<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:series="http://unfoldingneurons.com/"
	>

<channel>
	<title>Rainer&#039;sche Post &#187; Erwin</title>
	<atom:link href="http://www.rainersche-post.de/tag/erwin/feed?doing_wp_cron=1328910748" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.rainersche-post.de</link>
	<description>Düsseldorf - RestDerWelt - Kultuur - Spocht</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 18:48:47 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Initiative &#8220;Ein Platz f&#252;r Erwin&#8221;</title>
		<link>http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/initiative-ein-platz-fuer-erwin.php</link>
		<comments>http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/initiative-ein-platz-fuer-erwin.php#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 11:58:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Arkaden]]></category>
		<category><![CDATA[Bilker Arkaden]]></category>
		<category><![CDATA[Brücke]]></category>
		<category><![CDATA[Erwin]]></category>
		<category><![CDATA[Flughafenbrücke]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Erwin]]></category>
		<category><![CDATA[Lichtmasterplan]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrzweckarena]]></category>
		<category><![CDATA[OB Erwin]]></category>
		<category><![CDATA[Worringer Platz. Arena]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rainersche-post.de/?p=2389</guid>
		<description><![CDATA[Obwohl der gro&#223;e Oberb&#252;rgermeister dieser Stadt, der nimmerm&#252;de Joachim Erwin, in seinem Testament ausdr&#252;cklich verf&#252;gt hat, die Stadt solle sich keine Gedanken dar&#252;ber machen, eine Stra&#223;e, einen Platz oder eine Hausnummer (h&#228;?) nach ihm zu benennen, hat die ebenso nimmerm&#252;de Erwinista kurz nach dessen Dahinscheiden alle Hebel in Bewegung gesetzt, den gro&#223;en Sohn Stadtrhodas durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="wp-content/uploads/2009/02/worringer_platz_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Ein lebendiges Zeichen f&#252;r das Wirken des verstorbenen Oberb&#252;rgermeisters Joachim Erwin: der Worringer Platz"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/02/worringer_platz.jpg' alt='worringer_platz.jpg' /></a>Obwohl der gro&#223;e Oberb&#252;rgermeister dieser Stadt, der <a href="http://www.welt.de/print-wams/article101359/Deutschlands_reichste_Grossstadt.html">nimmerm&#252;de</a> Joachim Erwin, in seinem <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/erwinista/erwins-testament-gefaelscht.php">Testament</a> ausdr&#252;cklich verf&#252;gt hat, die Stadt solle sich keine Gedanken dar&#252;ber machen, eine Stra&#223;e, einen Platz oder eine Hausnummer (h&#228;?) nach ihm zu benennen, hat die ebenso nimmerm&#252;de Erwinista kurz nach dessen Dahinscheiden alle Hebel in Bewegung gesetzt, den gro&#223;en Sohn Stadtrhodas durch die Benennung eines markanten Teils D&#252;sseldorfs zu ehren. In schier unglaublicher Verwirrung fiel die Wahl von Hofschranzen und Kl&#252;ngel auf die <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/erwin-kriegt-ne-bruecke.php">Br&#252;cke im Norden</a>, die als Anfang einer Autobahnschneise durch Naturschutzgebiet und die Fleckgemeinde Meerbusch dient. Dabei muss der Mann, der D&#252;sseldorf eigenh&#228;ndig entschuldet hat, doch unbedingt im Herzen der Stadt geehrt werden. Was l&#228;ge da n&#228;her, als den <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/677449/Sorge-um-den-Worringer-Platz.html">Worringer Platz</a>, den Joachim Erwin pers&#246;nlich hat wohnlich machen lassen, nach ihm zu benennen?<span id="more-2389"></span></p>
<p>Dies forderte bereits vor einiger Zeit ein einsamer Leserbriefschreiber in seiner Zuschrift an die Rheinische Post. Leider verhallte seine Petition so gut wie ungeh&#246;rt. Nun wird dieser Tage ein breites B&#252;ndnis aufrechter und dankbarere D&#252;sseldorfer B&#252;rger die Initiative ergreifen und die rasche Umbenennung des Worringer Platzes in Joachim-Erwin-Platz vorantreiben. Geplant sind Stra&#223;enfeste, Unterschriftensammlungen und Eingaben an den Rat der Stadt. Bereits jetzt kursieren unter der Hand Papiere mit den Argumenten der Initiatoren. Der Rainer&#8217;schen Post gelang es, Einblick in diese Dokumente zu nehmen. Hier die wichtigsten Punkte:</p>
