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	<title>Rainer&#039;sche Post &#187; Fortuna</title>
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	<description>Düsseldorf - RestDerWelt - Kultuur - Spocht</description>
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		<title>Mein Fortuna-Aufstiegswochenende</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 16:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich beginnt die Geschichte schon im vergangenen Oktober. Meinem Bruder habe ich zu seinem sechzigsten Geburtstag das gro&#223;e Fortuna-Aufstiegspaket geschenkt, bestehend aus Eintrittskarte f&#252;r die Support-Area beim letzten Spiel der Saison, Tickets f&#252;r die Saisonabschlussparty und der &#220;bernachtung von Samstag auf Sonntag. Nat&#252;rlich konnte ich nicht ahnen, dass genau dieser Samstag, der 23.05.2009, die Entscheidung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/05/f95_rathaus.jpg" alt="f95_rathaus" title="f95_rathaus" width="220" height="165" class="alignnone size-full wp-image-3296" />Eigentlich beginnt die Geschichte schon im vergangenen Oktober. Meinem Bruder habe ich zu seinem sechzigsten Geburtstag das gro&#223;e Fortuna-Aufstiegspaket geschenkt, bestehend aus Eintrittskarte f&#252;r die Support-Area beim letzten Spiel der Saison, Tickets f&#252;r die Saisonabschlussparty und der &#220;bernachtung von Samstag auf Sonntag. Nat&#252;rlich konnte ich nicht ahnen, dass genau dieser Samstag, der 23.05.2009, die Entscheidung bringen w&#252;rde, und schon gar nicht, dass wir an diesem Tag den Aufstieg feiern w&#252;rden.<span id="more-3293"></span><br />
Nach einer Woche mit wilden Gedanken, mangelnder Konzentration und schlechtem Schlaf wachte ich am Samstag gegen sieben auf. Mein Gast sollte gegen 10:00 eintreffen. Ich dachte an Fortuna und ging ne Runde mit dem Hund. Nach der R&#252;ckkehr klingelte es, und mein Bruder war da. Wir tranken noch einen Kaffee und redeten &#252;ber Fortuna. Nat&#252;rlich ist er D&#252;sseldorfer wie ich, musste aber lange Jahre in Hannover wohnen und vegetiert jetzt fernab der Zivilsation im westerw&#228;ldischen Hinterwald dahin. Schon vor drei Jahren hatte ich ihn mal zu einem Fortuna-Spiel gelotst &#8211; es ging vor um die 25.000 Leute gegen den FC St.Pauli, und mein Bruder war ganz beeindruckt. Aber nicht beeindruckt genug. Das sollte sich an diesem Tag &#228;ndern.</p>
<p><strong>Die Anreise</strong><br />
Nun sind wir ja schon alte S&#228;cke. Und ich hatte in weiser Voraussicht geplant, so fr&#252;h in der Arena zu sein, dass wir uns Pl&#228;tze an der Treppe sichern k&#246;nnten. Also im Block 41 direkt neben dem Eingang. So reisten wir mit der 701 gegen viertel nach zehn ab. An der Steinstra&#223;e wollten wir umsteigen, aber ich verfehlte den richtigen Zugang (ich dachte n&#228;mlich an Fortuna und redete dar&#252;ber). Schlie&#223;lich gelang es uns, den korrekten Bahnsteig zu erreichen. Eine knallvolle U-Bahn lief ein, aber knallgef&#252;llt war sie nicht mit F95-Fans, sondern den Teilnehmern des Europ&#228;ischen Jugendtags der Neuapostolischen Kirche. Die hatten am Vorabend einen Gottesdienst mit &#252;ber 30.000 Teilnehmern in der Arena gefeiert und wollten anden weiteren Veranstaltungen in den Messehallen teilnehmen.<br />
Wir kamen mit einer Frau mittleren Alters und einigen Jugendlichen ins Gespr&#228;ch. Ich bekannte, Atheist zu sein, aber das machte denen nichts aus. Im Gegenteil: Nachdem ich die fortunistische Situation erkl&#228;rt hatte, versprach die Neuapostolin, f&#252;r die Fortuna zu beten. Da es geholfe hat, muss ich meine unchristliche Position jetzt wohl &#252;berdenken.</p>
<p><strong>Die Ankunft</strong><br />
Wir waren nun also rund zweieinhalb Stunden vor Spielbeginn auf der Terrasse vor den S&#252;deing&#228;ngen. Die Sonne schien, die wenigen Leute dort waren freudig erregt. Ich traf ein paar mir bekannte Nase, unter anderem Marcel und Volker. Ex-Aufsichratsvorsitzender Reinhold Ernst lief mit zwei Kindern auf dem Arm im Trikot umher. Langsam bildeten sich Schlangen vor den Einl&#228;ssen, und wir stellten uns dann doch an. Wie gesagt: Zwei Stunden vor dem Anpfiff.<br />
Mit jedem Zug, der ankam, mehrte sich das anstehende Volk. Dann begannen die Ges&#228;nge. &#8220;Dritte Liga war sch&#246;n &#8211; Zeit f&#252;r uns zu gehn&#8221; hie&#223; einer Hits, &#8220;Die Fortuna ist mein Verein&#8230;&#8221; der andere. Es wurde wechselhaft gesungen (&#8220;Fooortuna! &#8211; D&#252;&#252;&#252;&#252;selsdorf!&#8221;) und geh&#252;pft, dass das Plateau bebte. Dann begannen die gelben M&#228;nnchen an den Toren zu leben, Leute abzutasten und durchzulassen.</p>
<p>Wir st&#252;rmten hinein, gingen schnurstracks zum Eingang des 41er und reservierten die gew&#252;nschten Pl&#228;tze. Ein erstes Bier half die aufkommende Nervosit&#228;t zu bek&#228;mpfen.</p>
<p><strong>Das Vorspiel</strong><br />
Im 42er trafen Ultras die &#252;blichen Vorbereitungen, weitere Bekannte waren zu begr&#252;&#223;en. Man hatte rote und wei&#223;e Luftballons abgelegt, die beim Auflauf geschwenkt werden sollten. In Nullkommanix war der Unterrang der S&#252;dtrib&#252;ne voll. Das war anderthalb Stunden vor Spielbeginn. Dann wurde es eng, denn gef&#252;hlte 50 Prozent mehr Leute als reinpassen, enterten auf die eine oder andere Art die Support-Area. Das alles halbwegs diszipliniert und friedlich.<br />
Wann hat man je eine fast vollst&#228;ndig in Rot und Wei&#223; gefleckte Haupttrib&#252;ne gesehen? Oder einen vollen Oberrang auf der Nord? Mit jeder Minute ver&#228;nderte sich das Bild, und es wurde dem, was man als Arenag&#228;nger gewohnt ist, immer un&#228;hnlicher. Uns war klar: Nicht nur wegen der ausverkauften H&#252;tte w&#252;rden uns diese Bilder im Hirn stecken bleiben, nein, vermutlich w&#252;rden wir &#196;hnliches erst wieder beim Aufstieg in die Erste Bundesliga sehen &#8230; hoffentlich noch zu Lebzeiten.</p>
