>
<p>Dazu muss man die weltweite olympische Hierarchie verstehen. An der Spitze steht das Internationale Olympische Komitee (IOC), das laut Satzung als H&#252;ter des olympischen Gedankens fungiert, in Wahrheit aber haupts&#228;chlich f&#252;r die Vergabe der Olympischen Spiele zust&#228;ndig ist. Gleichzeitig ist das IOC aber auch Inhaber aller mit Olympia verbundenen Rechte. So hat das IOC rund um die Olympischen Spiele 2004 in Athen rund <a href="http://www.focus.de/finanzen/news/olympische-spiele_aid_85391.html">2,5 Milliarden Euro</a> eingenommen &#8211; der gr&#246;&#223;te Teil stammt aus dem Verkauf der Fernsehrechte, den zweitgr&#246;&#223;ten Posten machen die Sponsorengelder aus. Mit diesen Einnahmen f&#246;rdert das IOC nicht nur die nationalen Olympischen Komitees, sondern auch die verschiedenen internationalen Fachverb&#228;nde. Die Verteilung der Gelder findet nach einem &#228;u&#223;erst komplexen Schl&#252;ssel statt, dessen Funktion m&#246;glicherweise auch ist, zu verschleiern, wie viel beim IOC selbst landet und von den Mitglieder in ihren extrem luxuri&#246;sen Funktion&#228;rsstil investiert wird. Das ist der wahre Zweck des IOC: M&#246;glichst hohe Erl&#246;se zu erzielen.<br />
Ein Olympiaboykott w&#228;re aus dieser Sicht nat&#252;rlich eine Katastrophe. Man stelle sich vor, die USA und die meisten europ&#228;ischen Staaten w&#252;rden auf die Teilnahme verzichten. Das Interesse der Bev&#246;lkerung w&#252;rde sinken, und die Unternehmen, die Geld f&#252;r Rechte ausgegeben haben, w&#252;rden R&#252;ckforderungen stellen oder Zahlungen zur&#252;ckhalten. F&#252;r das IOC kommt ein Boykott allein schon aus diesem Grund nicht in Frage. Figuren wie Vesper aber schwafeln unausgesetzt von der olypmpischen Idee, von Jugend und friedlichen Begegnungen.</p>
<p>Das es darum nicht geht, ist ja nicht erst seit der Vergabe der Spiele an Peking bekannt. Im Gegenteil: Geht man die lange Geschichte der olympischen Spiele durch, dann gibt es kaum ein Sportfest darunter, dass tats&#228;chlich frei von kommerziellen und politischen Zw&#228;ngen verlaufen ist. Am ehesten noch kann man die Olympischen Spiele von Helsinki (1952), Melbourne (1956), Rom (1960) und Tokio (1964) als Veranstaltungen im olympischen Geist verstehen. Sp&#228;testens mit der Vergabe an die Coca-Cola-Metropole Atlanta (1996) hatte der Kapitalismus auch Olympia &#252;bernommen. Gegen einen Boykott sprechen also auch die Interessen der Sponsoren.<br />
Aber auch die Unternehmen, die vom Handel mit Rotchina profitieren, f&#252;rchten die Nichtteilnahme ihrer Standortl&#228;nder wie der Funktion&#228;r die ehrliche Arbeit. Diese Furcht f&#252;hrt zu seltsamen Formen der Selbstzensur. Das zeigt sich zum Beispiel im D&#252;sseldorf unter dem OB Joachim Erwin. Bisher wurde am jeweils am 30. M&#228;rz die Flagge Tibets vor dem Rathaus aufgezogen, um an den vom chinesischen Milit&#228;r blutig niedergeschlagenen Aufstand der Tibeter im Jahr 1959 zu erinnern. <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duesseldorf/2008/3/30/news-34040700/detail.html">Oberb&#252;rgermeister Erwin ordnete an</a>, dass diese Jahr &#8211; zum ersten Mal seit 1998 &#8211; auf dieses Ritual verzichtet wurde. Dazu muss man wissen, dass dieses Stadoberhaupt seit Jahren mit wechselndem Erfolg um die Ansiedlung chinesischer Unternehmen k&#228;mpft. Ein Bekenntnis zu den Rechten der Tibeter k&#246;nnte da hinderlich sein.</p>
<p>Nat&#252;rlich ist es eine berechtigte Frage, ob ein Olympiaboykott helfen w&#252;rde, f&#252;r mehr Menschenrechte in China zu sorgen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass kein Olympiaboykott substanzielle Ver&#228;nderungen bewirkt haben. Gerade f&#252;r die Spiele in Peking 2008 st&#252;nde das nicht zu erwarten, denn die chinesische Bev&#246;lkerung w&#252;rde derlei Ma&#223;nahmen nicht ansatzweise verstehen. Nur eine verschwindend kleine Minderheit der Chinesen ist soweit informiert, dass sie Tibet nicht als legitime Provinz Chinas sehen k&#246;nnte &#8211; 50 Jahre intensive Propaganda haben fl&#228;chendeckend gewirkt.<br />
Bleibt der Protest vor Ort. Der kann real nur von teilnehmenden Sportler ausgedr&#252;ckt werden &#8211; durch Armb&#228;nder und T-Shirts, durch Gesten bei Siegerehrungen oder durch Aussagen bei Interviews. Jedoch, dies alles ist den Sportlern letztlich verboten. Dass die Athleten unpolitisch zu sein haben, ist Bestandteil der Richtlinien des IOC. Wer sich &#228;u&#223;ert, riskiert den Ausschluss. Wobei sich die Frage stellt, welche Aktion eines Sportlers derartige Zwangsma&#223;nahmen tats&#228;chlich ausl&#246;sen w&#252;rde. Eines ist sicher: Die Kleidung ist als Fl&#228;che f&#252;r Protestaussagen tabu. Dies allerdings nicht aus olympischen Gr&#252;nden, sondern &#8211; wie Vesper eben bei Anne Will &#8211; sagte, weil es dann &#196;rger mit den Ausr&#252;sterfirmen g&#228;be, die ja etliche Millionen f&#252;r das Recht ausgegeben haben, die Aktiven zu bekleiden.</p>
<p>Und da schlie&#223;t sich der Kreis: Die olympischen Spiele waren und sind politisch; schlie&#223;lich war die Idee des Barons de Coubertin eine politische. Da aber Olympia heutzutage ein Produkt ist, dass global und in gigantischem Ausma&#223;e vermarktet wird, sind die Spiele jetzt durch und durch kommerzialisiert. Entsprechend &#8211; und daf&#252;r steht ein Vesper &#8211; ist es die vornehmste Aufgabe der Funktion&#228;re, das Investment der Sponsoren und Medienunternehmen zu sch&#252;tzen. Dass sie dies rundheraus leugnen, macht sie zu Heuchlern.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/ausland/olympia-heuchler-vesper.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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