<p>&#8220;Wir alle wissen, dass Oberb&#252;rgermeister Joachim Erwin das Wohl aller B&#252;rger der Stadt am Herzen lag. Wir wissen weiterhin, dass er unerm&#252;dlich bem&#252;ht war, die Stadt zu entschulden und so den Weg frei zu machen f&#252;r Investitionen, deren Ertrag letztlich uns allen zugute kommen sollte. So entstand eine Reihe bemerkenswerter Bauten wie die architektonisch optimal gelungene <a href="http://www.rainersacht.de/2005-10/erwin-hat-stadtrat-angelogen.php">Mehrzweckarena</a>, das Schmuckk&#228;stchen namens &#8216;<a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/jetzt-rappelts-im-karton.php">D&#252;sseldorf Arkaden</a>&#8216;, der gem&#252;tliche Dome in Rath und die Mehrzweckhalle auf dem Gel&#228;nde der Freien Christlichen Schule &#8211; allesamt Einrichtungen, die nicht nur Stadtbild schm&#252;cken, sondern von vornherein auf einen profitablen Betrieb ausgerichtet waren. Leider hat das Versagen vieler Zur&#252;ckgebliebener die Pl&#228;ne des OB zunichte gemacht. Nat&#252;rlich konnte Joachim Erwin nicht absehen, dass die Arena &#252;ber Jahre ein Zuschussbetrieb bleiben w&#252;rde oder dass das Einkaufszentrum am Bilker Bahnhof von der undankbaren Bev&#246;lkerung nicht angenommen w&#252;rde. Auch die mangelhafte Verkehrsanbindung der DEG-Spielst&#228;tte hat er nicht zu verantworten. Dies wird die Geschichte einst erweisen. Aber Joachim Erwin war auch besorgt um die Sicherheit und das &#228;sthetische Empfinden seiner Bev&#246;lkerung. Dar&#252;ber legen zahlreiche Versch&#246;nerungsma&#223;nahmen Zeugnis ab. Man denke nur an den <a href="http://www.duesseldorf.de/planung/stadterneu/lichtmasterplan/index.shtml">Lichtmasterplan</a>, seit dessen Umsetzung die Stadt Nacht f&#252;r Nacht verschiedenfarbig glimmt. Das Projekt aber, bei dem der OB seine Vorstellungen in besonders gro&#223;em Ma&#223;e hat realisieren k&#246;nnen, ist mit Sicherheit der <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/677449/Sorge-um-den-Worringer-Platz.html">Worringer Platz</a>. In den Jahrzehnten der sozialdemokratischen Regierung der Stadt verkam dieses Herzst&#252;ck immer mehr zum Schandfleck. Hier trafen sich in Dreck und M&#252;ll und schlechter Beleuchtung die S&#228;ufer und Fixer, die trotz aller Bem&#252;hungen Erwins das sch&#246;ne D&#252;sseldorf und seine B&#252;rger mit ihrer Existenz bel&#228;stigten. Mit einem Volumen von <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/92876/Der-Insel-fehlt-das-Grasgruen.html">lediglich 1,2 Millionen Euro</a> lie&#223; er nach einem ambitionierten Konzept aus dem Treffpunkt der st&#246;renden Elementen eine Oase formen. Bequeme B&#228;nke aus transparenten Material laden zum Verweilen ein, zwei Pavillons bieten Speis, Trank und Gem&#252;se, und das gr&#252;ne Pflaster sorgt f&#252;r die Illusion einer frischen Wiese. Mehr noch: Des Nachts wird der Platz farbig illuminiert. Das Licht gibt den flanierenden B&#252;rger Sicherheit und sorgt f&#252;r ein angenehmes Ambiente. Keine Frage: Der Worringer Platz ist die gr&#246;&#223;te st&#228;dtebauliche Tat des verstorbenen Oberb&#252;rgermeisters Joachim Erwin. Wir B&#252;rger der Stadt fordern deshalb: Umbenennung des Worringer Platzes in Joachim-Erwin-Platz &#8211; jetzt!&#8221;</p>
<p>Dem ist wenig hinzuzuf&#252;gen. Die Rainer&#8217;sche Post wird &#252;ber diese lobenswerte Initiative weiter berichten.</p>
<p><em>[Foto: Richard "ar/gee" Gleim via <a href="http://gnogongo.de/?p=194">gnogongo</a>]</em></p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/initiative-ein-platz-fuer-erwin.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/initiative-ein-platz-fuer-erwin.php/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>OB-Wahl D&#252;sseldorf: Empfehlung</title>
		<link>http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/ob-wahl-duesseldorf-empfehlung.php</link>
		<comments>http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/ob-wahl-duesseldorf-empfehlung.php#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 11:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Born]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Elbers]]></category>
		<category><![CDATA[Elbers]]></category>
		<category><![CDATA[Erwin]]></category>