<p><strong>Der Einlauf</strong><br />
Schon beim Warmmachen wurden die Jungs frenetisch gefeiert. Alle wichtigen Lieder und Sprechch&#246;re erklangen. Br&#252;llte die Kurve was, h&#246;rten wir nicht nur das Echo, sondern die ebenfalls br&#252;llende Nordtrib&#252;ne, die Stadtsparkassentrib&#252;ne und gro&#223;e Teile der Haupttrib&#252;ne. Dann die Mannschaftsaufstellungen. Wie mag man sich f&#252;hlen, wenn 50.000 freundliche Menschen den eigenen Nachnamen schreien, dass sich die Sitzschalen biegen?<br />
Dann kam Schiriin Bibi mit den Herren auf den Platz. &#220;berall diverseste Choreografien: die dunkelroten F&#228;hnchen von UD, die rot-wei&#223;en Luftballons der Hypers und die 1.000 Fahnen der Difo-Aktion. Dazu Abertausende Schals, M&#252;tzen, rot-wei&#223;-karierte Topflappen, K&#252;chent&#252;cher, Papiertaschent&#252;cher, T-Shirt und Dessous. Ein Meer aus Wei&#223; und Rot, mit ein bisschen fortunistischem Schwarz getupft.</p>
<p>Mein Bruder ohne nachzudenken: &#8220;Und was wenn&#8217;s nicht klappt?&#8221; Die s&#252;&#223;e junge Frau mit dem Karottenkopp vor uns dreht sich mit aufgerissenen Augen um, starrt ihn an und meint: &#8220;Wie kann man das aussprechen?&#8221; Klaus kommt vorbei und k&#252;sst mich mit seinem kratzigen Bart. Der Mattn und Frédéric videografieren, und auch ich mache eine Aussage.</p>
<p><strong>Das Spiel</strong><br />
Ansto&#223;, Vorsto&#223; &#8230; Torchance!!! Nach wenigen Sekunden toben die Massen. Fortuna geht ab wie Z&#228;pfchen. Eine Minute sp&#228;ter: die n&#228;chste Riesengelegenheit, die erste H&#252;tte zu machen. Wenn das so weiter geht. Tut es aber nicht, denn die Ballkinder der gr&#252;n-wei&#223;en Fischk&#246;ppe haben das Kicken auch nicht bei den Nonnen gelernt. Eher im Gegenteil. Die U23 von Werder setzt sich aus ausgesprochen ballgewandten und -sicheren Kickern zu sammen, die blo&#223; immer ein bisschen zu sch&#246;n spielen. Die Teams agieren auf Augenh&#246;he.<br />
Dann kriegt Marco Christ auf rechts die Pille unter dem strahlend blauen Fr&#252;hsommerhimmel. L&#228;uft und zieht nach innen. Erreicht eine Position etwa drei Meter vom Strafraumeck entfernt und &#8230; flankt. Der Ball hebt von seinem Spann ab, bewegt sich Richtung Oberran, &#252;berlegt es sich anders, leugnet die Gesetzt der Physik und senkt sich hinter dem Fischkopp-Keeper ins Netz. Ja, das ist ein Tor. Bevor die Menge abgeht, herrscht ein paar Zehntel gespenstische Ruhe. Aber dann sind sich alle sicher: Fortuna hat das 1:0 erzielt. Und das w&#252;rde f&#252;r den direkten Aufstieg reichen &#8211; ganz gleich, was die dumpfen Paddelbirnen und die sinnlosen Vorst&#228;dter aus M&#252;nchen machen.</p>
<p>Was losbricht kann man Jubel nicht mehr nennen. Es ist Ekstase. Die Luft &#252;ber dem 41er ist voller Bier, es regnet Gl&#252;ck. Es schreit, es klatscht, es liegt sich in den Armen. Ist das der Anfang?<br />
Bis zum Halbzeitpfiff der sch&#246;nen Bibi, die das Spiel ann&#228;hernd perfekt leitet, wogt es hin und her, wobei so richtige Chancen auf beiden Seiten eher selten sind. Dann schrillt&#8217;s, und wir alten S&#228;cke lassen uns in die Sitzschalen fallen. Es ist so sch&#246;n und so anstregend.</p>
<p>Die zweite Spielh&#228;lfte ist merkw&#252;rdig. Unse Jungs sind scheinbar fix und fertig. Es gelingt zun&#228;chst wenig. Die Werderaner spielen einen gef&#228;lligen Ball und kommen dauernd in unsere H&#228;lfte. Aber schie&#223;en oder flanken tun sie selten und wenn, dann ziemlich schlecht. So geht das bis zur siebzigsten Minute. Die Fortunesen auf dem Platz geben nochmal Gas, und die 50.095 Heimfans, die auch ein bisschen nachgelassen haben, tun&#8217;s ihnen nach. Pl&#246;tzlich kommte die M&#228;nner mit dem F95-Wappen &#252;ber dem Herzen wieder an den gegnerischen Strafraum. Aber eine echte Chance entsteht nicht.<br />
Und noch einmal &#228;ndert sich das Spiel. Vermutlich haben die K&#252;stenbubis mitgekriegt, dass ihnen der Abstieg nicht mehr droht. Jedenfalls beschr&#228;nken sie sich zunehmend darauf, sch&#246;n zu spielen und niemandem wehzutun. Vielleicht, denke ich, wollen die uns einfach nicht diese bombastische Massenparty kaputt machen. Wahrscheinlich h&#228;tten sie&#8217;s gekonnt, wenn sie&#8217;s wirklich gewollt h&#228;tten.</p>
<p>Die Uhr steht bei 90. Wie lange wird die s&#252;&#223;e Bibi uns qu&#228;len. Ballgestocher an der Werder-Eckfahne. Jovanovic besch&#246;rt die Schiriin mit gefalteten H&#228;nden, sie m&#246;ge abpfeifen. Es ist 15:16. Bibi steht am Mittelkreis. Ein Bremer schl&#228;gt den Ball nach vorn. Die nieders&#228;chsische Polizistin f&#252;hrt die Pfeife an die wunderbaren Lippen und pustet hinein. Aus! Aus! Aus! Fortuna ist aufgestiegen! Halten Sie mich f&#252;r verr&#252;ckt, halten Sie mich f&#252;r &#252;bergeschnappt&#8230;</p>
<p><strong>Der Platzsturm</strong><br />
Der Sturm bricht los. Das ganze Spiel &#252;ber standen die Leute auf der Treppe. Jetzt springen die ersten &#252;ber die Br&#252;stung. Die Tore werden ge&#246;ffnet. Fortunisti st&#252;rmen auf den Platz. Von hinten dr&#228;ngen die Wilden. Neben uns kugeln die Menschen &#252;bereinander. Eine Frau f&#228;llt in unsere Sitzreihe. Mein Bruder hilft ihr hoch. Ein Bekloppter will &#252;ber die St&#252;hle zwischen uns. Der Wahnsinn hat Methode, und in Sekunden ist das Spielfeld<br />
voller Fans.<br />
Es werden sp&#228;ter wohl zwanzig-, drei&#223;igtausend sein, die den Innenraum f&#252;hlen. Kein St&#252;ck Rasen ist zu sehen, nur Leute, die mit dem Taschenmesser Grasst&#252;cke ausgraben. In der Mitte werden Bengalos gez&#252;ndet. Man schreit, man l&#228;uft durcheinander, und immer noch versuchen Fans den heiligen Grund zu erreichen.<br />
Die Spieler! Wo sind die Spieler? Die sind gefl&#252;chtet und tauchen wenig sp&#228;ter auf dem Balkon einer Loge auf. Ob das die Fans auf dem Platz &#252;berhaupt merken?</p>
<p><strong>Das Gef&#252;hl</strong><br />