		<category><![CDATA[Helmut Born]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Erwin]]></category>
		<category><![CDATA[Karin Kortmann]]></category>
		<category><![CDATA[Kortmann]]></category>
		<category><![CDATA[Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Oberbürgermeister]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rainersche-post.de/?p=731</guid>
		<description><![CDATA[Am morgigen Sonntag wird sich die Mehrheit der wenigen D&#252;sseldorfer, die zur Wahl des neuen Oberb&#252;rgermeisters schreiten, f&#252;r den CDU-Kandidaten Dirk Elbers entscheiden. Daran besteht kein Zweifel. Besonders angesichts der Tatsache, dass die SPD-Kandidatin Karin Kortmann einen Anteil von 29 Prozent bei den Umfragen schon als Erfolg feiert. Wobei gesagt werden muss, dass es sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/08/elber_mitleid_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Mitleid mit Dirk Elbers"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/08/elber_mitleid.jpg' alt='elber_mitleid.jpg' /></a>Am morgigen Sonntag wird sich die Mehrheit der wenigen D&#252;sseldorfer, die zur Wahl des neuen Oberb&#252;rgermeisters schreiten, f&#252;r den CDU-Kandidaten Dirk Elbers entscheiden. Daran besteht kein Zweifel. Besonders angesichts der Tatsache, dass die SPD-Kandidatin <a href="http://www.karin-kortmann.de/">Karin Kortmann</a> einen Anteil von 29 Prozent bei den <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/605595/Elbers-in-RP-Umfrage-weiter-vorn.html">Umfragen</a> schon als Erfolg feiert.</p>
<p>Wobei gesagt werden muss, dass es sich um eine Umfrage interessierter Kreise handelt: Die &#228;u&#223;erst CDU-nahe Rheinische Post hat sie in Kooperation mit den inzwischen auch linientreuen Lokalradio- und -fernsehvereinen <a href="http://www.antenneduesseldorf.de/web/themen/standards/blogs/wahlkampf2008/index.php">Antenne D&#252;sseldorf</a> und <a href="http://centertv.tp-pro.de/index.php/rheinsichten/artikel/die_oberbuergermeisterwahl_live_bei_centertv/">center.tv</a> in Auftrag gegeben. Da wusste man schon vorher, was rauskommt.<span id="more-731"></span></p>
<p>Einen ganzen Schlag seri&#246;ser ist da die Berichterstattung der <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2008/08/22/lokd_02.xml;jsessionid=593FD31CD08B4D3A0565E8229D868EF9.mediathek2">Lokalzeit des WDR</a>. Wobei man sich schon fragt, weshalb vorwiegend CDU-Anh&#228;nger gefragt werden, ob sie den Hausmeister Elbers aka Onkel Dirk sympathisch finden. Jedenfalls entlarvt WDR-Mann Rueben den CDU-Kandidaten, indem er ihn einfach sprechen l&#228;sst. Da wird das ganze Elend des Mannes deutlich, dem die Werber den Claim &#8220;Mit Leidenschaft f&#252;r D&#252;sseldorf&#8221; angepappt haben. Das passt auf den Erwin-Nachfolger wie ein Glas <a href="http://www.koelsch-ist-kein-bier.de/">K&#246;lschbier</a> zum D&#252;sseldorfer.<br />
Auch wenn der Kandidat, der in Unterbach wohnt (F&#252;r Nichtd&#252;sseldorfer: Das liegt jenseits von Berg und See au&#223;erhalb der Stadt und z&#228;hlt mehr zu Erkrath&#8230;) dem so genannten &#8220;Arbeitnehmerfl&#252;gel&#8221; der CDU zugerechnet wird, muss er doch den einen Satz aufsagen, der als unwiderlegbares Totschlagargument f&#252;r radikale Wirtschaftsf&#246;rderung dient: &#8220;Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch den Menschen in der Stadt gut.&#8221; Was sich in der &#196;ra des despotischen OB Erwin ja eindeutig als skrupellose L&#252;ge erwiesen hat, ging doch die angeblich steigende Wirtschaftskraft des Standorts nachweisbar mit einer stark anwachsenden <a href="http://www.ik-armut.de/">Verarmung</a> der unterpriviligierten Schichten einher.</p>
<p><strong>Elbers:Weiter wie bisher</strong><br />
Aber, der Herr Elbers will das weiter betreiben, was der neoliberale Joachim Erwin in den mehr als neun Jahren seiner Regierung angerichtet hat. Vor allem: Bauen. Denn damit hat sein Vorg&#228;nger, dessen Schuhe dem Onkel Dirk mindestens drei Nummern zu gro&#223; sind, fortgesetzt und mehrfach gegen den Willen der B&#252;rger sein Ego aufpoliert. Legend&#228;r der Spruch des verstorbenen OB rund um die Bewerbung um die Worldgames als er auf fehlende Sportst&#228;tten angesprochen wurde. &#8220;Dann bauen wir eben noch was.&#8221; Den pharaonischen Bauwahn des Demokratieallergikers (angebliches Zitat Erwin: &#8220;Demokratie ist doch was f&#252;r den Kindergarten.&#8221;) bezahlt der hiesige Steuerzahler in einigen F&#228;llen langj&#228;hrig und teuer. So wird die Arena im Norden der D&#252;sseldorfer Messe in zw&#246;lf bis f&#252;nfzehn Jahren ab ihrer Er&#246;ffnung im September 2004 j&#228;hrlich zwischen acht und zw&#246;lf Millionen Euro Subventionen fressen. Derartiges will nach eigener Aussage der Hausmeister Elbers weiter betreiben.</p>