Wir brechen etwa zwanzig Minuten nach dem Schlusspfiff auf. Das ist alles zuviel f&#252;r zwei alte S&#228;cke. Mit dem Taxi geht&#8217;s nach Hause zu Kaffee, Altbier und Bundesliga. Ich wei&#223; eigentlich nicht, was genau jetzt ist. Gut, &#8220;wir&#8221; sind aufgestiegen, aber was kommt jetzt? Mir ist gar nicht nach w&#252;ster Party oder Alkoholmissbrauch. Eher nach Verarbeitung &#8211; von zehn Jahren Fortuna-Gucken auf Viert- und Drittligapl&#228;tzen, von uns&#228;glichen Gurkenspielen, von unf&#228;higen Managern und Trainern, von Frust nach vergeigten Spielen und von der ewigen Hoffnung, die sich nun erf&#252;llt hat.</p>
<p>Der Fernseher sagt, dass VW-Burg Meister ist. So what. Die haben nicht mal nen Balkon. Die Schei&#223;bayern sind noch Zweiter geworden. Who cares? Cottbus hat sich in die Reli gerettet. Aach was? Die ostholl&#228;ndische Borussia ist nicht abgestiegen. Schei&#223;e! Und den Statistikvorlesern geht einer nach dem anderen ab, von wegen der Emotzjohnen. In Wolfsburg dr&#252;cken sich paar Hundert Zwangsfans auf dem Rasen, und der Reporter findet die enthusiastisch. Hey, was heute in D&#252;sseldorf in der Arena abgegangen ist, das war gro&#223;, das war echt, das w&#252;rdet ihr Syntheseclowns nie verstehen!</p>
<p><strong>Der Abend</strong><br />
Wir gehen zur Pfefferm&#252;hle und pfeifen uns Gyros ein. Leute in Rot-Wei&#223;-Klamotten kommen vorbei. Die sehen alle so m&#252;de aus. Mit dem Taxi zum Stahlwerk. Im Biergarten sitzen sie und sehen m&#252;de aus, ersch&#246;pft, zufrieden, aber fix und fertig. Langeneke und Sieger laufen auf. Zwei Dutzend Anwesende bem&#252;hen sich hin, um die Jungs zu feiern. Vielleicht t&#228;usche ich mich, aber die Luft roch nach Ratlosigkeit. Entsprechend die Gespr&#228;che an den Biertischen: Ob wir in der Zweiten Liga mithalten k&#246;nnen?</p>
<p>Dann geht nochmal ein Ruck durch die Gemeinde. Die Mannschaft ist da! Sie thront auf der Empore in der gro&#223;en Halle. Das Volks str&#252;mt rein und huldigt. Die Jungs oben stimmen Ges&#228;nge an, wir machen mit. Wieder diese Euphorie, diese Freude. Cebe will die Humba machen. &#8220;Gib mir ein&#8230;&#8221; beginnt er, aber da kommt nur noch ein Kr&#228;chzlaut. Irgendwie klappt&#8217;s, und an der Stelle &#8220;Wir hassen K&#246;ln und RWE!&#8221; bebt der Saal im Fundament. Irgendwer stimmt &#8220;Cologne, Cologne, die Schei&#223;e vom Dom&#8221; an. Auch &#8220;Schi&#223;-Wuppertal&#8221; kommt aus einem Spielermund. Dann die Hits der Saison, und der gute Stefan Sieger l&#228;sst sich mit einem selbst angestimmten &#8220;So sehn Sieger aus, scha-lala-lala&#8221; feiern.<br />
Ich falle Opa in den Arm. Der gesteht, er habe oben in der Musikkabe der Arena Tr&#228;nchen vergossen. Sigi sei schuld, die habe ihn angesteckt. Ja, nee, iss klar. Pyro kriegt einen dicken Bearhug von mir. Peter Rueben l&#228;sst sich nicht knuddeln. Der ist schon geschminkt, weil die Aktuelle Stunde gleich live berichten wird. Das tut sie auch, und wir machen den Hintergrundchor.</p>
<p>Dann sitzen mein Bruder und ich im Biergarten. In der Halle tobt die Musik. Drau&#223;en regnet es sanft, und wir suchen einen beschirmten Platz. Wir reden nicht &#252;ber Fortuna, jedenfalls kaum. Wir f&#252;hren Gespr&#228;che, die lange &#252;berf&#228;llig waren unter Br&#252;dern. Danke f&#252;r diese Gelegenheit, Fortuna.</p>
<p><strong>Der Sonntag</strong><br />
Wir fr&#252;hst&#252;cken zusammen. Langsam wird klar, was da am Vortag geschehen ist. Wir planen gemeinsame Ausw&#228;rtsfahrten. Nach Koblenz, meint mein Bruder, denn das ist sch&#246;n nah f&#252;r ihn. Nix da, kontere ich, M&#252;nchen, N&#252;rnberg, Hamburg sind dran. Wir einigen uns darauf, dass wir das alles erst in vollem Umfang verstehen und entscheiden werden, wenn der Spielplan f&#252;r die Saison 2009/10 der zweiten Liga vorliegt.</p>
<p>Dann reist er ab, und ich mache mich auf den Weg zum Rathaus. Die Informationen zu den Feierlichkeiten waren verwirrend. 13:00 solle es losghen, hie&#223; es. Auf dem Burgplatz, sagte man. Ne, ne, die Mannschaft wird so gegen halb zw&#246;lf auf dem Rathausbalkon erscheinen. Gut dass ich so fr&#252;h losgegangen bin, denn tats&#228;chlich ist gegen 11:00 der Platz schon voll. Ich treffe Bernd und Niko. Alle sehen ziemlich kaputt aus.<br />
Dann h&#246;rt man Stimmen vom Balkon. Und dann kommen die Spieler, immer zu zwei. Und wieder sind sie es, die den Gesang anstimmen. Auch hier wieder die beliebten Schm&#228;hlieder gegen den &#196;ff-Zeh (die kriegen wir in der &#252;bern&#228;chsten Saison, versprochen!), den RWE und den WSV.<br />
Dann hei&#223;t es &#8220;Hinsetzen! Hinsetzen!&#8221; Jemand singt oben vor. Es ist dieser Song, bei dem die erste Strophe (&#8220;Fortuna D&#252;sseldorf, schalalalalalaaa&#8221;) in Zimmerlautst&#228;rke gesungen wird, f&#252;r die zweite Strophe (gleicher Text) springen alle auf und geben volles Rohr. 9.000 Fortunesen auf dem Rathausplatz sitzen oder hocken, singen und springen auf.<br />
Erst da schie&#223;en mir Tr&#228;nen in die Augen. Ja, ich f&#252;hle Liebe in mir und Gl&#252;ck, die Dankbarkeit, D&#252;sseldorfer sein d&#252;rfen, in der sch&#246;nsten Stadt am Rhein leben zu d&#252;rfen und Anh&#228;nger dieses wunderbarenb Fu&#223;ballvereins mit diesem so extrem zutreffenden Namen sein zu d&#252;rfen. Ich bin ein Emotionsb&#252;ndel und schleiche mich davon.</p>
<p>Rund um den H&#228;userblock stehen Polizeitransporter, Dutzende Ninja Turtles in vollster Kriegsmontur lungern herum. Von den Vorf&#228;llen in der Nacht wei&#223; ich noch nichts. &#220;brigens: Um 13:00 wanderte die Versammlung dann r&#252;ber zum Burgplatz, wo ein Programm angeboten werden sollte. Da war ich l&#228;ngst zuhause.</p>
<p><strong>Und jetzt?</strong><br />