<p>Vielleicht sagt er das aber auch nur, um die Erwin-Fans unter den W&#228;hlern f&#252;r sich zu gewinnen. Denn eigentlich ist Dirk Elbers, will man seinen &#196;u&#223;erungen im Stadtrat in den vergangenen Jahren deuten, eher ein Skeptiker, was die Bauwut angeht. Ja, der CDU-Kandidat ist ein Bodenst&#228;ndiger. Und deshalb kann er einem schon ein bisschen leid tun. So betrachtet kann man den aktuellen Slogan auch so lesen: &#8220;Mit Leid &#8211; Dirk Elbers.&#8221; Denn man wird ihn am Gro&#223;kotz Erwin messen, und da kann er in keiner Hinsicht mithalten. Auch wenn er im Fortuna-Fanschal ein bisschen unbeholfen wirkt, dass er dem D&#252;sseldorfer Fu&#223;ballverein maximalen Erfolg w&#252;nscht, kann man ihm abnehmen. Ob er daf&#252;r etwas tun wird, ist eher fraglich. Selbst im Kreise von Sch&#252;tzenbr&#252;dern und Karnevalisten macht der Dirk keine wirklich gute Figur. Man muss ihm w&#252;nschen, dass dies an seiner Physiognomie liegt, die irgendwo zwischen Sparkassenkassierer und alterndem Komiker zu verorten ist.</p>
<p>Fazit: F&#252;r Dirk Elbers spricht eigentlich nur eins. Dass er einen deutlich kollegialeren Politikstil pflegt als die Dampframme Erwin und das bereits wenige Tage nach dessen Tod im Stadtrat eindrucksvoll bewiesen hatt. Pro Elbers zu werten ist auch die Annahme, dass er die Stadt wieder auf den Boden der Tatsachen holen k&#246;nnte, also D&#252;sseldorf regieren wird wie eine etwas zu klein geratene Gro&#223;stadt mit sch&#246;nen Seiten.</p>
<p><strong>Kortmann kommt nicht</strong><br />
&#220;ber die Sozen-Kandidatin Karin Kortmann muss nicht viel gesagt werden. Die ist &#8211; im Gegensatz zu Dirk Elbers &#8211; einfach nicht von hier. Immerhin ist sie katholisch &#8211; und zwar richtig mit Aktivit&#228;ten in den einschl&#228;gigen Katholenvereinen. Vielleicht w&#228;re sie w&#228;hlbarer geworden, h&#228;tten ihr diese dusselige <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/wahlwerbers-wahnsinn.php">Werbeagentur</a> nicht eine derartig bescheuerte Kampagne angeh&#228;ngt. Da sind Spr&#252;che im Repertoire, die nicht einmal die SPD-Wahlk&#228;mpfer verstehen.</p>
<p>Leider haben die hiesigen Spezialdemokraten ja auch lokalpolitisch nicht viel zu sagen. Das &#252;bernehmen im Rat der Stadt die Gr&#252;nen, die sich leider sehr fr&#252;hzeitig entschieden haben, die SPD-Kandidatin zu unterst&#252;tzen. H&#228;tte man im Kreise der ehemaligen &#214;ko-Partei mal nachgedacht, w&#228;re klar geworden, dass die Wahl Elbers&#8217; ohnehin nicht zu verhindern gewesen sei, man es also ruhig auf eine Stimmenverteilung auf je eine/n Sozen- und Gr&#252;nen-Kandidat/in h&#228;tte ankommen lassen. Nicht zuletzt um der D&#252;sseldorfer SPD einmal zu demonstrieren, wie schwach sie aufgrund ihrer &#252;ber Jahre gepflegten Unf&#228;higkeit wirklich ist. Wie wenig SPDler im Land an den Sieg eines Sozen geglaubt haben, zeigt sich allein an der Tatsache, dass die prominentesten und erfahrensten Sozialdemokraten, die in Frage gekommen w&#228;re, allesamt gekniffen haben.</p>
<p>Fazit: F&#252;r Karin Kortmann spricht, dass jede Stimme f&#252;r sie eine Stimme weniger f&#252;r Elbers bedeutet, also dazu dient, der CDU ihre Grenzen zu zeigen.</p>
<p><strong>Helmut Born: Interessante Positionen</strong><br />
Dass die Linke einen Erzgewerkschafter aufgestellt hat, kam etwas &#252;berraschend. Man h&#228;tte eher auf einen Altlinken aus den bekannten st&#228;dtischen Kreisen getippt als auf <a href="http://www.helmut-born.de/ueber_helmut_born/ueber_helmut_born/">Helmut Born</a>. Zumal dessen politischer Werdegang ja genug Angriffsfl&#228;chen bietet. Denn wer von 1999 bis 2003 in der PDS war, dann austrat, um 2005 die WASG mitzugr&#252;nden, bei dem ist politisch ja irgendwas schiefgelaufen. Ganz offensichtlich steht mit Born also nicht die Person zur Wahl, sondern die Partei. Und die hat schon seit einigen Jahren eine Reihe interessanter Positionen zu bieten, die bedenkenswerte Alternativen f&#252;r eine b&#252;rgerfreundliche D&#252;sseldorfer Politik bieten.</p>