Inzwischen finde ich langsam den &#220;bergang in den Alltag. Aber die Bilder und die T&#246;ne dieser zwei Tage, die schwirren immer noch durch meinen sensorischen Apparat. Wird wohl ne Weile dauern&#8230;</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.208) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/fortuna/mein-fortuna-aufstiegswochenende.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Braunschwein vs F95 5:5</title>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 15:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja, ich war beim Spiel. Allerdings nicht im Stadion an der Hamburger Stra&#223;e, sondern im lieben alten Paul-Janes-Stadion am Flinger Broich zu D&#252;sseldorf. Dort trat die Zwote der glorreichen Fortuna gegen einen Club namens G&#252;tersloh 2000 an. Mit dieser omin&#246;sen Zahl hat man vor der Jahrtausendwende vorwiegend Spielhallen und Waschsalons versehen, jetzt also auch einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/05/braunschweig_f95_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Gut dass man mit dem Handy Radio h&#246;ren kann - z.B. Olli Bendt in Braunschweig"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/05/braunschweig_f95.jpg" alt="braunschweig_f95" /></a>Ja, ich war beim Spiel. Allerdings nicht im Stadion an der Hamburger Stra&#223;e, sondern im lieben alten Paul-Janes-Stadion am Flinger Broich zu D&#252;sseldorf. Dort trat die Zwote der glorreichen Fortuna gegen einen Club namens G&#252;tersloh 2000 an. Mit dieser omin&#246;sen Zahl hat man vor der Jahrtausendwende vorwiegend Spielhallen und Waschsalons versehen, jetzt also auch einen Fu&#223;ballverein. Na ja&#8230; Ich lief zeitig ein, weil ich im Kreise der Zwote-Fans die &#220;bertragung von der Begegnung der Fortuna in Braunschweig mit der dortigen Eintracht verfolgen wurde. Keiner ahnte, welcher Krimi sich ergeben w&#252;rde.<span id="more-3134"></span></p>
<p>Jedenfalls: Als ich mein Fahrrad (Stevie the Bike) am Zaun anschnallte, roch ich den frischen Rasen des Fu&#223;ballplatzes, und mir wurde wunderlich ums Herz. Dann ging ich r&#252;ber ins Vereinsheim, das jetzt Bar95 hei&#223;t und nicht nur mit der sonnigen Terrasse einen prima Treffpunkt f&#252;r poseteff bekloppte Fortunesen abgibt. Nat&#252;rlich hatte einer schon den Knopf im Ohr, um mit dem Handy radioh&#246;rend das Spiel in Braunschweig zu verfolgen. Kaum hatte die Uhr zwei geschlagen, hie&#223; es: 1:0 f&#252;r die Eintracht. Mit dem typisch fortunistischem Optimismus wurde damit der Aufstieg f&#252;r abgehakt erkl&#228;rt. Dann der Schrei: &#8220;Ausgleich! Elfmeter f&#252;r uns!&#8221; Da waren gerade mal zehn Minuten absolviert, und im Paul-Janes-Stadion lief sich noch niemand warm. Pl&#246;tzlich: &#8220;2:1!&#8221; &#8211; &#8220;F&#252;r wen?&#8221; &#8211; &#8220;F&#252;r uns!&#8221; Man jubelte am Tisch auf der Terrasse, und dann kamen auch schon zwei Damen aus der Bar mit dem Auftrag uns zu informieren. Wir wussten aber schon.<br />
Man bewegte sich in Richtung Haupttrib&#252;ne. &#8220;Elfmeter f&#252;r Braunschweig&#8221;, rief jemand. &#8220;Melka hat gehalten&#8221;, der n&#228;chste. Unruhe rund um Bier- und Bratwurststand. Die Uhr meinte, es m&#252;sste gleich Halbzeit sein. Ich nahm ein Beruhigungsbier, obwohl ich sonst nachmittags und bei strahlender Sonne keinen Alkohol trinke. &#8220;Wieder Elfer f&#252;r die anderen!&#8221; &#8211; &#8220;Melka hat wieder gehalten.&#8221; Da stand es also zur Halbzeit 2:1 f&#252;r die Tuna und der bekannt elferfreudige Schiri Siebert hatte schon dreimal auf den Punkt gezeigt.</p>
<p>Die Gemeinde versammelt sich auf der Haupttrib&#252;ne. Alle drei Meter hat einer einen Knopf im Ohr. Um 15 Uhr pfeift der Schiedsrichterdarsteller die Partie der Zwoten an. Dann ein St&#246;hnen: Noch ein Strafsto&#223; f&#252;r Braunschweig, und dieses Mal ist er drin. Also Ausgleich. Kaum hat sich das St&#246;hnen verzogen, hallt ein Torschrei durchs (Achtung: Spochtrepochtersprech!) weite Rund. Und dass obwohl unsere Zwote noch an der G&#252;tersloher Abwehr herumhantiert. Lumpi hat zur erneuten F&#252;hrung eingenetzt. Das war, so lese ich im Kicker-Spielbericht, die 51. Minute. Man h&#228;ngt in kleinen Trauben rund um die Handyinhaber, deren Ger&#228;te auch Llaut k&#246;nnen (siehe Foto). Tor f&#252;r Braunschweig. Ausgleich in der 52. Minute. Die Witze verstummen, die Sache wird ernst. Aufschrei! 4:3 f&#252;r Fortuna durch Costa in Minute Nummer 54!</p>
<p>Da hatte Behlau f&#252;r die Zwote schon das 1:0 gegen die 2000er gemacht. Man hatte sich gefreut, aber kaum einer konnte sich so recht konzentrieren. Selbst die v&#246;llig bescheuerten Entscheidungen des Mannes mit der Pfeife l&#246;sten wenig Emotionen aus. Denn gegen 15:18 war den Branuschweinchen schon wieder der Ausgleich gelungen. Die Nerven lagen blank. &#220;berhaupt war Nervosit&#228;t das Thema der Stunde. &#8220;Ja,&#8221; sagte einer, &#8220;die Fortuna ist wieder nerv&#246;s.&#8221; &#8211; &#8220;Die anderen auch&#8221;, gab jemand zur&#252;ck. &#8211; &#8220;Klar, aber Fortuna ist chronisch nerv&#246;s, die anderen nur akut.&#8221;</p>
<p>Dann gab&#8217;s nichts Neues aus Braunschweig. Die Zwote-Jungs versemmelten Chancen gegen die verwirrten G&#252;terslohis, und eigentlich w&#252;nschten alle das Ende der Partie in Braunschweig herbei, um sich endlich am realen Spiel am Flinger Broich erfreuen zu k&#246;nnen. Da waren auf dem anderen Platz nur noch wenige Minute zu spielen. Kollektiver Jubel: Christ hatte in der 85. mit einem direkt verwandelten Freisto&#223; die erneute F&#252;hrung besorgt. Was sollte da noch schiefgehen? Und dann kam es zum Bayern-ManU-Effekt. Die allerletzte Gelegenheit f&#252;r die Eintracht. Ecke &#8211; Tor. Ausgleich. Ende. Fortuna hatte einen Punkt geholt und zwei im Kampf um den Abstieg verloren. 5:5 stand es. Zehn Tore waren gefallen, vier Elfmeter gepfiffen worden. Das wirkte nach.</p>