<p>Neben den &#252;blichen, eher globalen Forderungen nach Sozialem und &#8211; neuerdings &#8211; &#214;kologischem findet sich als Position Nummer Eins die Forderung nach direkter Demokratie (<a href="http://www.omnibus.org/home.html">Joseph Beuys</a> l&#228;sst sp&#228;t gr&#252;&#223;en&#8230;). Angesichts der herben Niederlagen bei B&#252;rgerentscheiden in diesem und vergangenen Jahren ist das ein spannender Punkt. Wobei der Ex-OB Erwin ja selbst erfolgreiche B&#252;rgerentscheide mit winkeladvokatischen Z&#252;gen ausgetrickst hat. Insofern geht es bei der Frage nach Plebisziten weniger um deren H&#228;ufung als um die Verbesserung der Rahmenbedingungen f&#252;r die Initiativen.</p>
<p>Von erheblicher Bedeutung ist die Forderung nach der Entprivatisierung von infrastrukturellen Einrichtungen. Nat&#252;rlich vermeiden Born und die Linken den Begriff &#8220;Vergesellschaftlichung&#8221;, aber was sonst ist gemeint, wenn es hei&#223;t, dass kommunale Dienstleistungen in &#246;ffentlicher Hand bleiben m&#252;ssen? Auch wenn diese Forderung nach Kommunismus riecht, ist sie doch hochaktuell und absolut zukunftstauglich. Immer mehr Kommunen machen die Erfahrung, dass ihnen die Privatisierung von &#214;PNV, Entsorgung, Energieversorgung etc. eine massive Verschlechterung der Servicequalit&#228;t und steigende Preise eingetragen haben, ohne f&#252;r die erw&#252;nschte Entlastung der Haushalte zu sorgen. Eine derartige Position w&#252;rden auch der SPD und den Gr&#252;nen gut zu Gesicht stehen.</p>
<p>Fazit: F&#252;r Born stimmen hei&#223;t, ein Zeichen f&#252;r bestimmte linke Forderungen zu setzen. Mehr nicht.</p>
<p><strong>Die anderen&#8230;</strong><br />
Tats&#228;chlich gibt es noch Republikaner. Eine dieser rechtslastigen Typen namens Kr&#252;ger, der schon seit Jahren regelm&#228;&#223;ig im Stadtrat verhaltensauff&#228;llig wird, tritt auch an. Wo man bei Kr&#252;ger noch wei&#223;, dass rechtes Gedankengut vorliegt, liegt der Fall beim Kandidaten Klaus Kirchner komplizierter, denn auch der muss dem &#228;u&#223;ersten rechten Fl&#252;gel zugerechnet werden &#8211; auch wenn er dies jederzeit abstreiten wird. Kirchner ist Kandidat der Freien W&#228;hler, die in D&#252;sseldorf aus der B&#252;rgerliste des Torsten Lemmer hervorgegangen ist. Lemmer ist eine der fragw&#252;rdigsten Gestalten der Lokalpolitik und bundesweit daf&#252;r bekannt geworden, dass er die Partei Die Grauen erst unterwandert und dann gesprengt hat. Vorher war Lemmer mehr oder weniger offener Neofaschist, der unter anderem ein rechtsradikales Plattenlabel betrieb. Nach eigenen Aussagen ist Lemmer Aussteiger aus der rechten Szene, was ihm aber kaum jemand abnimmt. Kirchner ist nicht mehr als Lemmers Strohmann und also v&#246;llig unw&#228;hlbar. Dass er sich daf&#252;r hergegeben hat, liegt daran, dass er eigentlich gern CDU-Kandidat geworden w&#228;re. Im Streit trat er aus der Partei aus und lie&#223; sich von Lemmer einkaufen.</p>
<p>Wer mag kann seinen Protest gegen diese Wahl dadurch ausdr&#252;cken, dass er den Michael M&#246;ller w&#228;hlt. Der ist Kandidat des Zentrums und vertritt die christlich-konservativen Werte, die er einst als CDUler vertreten wollte, was man ihn aber nicht so tun lassen wollte wie er es gern gehabt h&#228;tte. Wer Wahlen witzig findet, w&#228;hlt die (alt)stadtbekannte Transe Diane Huttner.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/ob-wahl-duesseldorf-empfehlung.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/ob-wahl-duesseldorf-empfehlung.php/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Volk gibt seine Stimme ab</title>
		<link>http://www.rainersche-post.de/deutschland/das-volk-gibt-seine-stimme-ab.php</link>
		<comments>http://www.rainersche-post.de/deutschland/das-volk-gibt-seine-stimme-ab.php#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 11:18:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Beppe Grillo]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbegehren]]></category>
		<category><![CDATA[direkte Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Erwin]]></category>
		<category><![CDATA[Grillo]]></category>
		<category><![CDATA[Gysi]]></category>
		<category><![CDATA[Joachim Erwin]]></category>
		<category><![CDATA[Volksentscheid]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlverweigerung]]></category>
		<category><![CDATA[Wowereit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/erwinista/das-volk-gibt-seine-stimme-ab.php</guid>
		<description><![CDATA[Das Volk gibt bisweilen seine Stimme ab und hat dann nichts mehr zu sagen. Das ist der wahre Zustand der Demokratie in der westlichen Welt und auch in Deutschland. Nicht erst seitdem die Italiener den Herrn Berlusconi wieder zum Machthaber gew&#228;hlt haben, sprechen Politologen deshalb von Postdemokratie. Sie markiert das Ende der Demokratie wie wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/04/direkte_demokratie.thumbnail.jpg' alt='direkte_demokratie.jpg' />Das Volk gibt bisweilen seine Stimme ab und hat dann nichts mehr zu sagen. Das ist der wahre Zustand der Demokratie in der westlichen Welt und auch in Deutschland. Nicht erst seitdem die Italiener den Herrn Berlusconi wieder zum Machthaber gew&#228;hlt haben, sprechen Politologen deshalb von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Postdemokratie">Postdemokratie</a>. Sie markiert das Ende der Demokratie wie wir sie kennen. Die notorisch dumm-faulen Medienmacher verwenden gern das bescheuerte Etikett &#8220;Politikverdrossenheit&#8221;, wenn sie die Wahlm&#252;digkeit der W&#228;hler und deren Unwillen, ihren Willen auszudr&#252;cken, beschreiben wollen. Gern wird dann die grassierende Korruption und die Menschenferne &#8220;der Politiker&#8221; als Begr&#252;ndung herangezogen. Wenn man aber die Leute befragt, die in Staaten leben, in denen Wahlen und Abstimmungen als Mittel der Politik existieren, warum sie nicht mehr w&#228;hlen gehen, dann h&#246;rt man meistens die Antwort: &#8220;&#196;ndert eh nix.&#8221; Diesen Umstand dr&#252;ckt bereits das <a href="http://de.wikiquote.org/wiki/Diskussion:Kurt_Tucholsky">Kurt Tucholsky</a> zugeschriebene Diktum &#8220;Wenn Wahlen etwas &#228;ndern w&#252;rden, w&#228;ren sie l&#228;ngst verboten&#8221; aus. Aber die Gr&#252;nde f&#252;r die Wahlverweigerung liegen m&#246;glicherweise noch woanders.</p>
<p><span id="more-65"></span>Wer das Gl&#252;ck hatte, in den sechziger und siebziger Jahren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Beuys">Joseph Beuys</a> zu begegnen oder gar bei ihm lernen zu d&#252;rfen, wird sich erinnern, dass der Begriff &#8220;Demokratie&#8221; im Zentrum seines Denken und Handelns stand. &#8220;Die Theorie der &#8216;Sozialen Plastik&#8217; besagt, jeder Mensch k&#246;nne durch kreatives Handeln zum Wohl der Gemeinschaft beitragen und dadurch plastizierend auf die Gesellschaft einwirken (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Plastik">Wikipedia</a>)&#8221;. Das war sein Demokratieverst&#228;ndnis, das er eben nicht nur theoretisch definierte, sondern in seiner k&#252;nstlerischen und lehrenden T&#228;tigkeit praktizierte. Schon ab 1967 propagaierte Beuys die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_f%C3%BCr_direkte_Demokratie_durch_Volksabstimmung">direkte Demokratie durch Volksabstimmung</a>. Diese bis heute andauernde Aktion geht von der Tatsache aus, dass jeder Mensch m&#252;ndig und kreativ ist und so an den Bedingungen der Sozialgemeinschaft gestaltend teilnehmen kann. Bereits 1971 er&#246;ffneten Beuys und seine Mitstreiter ein B&#252;ro an der Andreasgasse in der D&#252;sseldorfer Altstadt. Im Schaufenster stand immer ein Wasserglas mit einer roten Rose, und die T&#252;r stand jedermann offen. Eine Dependance existierte w&#228;hrend der Documenta 5 (1972) hundert Tage lang in Kassel. Noch heute tourt der 1987 gestartete <a href="http://www.omnibus.org/47.html">Omnibus f&#252;r Direkte Demokratie</a>, eine direkte Fortsetzung der Beuys&#8217;schen Initiative durch Deutschland. Und immer noch sind die Protagonisten davon &#252;berzeugt, eine echte Demokratie sei nur vorstellbar auf der Basis von Volksabstimmungen.</p>