<p>Goran hatte die Jungs in der Kabine ob ihrer (Fahr)L&#228;ssigkeit laut zusammengefaltet. Aber die Spieler verstanden das falsch und gaben den Ostwestfalen mehr Raum. Irgendwann stie&#223; einer von denen die Fu&#223;spitze in den Rasen, hob ab, und der Komiker mit dem blauen Hemd pfiff Strafsto&#223; f&#252;r den FCG. Leider haute einer von den das Ding auch rein. Es war aber nicht der Spieler mit der grauen B&#252;rstenfrisur, der aussah wie ein Schauspieler (Nein, nicht wie George Clooney, auch nicht wie Richard Gere). Da hatte sich herumgesprochen, dass der Bonner SC gerade dabei war, die Zweite von Alemannia abzufieseln, denn da stand es bereits 0:4. Man rechnete: Ein Sieg unserer Zwoten k&#246;nnte dann schon fast den Aufstieg bedeuten, denn die Aachener w&#228;ren dann mit gro&#223;em Abstand auf Platz 3. Andererseits w&#252;rde man die Saison gern als Meister abschlie&#223;en, und Bonn ist der einzige Konkurrent.<br />
Ob die Spieler auch rechneten, ist nicht &#252;berliefert. Jedenfalls vergeigten sie auch in der zweiten H&#228;lfte diese und jene M&#246;glichkeit. Bis dann der Blindfisch bei einem harmlosen Rempler Elfer f&#252;r die Zwote pfiff. Abelski versenkte, und die Zwote hatte das Ziel erreicht. Nicht aber der Schiedsrichter, der kurz vor Ende ein b&#246;ses Foul nicht sah und den protestierenden Kapit&#228;n mit Rot vom Platz schickte. Warum man inzwischen bei Spielen der f&#252;nften Liga Siebtliga-Referees einsetzt, w&#228;re zu kl&#228;ren.</p>
<p>So endete ein denkw&#252;rdiger Fu&#223;ballsonntag, an den alle aktiv und passiv Beteiligten noch lange denken werden. Warum man &#252;berhaupt zur Zwoten geht? Lodger hat es auf den Punkt gebracht: Wenn man immer nur die A-Seite einer Schallplatte h&#246;rt, wei&#223; man gar nichts, was man bei der B-Seite verpasst. Das ist wohl wahr.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.208) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/fortuna/braunschwein-vs-f95-55.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Was macht Meister Pr&#246;pper?</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 12:42:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum zweiten Mail innerhalb eines Jahres ger&#228;t Dr.-Ing. Heinrich Pr&#246;pper in den Fokus der Freunde von Fortuna D&#252;sseldorf. Nachdem die Mitglieder im vergangenen Jahr den Anwalt Dr. Ernst in den Aufsichtsrat bef&#246;rdert hatten, zettelte Pr&#246;pper eine Kampfabstimmung um den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden an, die er verlor. Und nach den Vorf&#228;llen der JMV vom vergangenen Montag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/04/iss_dome_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Eines der sichtbaren Zeichen des Pr&#246;pper'schen Wirkens - der ISS-Dome in D&#252;sseldorf-Rath"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/04/iss_dome.jpg" alt="iss_dome" /></a>Zum zweiten Mail innerhalb eines Jahres ger&#228;t Dr.-Ing. Heinrich Pr&#246;pper in den Fokus der Freunde von Fortuna D&#252;sseldorf. Nachdem die Mitglieder im vergangenen Jahr den Anwalt Dr. Ernst in den Aufsichtsrat bef&#246;rdert hatten, zettelte Pr&#246;pper eine Kampfabstimmung um den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden an, die er verlor. Und nach den Vorf&#228;llen der JMV vom vergangenen Montag gilt vielen Mitgliedern genau dieser Dr-Ing. Pr&#246;pper geradezu als Verk&#246;rperung des B&#246;sen. Dabei wei&#223; kaum jemand mehr &#252;ber ihn, als dass er Chef der <a href="http://www.idr.de/">IDR</a> (Industrieterrains D&#252;sseldorf-Reisholz) ist. Dabei handelt es sich um eine Immobilienentwicklungsfirma, die zu hundert Prozent im Besitz der Stadt ist und vornehmlich st&#228;dtischen Grund entwickelt und bebaut. Seit Mai 2001 ist Heinrich Pr&#246;pper Vorstand und CEO der Gesellschaft; ins Amt kam er auf dem Ticket der SPD &#8211; der damalige OB Joachim Erwin h&#228;tte wohl einen anderen Kandidaten lieber gesehen.<span id="more-3018"></span></p>
<p>Bis zu Pr&#246;ppers Amtsantritt war die IDR den D&#252;sseldorfer kaum bekannt. Nur wer um den Rheinturm herumschlich, dem fiel das alte Hafenmeisterh&#228;uschen auf, in dem ein Teil der IDR residiert. Denn der <a href="http://www.idr.de/immobilien/rheinturm.htm">Rheinturm</a> geh&#246;rt der IDR. Ansonsten verhielt sich die Traditions-Company (gegr&#252;ndet 1898) meist unauff&#228;llig und k&#252;mmerte sich um die Vermarktung diverser Industriebrachen. Heinrich Pr&#246;pper setzte das fort, aber mit einem wesentlich aktiveren Konzept. Bisheriges Highlight seines Tuns ist sicher die Entwicklung des Gebiets an der Theodorstra&#223;e in Rath, vor allem der Bau des ISS-Domes. Aber auch beim Baumeister ist nicht alles Gold, was gl&#228;nzt. So geriet er bei einigen Projekte in die Kritik. Unter anderem geht die Tatsache auf sein Konto, dass beim Bau des Event-Doms in Rath erst nach Baubeginn &#252;ber die Verl&#228;ngerung der Stra&#223;enbahnlinie 701 verhandelt wurde &#8211; bis heute ohne Ergebnis. Stattdessen lie&#223; er den Preis f&#252;r ein Abendticket im dortigen Parkhaus auf 10 Euro festlegen, was nach heftigen Protesten auf f&#252;nf Euro reduziert werden musste. Nach wie vorher ist aber die Anreise zum ISS-Dome f&#252;r alle Beteiligten eine Qual.<br />
Dass er auch einen Schuss Hybris in sich tr&#228;gt, bewies er durch sein Statement, die Arena in M&#252;nchen sei eine &#8220;Arroganz-Arena&#8221;. Wenige Tage sp&#228;ter zeigten sich die ersten Baum&#228;ngel an seinem Dome; Teil der Innenverkleidung fielen herab. Zudem stellte sich nach dem ersten Spiel der DEG heraus, dass Leute auf einem Teil der Stehpl&#228;tze die Eisfl&#228;che nicht sehen konnten, was nachgebessert wurde.</p>
<p>&#8220;Doch Pr&#246;pper hat wohl keine Wahl, wenn er auch um Exotisches gebeten wird. Und so piesacken ihn bei allen Erfolgen Zeitungsberichte &#252;ber den L&#252;pertz-Pavillon zur Quadriennale, dem das Etikett Ladenh&#252;ter anhaftete oder die mobile Rheinoper f&#252;r 1,7 Millionen, die statt einer Million im Weiterverkauf nur etwa die H&#228;lfte brachte, weil die Auf- und Abbaukosten vom Kaufpreis abgezogen wurden.&#8221; (Quelle: <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/nrz/nrz-klartext/wirtschaft/2008/2/22/news-25575499/detail.html">DerWesten vom 22.02.2008</a>)</p>
<p>Mit beiden Projekten, die f&#252;r ein bisschen Exotik sorgen sollten, verhob sich der Erfolgsmanager, der u.a. beim Bau der Multifunktionsarena bei der Kostenkontrolle t&#228;tig war und nachweisbar eine der erfolgreichsten Entwicklungsgesellschaften im Bereich von Industrie- und Gewerbefl&#228;chen f&#252;hrt. M&#246;glicherweise gehen aber beide Misserfolge gar nicht auf sein Konto, sondern sind nur Auswirkungen von Projekten, die der verstorbene OB Erwin auf seine unnachahmlich dringliche Weise durchgepaukt hatte. Alles in allem kann man Dr.-Ing. Heinrich Pr&#246;pper in seiner Eigenschaft als Chef der IDR nur wenig vorwerfen.</p>
<p><strong>Pr&#246;pper und Fortuna</strong><br />
Daf&#252;r war es aber auch Erwin, der Pr&#246;pper in den Aufsichtsrat der Fortuna hievte. In der Vereinspolitik waren die beiden einer Meinung. Das Bild als Papagei, also Sprechpuppe seines Vorturners, traf Pr&#246;pper haupts&#228;chlich daf&#252;r, dass er immer noch einen Schritt weitergehen wollte als sein Boss. So brachte er im Jahr 2004 den aberwitzigen Vorschlag ein, den nachweisbar unf&#228;higen und damals schon gescheiterten Manager Thomas Berthold zum hauptamtlichen Fortuna-Vorstand zu machen. Ob und inwieweit sich Pr&#246;pper &#252;berhaupt f&#252;r Fu&#223;ball im Allgemeinen und die Fortuna im Besonderen interessiert und wie oft &#8211; wenn &#252;berhaupt &#8211; bei Heimspielen anwesen ist, bleibt unklar. Mitglied des TSV Fortuna D&#252;sseldorf von 1895 ist er jedenfalls nicht, und bei der JMV am 27.04.09 fehlte er, ohne dass Gr&#252;nde daf&#252;r bekannt w&#228;ren.</p>
<p>Vielen aktiven Mitglieder, die jahrelang unter der Erwin&#8217;schen Demokratieallergie (&#8220;Das ist doch hier kein Kindergarten&#8221;) gelitten haben, gilt Pr&#246;pper als einer der letzten Mohikaner der Erwinista. Indizien daf&#252;r gibt es nur wenige, aber sein Widerstand gegen Dr. Ernst (den <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/fortuna/der-obama-effekt.php">Fortuna-Obama</a>) is seit dem Vorjahr bekannt. Ob und auf welche Weise Pr&#246;pper als Mobbingaktivist gegen Ernst gewirkt hat, ist auch nur Spekulation.<br />
Dass er es mit der Demokratie auch nicht so hat, belegen Gespr&#228;che mit IDR-Mitarbeitern und sein Statement zu den Vorf&#228;llen auf der F95-JMV. Bei den Abstimmungen zur Entlastung von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern gab es nicht eine einzige Ja-Stimme f&#252;r seine Entlastung. Seine Erklr&#228;ung dazu: &#8220;Da ist eine Inszenierung gelaufen.&#8221; (Quelle: <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/lokalsport/duesseldorf/2009/4/28/news-118334375/detail.html">DerWesten vom 28.04.2009</a>)<br />
Dabei war den meisten Mitglieder klar, dass die Nichtentlastung eines Gremienmitglieds die einzige demokratische M&#246;glichkeit ist, jemanden das Misstrauen auszusprechen. Pr&#246;pper wird dieses Misstrauensvorum also ignorieren. Gew&#228;hlt wurde er ohnehin nie. Der Wahlausschuss bef&#246;rderte ihn kraft Amtes in den Aufsichtsrat und &#8211; kann ihn &#8220;aus wichtigem Grund&#8221; wieder abberufen. Sich den Mitgliedern zur Wahl zu stellen, d&#252;rfte f&#252;r Pr&#246;pper ein aussichtsloses Unterfangen sein; er wird es vermutlich auch nicht tun.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.208) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/was-macht-meister-proepper.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Der Obama-Effekt</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 08:02:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als der Fortuna-Ausichtsratsvorsitzende Dr. Reinhold Ernst in seiner Eigenschaft als Versammlungsleiter der gestrigen JMV die Tagesordnung verk&#252;ndete und dabei fallenlie&#223;, dass er eine pers&#246;nliche Erkl&#228;rung abgeben werde, ahnten es einige schon. Aber die Bombe platzte erst, nachdem die Mitglieder die Berichte des Vorstands &#252;ber sich hatten ergehen lassen: Dr. Ernst verk&#252;ndete gegen 20:15 seinen R&#252;cktritt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/04/f95_ernst_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Als Commodore noch Sponsor des FC Bayern M&#252;nchen war"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/04/f95_ernst.jpg" alt="f95_ernst" /></a>Als der Fortuna-Ausichtsratsvorsitzende Dr. Reinhold Ernst in seiner Eigenschaft als Versammlungsleiter der gestrigen JMV die Tagesordnung verk&#252;ndete und dabei fallenlie&#223;, dass er eine pers&#246;nliche Erkl&#228;rung abgeben werde, ahnten es einige schon. Aber die Bombe platzte erst, nachdem die Mitglieder die Berichte des Vorstands &#252;ber sich hatten ergehen lassen: Dr. Ernst verk&#252;ndete gegen 20:15 seinen R&#252;cktritt. Die Begr&#252;ndung zeigte mit bei der Fortuna nie gesehener Offenheit auf, wie hinter den Kulissen gemobbt wird. Bisher wurde derlei meist im Kreise der Honoratioren weggemauschelt, nun ist es klar: Man hat den gewieften Anwalt weggemobbt. Schon seinen Bericht honorierte die Versammlung mit heftigem Applaus, der sich nach seinem R&#252;cktritt in Standing Ovations verwandelte, die dann in &#8220;Vorstand raus!&#8221;-Rufe &#252;bergingen. Da hatte die Fortuna pl&#246;tzlich ihren eigenen Obama.<span id="more-2997"></span></p>
<p>Der verstorbene Oberb&#252;rgermeister Erwin war Anwalt, Barrack Obama ist Anwalt, und auch Dr. Reinhold Ernst ist Anwalt. Und da muss man alle Tricks der Rhetorik, Taktik und Manipulation von Versammlung beherrschen. Denn so emotional sich der R&#252;cktritt zeigte, so sehr muss dahinter das Kalk&#252;l des Dr. Ernst vermutet werden, die Macht im Verein zu &#252;bernehmen. Was vielleicht nicht das Schlechteste w&#228;re f&#252;r den Verein, der seit &#252;ber 10 Jahren durch massive Inkompetenz in den Gremien und permanente Machtspielchen gebeutelt wird.</p>