<p>Nun wurden ja in Deutschland &#8211; vor allem nach dem Vorbild der Schweiz &#8211; auf kommunaler und L&#228;nderebene plebiszit&#228;re Elemente eingef&#252;hrt. Die <a href="http://nrw.mehr-demokratie.de/koeln.html">nordrhein-westf&#228;lische Gemeindeordnung</a> kennt das B&#252;rgerbegehren und den B&#252;rgerentscheid genauso wie die entsprechenden Regelungen in Bayern, Berlin und anderen St&#228;dten und L&#228;ndern. Gedacht sind diese Instrumente der B&#252;rgerbeteiligung vor allem als Korrektiv zu den Entscheidungen der gew&#228;hlten Volksvertreter.</p>
<p>J&#252;ngstes Beispiel ist der Berliner <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,550009,00.html">Volksentscheid zur Zukunft des Flughafens Tempelhof</a>. Es ging um die Frage, ob der traditionelle Airport f&#252;r den Flugverkehr ge&#246;ffnet bleiben soll. Immerhin rund 530.000 Berliner stimmten daf&#252;r, das n&#246;tige Quorum wurde nicht erreicht. Schon vor dem Tag des ersten Volksentscheids in der Geschichte des Bundeslandes Berlin hat der regierende B&#252;rgermeister Wowereit angek&#252;ndigt, ein positives Ergebnis zu ignorieren, das es ohnehin nur einen empfehlenden Charakter habe; &#228;hnlich hatte auch PDS-Gysi argumentiert.<br />
Diese Aussagen von entscheidungsbefugten Politikern sind ein Teil des Lernst&#252;cks. Ein anderer ist die Art und Weise des &#8220;Wahkampfs&#8221;. Die Kampfbl&#228;tter des Springer-Verlags haben &#252;ber Wochen &#8211; zum Teil durch Verbreiten von Unwahrheiten &#8211; f&#252;r ein positives Ergebnis des Volksentscheids Propaganda betrieben. &#220;ber die Motive f&#252;r diesen massiven Eingriff darf man spekulieren; vermutlich ging es aber darum, die Regierung Wowereit zu schw&#228;chen, Neuwahlen herbeizuschreiben und so den rot-roten Senat zu kippen. Schon bei Beuys stand die Frage im Raum, auf Basis welcher Informationen die Menschen in die Lage versetzt werden, durch Abstimmung politische Entscheidung zu treffen. Schon damals wurde &#252;ber die Gefahr von Propaganda diskutiert, die den Abstimmenden Informationen vorenth&#228;lt oder Sachverhalte verf&#228;lscht darstellt. Diese Diskussion m&#252;ndete in eine Debatte um die Unabh&#228;ngigkeit von Medien &#8211; die z.B. in der Bewegung f&#252;r den B&#252;rgerfunk einen praktischen Ausdruck fand.</p>
<p>Heute aber sind immerhin 80 Prozent der deutschen Bev&#246;lkerung in der Lage, sich durch Recherchen im Internet ein detailliertes Bild der Sachverhalte zu machen, &#252;ber die sie abstimmen sollen. Dass die BILD-Zeitung mit ihrer Propaganda nicht mehr erreicht hat als knapp 530.000 Berliner, ist m&#246;glicherweise ein Zeichen daf&#252;r, dass die Menschen nicht mehr so leicht zu betr&#252;gen sind. Wenn dem aber so ist, warum machen immer mehr Menschen von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch? Verantwortlich sind nat&#252;rlich Politiker wie Wowereit oder Gysi oder auch der D&#252;sseldorfer Oberb&#252;rgermeister Erwin, die verlautbaren, dass sie B&#252;rgerentscheide ignorieren werden oder &#8211; im Fall von Joachim Erwin &#8211; &#246;ffentlich sagen, die Tatsache, dass &#252;ber 60.000 W&#228;hler ihren Willen ausgedr&#252;ckt haben, ihn <a href="http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::327826&#038;hxmain_category=::pjsub::opinio::/politik___gesellschaft/deutschland/lokales">kalt lasse</a>. Berufspolitiker dieser Sorte (vermutlich die Mehrheit der gew&#228;hlten Volksvertreter) sind diejenigen, die nicht mehr an die Demokratie glauben. Die also der Auffassung sind &#8211; und das hat der D&#252;sseldorfer OB mehr als einmal ge&#228;u&#223;ert -, die B&#252;rger seien gar nicht in der Lage und qualifiziert, komplexe Entscheidungen zu treffen.</p>
<p>Das Best&#252;rzende an dieser Meinung ist, dass gro&#223;e Teil der Bev&#246;lkerung selbst dieser Ansicht sind. Oft h&#246;rt man W&#228;hler sagen, das sei alles viel zu kompliziert, und man habe nicht die Zeit, sich ausreichend mit der in Frage stehenden Materie zu befassen. Das ist in manchen F&#228;llen sicher auch so, aber die Demokratieallergiker vom Schlage eines Joachim Erwin setzen bewusst auf diese Karte, indem sie bewusst und systematisch die Tatsachen, die einer Entscheidung zugrund liegen, verschleiern und den Zugang zu Informationen verschlechtern. Warum handeln viele Politiker inzwischen so? Weil sie &#8211; abseits aller psychopathologischen Eeffekte, die individuell fast immer zu diagnostizieren sind &#8211; der festen &#220;berzeugung sind, sie w&#252;ssten besser, was f&#252;r das Volk gut ist.</p>