<p><strong>Die Berichte</strong><br />
Kommen wir zur Chronologie der turbulenten Ereignisse. Fast 500 Mitglieder (von derzeit &#252;ber 4.000) hatten sich in der muffigen Aula der Heinrich-Heine-Gesamtschule eingefunden. Schon vor Beginn der Veranstaltung war die Stimmung gespannt, den nicht wenige Mitglieder erwarteten unerwartete Ereignisse. So dr&#228;ngten sich die Mitglieder um 19:00 im Saal, als Dr. Ernst die Versammlung er&#246;ffnete. Auch damit begann eine neue &#196;ra &#8211; die Zeit nach Joachim Erwin. Zumindest daf&#252;r hatten die Anwesenden ein feines Gesp&#252;r, denn selten zuvor haben die F95-Mitglieder ihre demokratischen Rechte so stark genutzt und damit ihre Pflicht erf&#252;llt.<br />
Die Berichte des Vorstandstvorsitzenden Peter Frymuth und des Finanzvorstands Werner Sesterhenn h&#246;rten sich dagegen an wie der Nachhall aus l&#228;ngst vergangenen Zeiten. Frymuth sonderte eine Anh&#228;ufig &#252;blicher Worth&#252;lsen ab, das hatte ja immer funktioniert und die Versammlung ruhig gestellt. Anfangs von humoristischer Qualit&#228;t war der Vortrag von Sesterhenn, der aber rasch durch den z&#228;hfl&#252;ssigen Zahlenstrom erm&#252;dete. Auch das kannten erfahrene Mitglieder und wussten, dass so verhindert werden soll, dass sich die Mitglieder zu sehr mit den Details der Finanzmisere befassen. Ganz anders dagegen der Bericht des Aufsichtsrats, den ein souver&#228;ner Dr. Ernst abgab und der sich v&#246;llig anders anh&#246;rte als das, was man aus der &#196;ra Erwin, in der die Fortuna nur Spielball politischer Interessen war, kannte.</p>
<p>Als der Jurist, der seine Br&#246;tchen in der Soziet&#228;t <a href="http://www.hengeler.com/">HengelerM&#252;ller</a> vor allem mit internationalem Wirtschaftsrecht verdient, seinen R&#252;cktritt verk&#252;ndete, machte sich Entsetzen bereit. Da hatte gerade der Mann hingeschmissen, der in wenigen Wochen und im Alleingang ein Problem gel&#246;st hatte, an dem andere K&#246;nner &#252;ber Jahre kl&#228;glich gescheitert waren. Denn w&#228;hrend ein Michael Hahn, der sich f&#252;r Teil der Fanszene h&#228;lt, aber auch nur ein Intrigant ist, es nicht einmal hinbekam, einen offiziellen Termin bei der Sportwelt zu bekommen, kam Dr. Ernst schnell zum Gespr&#228;ch und genau so schnell zum Abschluss. Man erinnere sich: 1999 steckte die Sportwelt gut 10 Millionen DM in die Fortuna und sicherte sich damit die Markenrechte. Das Darlehen sollte &#252;ber die Nutzung derselben sowie durch Anteile an den TV-Einnahmen zur&#252;ckgezahlt werden. Tats&#228;chlich versenkte der Vorstand unter Kunsth&#228;ndler Helge Achenbach die Millionen im Rekordtempo und hinterlie&#223; dem Verein einen Haufen Schulden, der bis Mitte letzten Jahres auf &#252;ber 10 Millionen Euro angewachsen war. Die von Dr. Ernst ausgehandelte Einigung muss als Befreiuungsschlag gesehen werden, weil sie zwar nicht die Schulden beseitigte, aber eine Regelung enth&#228;lt, die Fortuna handlungsf&#228;hig l&#228;sst.</p>
<p><strong>Der R&#252;cktritt</strong><br />
Alle Anwesenden, denen die Name der Akteure gel&#228;ufig sind und die ein bisschen Einblick haben, waren zun&#228;chst entsetzt, als Dr. Ernst seinen R&#252;cktritt bekanntgab. Aber dann erkannten viele rasch, wo die Kr&#228;fte zu orten sind, die ihn weggemobbt hatten. Minutenlange Rufe nach dem R&#252;cktritt des Vorstands wurden laut, und es war der Aufsichtsratsvoritzende, der diese Wut zu d&#228;mpfen trachtete. Dabei war er selbst es, der angedeutet hatte, wie dieses Gremium mit ihm umgegangen war. Wenn er sagt, dass er zu Sponsorgespr&#228;chen nicht hinzugezogen wurde, dann kann er als eine Mobbinginstanz nur Peter Frymuth gemeint haben. Dass aber der IDR-Chef Heinrich Pr&#246;pper der wahre Gegenspieler war, dass konnte man der Presse entnehmen.<br />
Nun ist Pr&#246;pper einer der letzten Mohikaner der &#196;ra Erwin. Von diesem wurde er grundlos, sinnlos und obwohl Pr&#246;pper weder Mitglied ist, noch irgendeinen Bezug zur Fortuna hatte, mit Druck und Zug in den Aufsichtsrat gehievt. So sah derselbe Pr&#246;pper f&#252;r sich quasi das Erbrecht, den verstorbenen Aufsichtsratsvorsitzenden zu beerben. Bei der Kampfabstimmung im Aufsichtsrat um den Vorsitz unterlag er aber mit 4 zu 5 Stimmen. Etwa entlang dieser Linie verlief daher seit dem Mai 2008 die Demarkationslinie zwischen den mehr oder weniger verfeindeten Fraktionen.</p>
<p><strong>Das Misstrauenvotum</strong><br />
Und dann kam die gro&#223;e Stunde der Mitglieder. Nominell ging es um die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Bereits im Vorfeld hatte sich herumgesprochen, dass jede Abstimmung &#252;ber die Entlastung eines Gremienmitglieds die Chance ist, der jeweiligen Person das Misstrauen auszusprechen. Da die Mitglieder keinerlei Einfluss auf die Besetzung des Vorstands haben und nur Mitglieder in den Aufsichtsrat hinein-, aber erst nach drei Jahren hinausw&#228;hlen k&#246;nnen, ist dies der einzige satzungsgem&#228;&#223;e Weg.<br />
Und der begann mit dem Antrag auf Einzelentlastung. Die hatte Joachim Erwin seinerzeit &#8211; wohl ahnend, welches Instrumente darin zu sehen war &#8211; konsequent unterbunden. Meist dadurch, dass er den Antrag ins Mikrofon nuschelte und den &#252;berraschten Mitglieder keine Chance gab, ander richtigen Stelle die Stimmkarte zu heben. Gestern stimmte die &#252;berw&#228;ltigende Mehrheit der Anwesenden f&#252;r die Einzelentlastung, ein Ergebnis, dass mit gro&#223;em Applaus begr&#252;&#223;t wurd. Auch wenn Dr. Ernst mehrmals darum bat, keine taktischen &#220;berlegungen einflie&#223;en zu lassen: Die Mitglieder wussten, was zu tun war.<br />