<p>Leider teilen weite Kreise der Bev&#246;lkerung, insbesondere die so genannten Eliten, diese Auffassung. Sie nehmen die Mehrheit der Bev&#246;lkerung als dumpfe, verbl&#246;dete Masse wahr, die man im Sinne r&#246;mischer Imperatoren mit Brot (Konsum) und Spielen (Entertainment) bei Laune halten kann, aber aus den politischen Entscheidungen heraushalten muss. Gerade in Kreisen von Medienmachern gilt der B&#252;rger als St&#246;rfaktor im System der pragmatischen Entscheidungen. Ein hier zu seinem Schutz nicht zu nennender Journalist, der regelm&#228;&#223;ig die politische Lage kommentiert, sagte einmal im pers&#246;nlichen Gespr&#228;ch: &#8220;W&#252;rde man die W&#228;hler befragen, wor&#252;ber abgestimmt werden solle, dann w&#252;rden 99 Prozent sagen &#8216;&#252;ber die Abschaffung von Steuern&#8217;&#8221;.</p>
<p>Tats&#228;chlich ist das Unwissen &#252;ber politische und wirtschaftliche Zusammenh&#228;ngen bei der Mehrheit erschreckens schwach ausgepr&#228;gt. Dies muss aber als Folge einer jahrzehntelangen Verdummung betrachtet werden und die Tatsache, dass man den Menschen mit immer mehr Entscheidungen belastet, die allein seiner individuellen Lebensgestaltung dienen. Der Kapitalismus, haben Marx und Engels gesagt, l&#246;st alle Beziehungen auf. Wir leben in einem Stadium des Kapitalismus, in dem die Aufl&#246;sung so weit fortgeschrittenn ist, dass sich jedes Individuum vorwiegend als Einzelk&#228;mpfer versteht, dass f&#252;r sich selbst sorgen muss. Da bleibt wenig Platz f&#252;r die Besch&#228;ftigung mit Aufgaben, die das Gemeinwesen betreffen. Und das ist so gewollt.</p>
<p>Wenn man aber den entgrenzten Individualismus zugrunde legt, dann erscheint die Frage, ob es noch sinnvoll ist, an Wahlen und B&#252;rger- bzw. Volksentscheiden teilzunehmen, in einem anderen Licht. Dann ist n&#228;mlich die indviduelle Entscheidung, nicht mehr zu w&#228;hlen, eine symbolische Tat im Sinne des Boykotts. In diesem Sinne argumentiert der italienische Schauspieler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Beppe_Grillo">Beppe Grillo</a>, der ja hierzulande von dumm-faulen Journalisten gern als Komiker etikettiert wird, der Wahlverweigerung propagiert. <a href="http://www.beppegrillo.it/english.php">Sein Blog</a> z&#228;hlt zu den zehn weltweit am meisten besuchten Weblogs, und er ist Initiator des <a href="http://www.welt.de/politik/article1897456/Ich_bin_stolz_darauf_nicht_zu_waehlen.html">V-Day</a> (Vaffanculo-Tag = Leck-mich-am-Arsch-Tag). Tats&#228;chlich wird er nicht m&#252;de zu erkl&#228;ren, dass jeder Wahlgang nur dazu beitr&#228;gt, das korrupte System zu stabilisieren. Aber: Er beschreibt auch die Alternativen, und die bestehen aus B&#252;rgerinitiativen, die den &#246;ffentlichen Organen Aufgaben einfach aus der Hand nehmen.</p>
<p>Im Gegensatz zur hiesigen B&#252;rgerinitiativbewegung, die im politischen Bereich vorwiegend als Bittsteller auftritt und Politiker zu Entscheidungen bewegen wollen, nehmen die Initiativen im Grillo&#8217;schen Sinn die Dinge in die Hand. Wo beispielsweise die Camorra eine Buslinie verhindert, da werden B&#252;rgertaxis eingesetzt. Pl&#228;tze, die nicht bebaut werden sollen, werden kurzerhand in Parks verwandelt. Sollte das funktionieren, entst&#252;nde eine Demokratie der Tat, und den aktiven B&#252;rgern k&#246;nnte der Staat zunehmend am Arsch vorbeigehen.<br />
Grillo argumentiert auch so, dass jeder Prozentpunkt weniger Wahlbeteiligung die Legimitation der Politiker schw&#228;cht &#8211; und zwar nicht nur gegen&#252;ber den B&#252;rgern, sondern auch gegen&#252;ber den Organen der Wirtschaft. Und das w&#252;rde die Macht der so genannten Volksvertreter nachhaltig schw&#228;chen und den Platz schaffen f&#252;r plebiszit&#228;re Elemente, die von diesen Politikern nicht mehr einfach ignoriert werden k&#246;nnen. In diesem Sinne k&#246;nnte bewusste Wahlverweigerung und auch das Ung&#252;ltigmachen von Stimmzetteln zur politischen Beteiligung werden.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/deutschland/das-volk-gibt-seine-stimme-ab.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.rainersche-post.de/deutschland/das-volk-gibt-seine-stimme-ab.php/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