Nebenbei: Dass sich das Verhalten der Mitglieder &#228;ndert und weiter &#228;ndern wird, war leicht abzulesen. Bestanden fr&#252;here JMVs aus vier Stuhlreihen so genannter &#8220;Silberr&#252;cken&#8221;, als Honoratioren von Verein und Stand samt der &#252;blichen Kl&#252;ngelvertreter, 80 Prozent dumpfer Masse und ein paar H&#228;ndevoll Aktiver, die auch schonmal Antr&#228;ge zur Gesch&#228;ftsordnung stellten, sah man heute Hunderte Gesichter, die man an jedem Spieltag in der Arena wiederfindet. Die Fans haben &#8211; vor allem dank der Arbeit des Supporters Club D&#252;sseldorf (SCD) &#8211; begriffen, dass sie ihre demokratischen Rechte wahrnehmen m&#252;ssen, wenn sie Einfluss auf die Zukunft des Vereins nehmen wollen. Die Silberr&#252;cken waren jedenfalls &#252;berrascht und konnten dem Verlauf nicht folgen, was dazu f&#252;hrte, dass weite Bereiche der ersten Stuhlreihen an Abstimmungen erst gar nicht teilnahmen. Vielleicht wird man eines Tages auf diese JMV zur&#252;ckblicken und sagen, an diesem Abend h&#228;tten die Fans die Macht im Verein &#252;bernommen.</p>
<p>Die Erwartung bei der Entlastung war klar: Wer nicht entlastet w&#252;rde, sollte zur&#252;cktreten. Dementsprechend versuchte Dr. Ernst die Entlastung von Peter Frymuth auf Erwin&#8217;sche Art durchzunuscheln. Erst anhaltende Proteste aus dem Saal brachten ihn dazu, das Procedere zu wiederholen. So erreichte Frymuth dann die Entlastung ohne Stimmenmehrheit (155:95:66), weil sich 95 Mitglieder enthielten. Sesterhenn wurde mit wenigen Gegenstimmen entlastet, genau wie der gro&#223;e Schweiger, Thomas Allofs. Daf&#252;r traf es Hermann Tecklenburg, den manche als den Deoroller verulken, umso mehr. Der Bauunternehmer von Niederrhein, der bereits beim KFC Uerdingen verhaltensauff&#228;llig geworden war und &#8211; obwohl schon im F95-Vorstand &#8211; seinem Dorfverein, dem SV Straelen &#8211; gegen die Zwote der Fortuna den Aufstieg erm&#246;glichte, war nie beliebt in Kreisen der Fortuna, aber als Sponsor (vermutlich 250.000 im Jahr) willkommen. Dass hinter seinem Engagement als Sponsor m&#246;glicherweise Eigeninteressen verborgen sein k&#246;nnte, wird von vielen vermutet. Schlie&#223;lich mischt Tecklenburg auch im Bereich der Spielervermittlung auf die eine oder andere Weise mit. Ob den Mitglieder klar war, dass sie mit der Nichtentlastung von Tecklenburg 250.000 Euro weggemobbt haben, darf bezweifelt werden. Es war einfach der Ausdruck der Meinung, dass nur noch echte Fortunen die Geschicke des Vereins lenken sollten. Das Podium nahm die Ergebnisse &#228;u&#223;erlich gelassen hin.<br />
Und dann kam die Einzelentlastung des Aufsichtsrats. Alle wurde mit mehr oder weniger vielen Gegenstimmen durchgewunken. Einen traf es aber mit voller Wucht: den besagten IDR-Pr&#246;pper, den man zu Zeiten von Joachim Erwin gern als Papagei bezeichnete, weil er sprechpuppenartig seinem Chef nachredete. Er bekam keine einzige Stimme f&#252;r seine Entlastung &#8211; ein schlimmeres Misstrauensvotum sist nicht vorstellbar. Nun war Herr Pr&#246;pper aus unbekannten Gr&#252;nden nicht anwesend und hatte so nicht die Gelegenheit, sich als fairer Verlierer zu outen und zur&#252;ckzutreten.</p>
<p><strong>Die Verschiebung</strong><br />
Der n&#228;chste Akt bestand im Auftritt des Wahlausschusses. Nach einem kurzen Bericht k&#252;ndigte WA-Vorsitzender Dietz an, dass der Aufsichtsratskandidat Georg Koch, der legend&#228;re F95-Torh&#252;ter, eine Erkl&#228;rung abgeben wolle. Schorsch trat ans Mikro und &#8230; zog seine Kandidatur zur&#252;ck. Mit einem Gremium ohne Dr. Ernst wolle er nicht zusammenarbeiten, was mit gro&#223;em Applaus honoriert wurde. Angeblich haben im anschlie&#223;enden Trubel weitere Kandidaten zur&#252;ckgezogen. Der Wahlausschuss zog die Konsequenzen und beantragte die Verschiebung der Aufsichtsratswahl auf eine au&#223;erordentliche Mitgliederversammlung. Auch die Wahl der neuen WA-Mitglieder wurde verschoben.<br />
Was dann folgte, war eine Premiere bei der Fortuna. Hans-Georg Noack, Urgestein und Ehrenpr&#228;sident des Vereins, trat ans Mikrofon. In einem flammenden Appell bat er Dr. Ernst, seine Entscheidung zu &#252;berdenken und vom R&#252;cktritt zur&#252;ckzutreten. Minutenlanger Applaus unterst&#252;tzte das Eingreifen eines verdientent F95-Mitglieds.<br />
Aber auch das konnte den Anwalt nicht umstimmen. Um Zeit f&#252;r eine m&#246;gliche Erkl&#228;rung zu gewinnen und das weitere Procedere zu kl&#228;ren, wurde die Fragestunde mit Trainer Norbert Meier und Manager Wolf Werner vorgezogen. Selten hat sich ein Vereinsangesteller mit derartiger Arroganz pr&#228;sentiert wie der alte Herr Werner, was ihm auch zahlreiche Buh-Rufe eintrug. Sehr souver&#228;n dagegen das Auftreten von Trainer Meier, der sich die Fragen der 300 Trainer im Saal &#252;ber sich ergehen lie&#223;.</p>
<p><strong>Der Schutz</strong><br />
Eine weitere historische Entscheidung ging im Trubel beinahe unter. Der SCD hatte einen Antrag auf Satzungs&#228;nderung gestellt, mit dem Name, Farben und Logo des Vereins gesch&#252;tzt werden sollen. Danach d&#252;rften &#196;nderungen an den identit&#228;tsstiftenden Elementen und dem Standort des Vereins nur mit einer Vier-F&#252;nftel-Mehrheit der Mitglieder ver&#228;ndert werden. Dies &#252;brigens auch nach dem &#220;bergang der ersten Mannschaft in die Spielbetriebs-GmbH. So k&#246;nnte ein Votum von 20 Prozent der Mitglieder verhindern, dass ein Grossponsor a la Red Bull aus der glorreichen Fortuna so etwas macht wie KiKIers D&#252;sseldorf oder die Mannschaft in blau-lila f&#252;r Esprit auflaufen muss. Mit demselben Antrag wurde &#252;brigens auch festgelegt, dass die Mehrheitsbeteiligung eines Sponsors an der Spielbetriebs-GmbH nur nach Zustimmung von mindestens 80 Prozent der Mitglieder m&#246;glich wird. Damit wurde die 50+1-Regel quasi in der Satzung des TSV Fortuna D&#252;sseldorf von 1895 festgeschrieben.</p>
<p><strong>Das Fazit</strong><br />
Eigentlich ging am gestrigen Abend erst die &#196;ra Erwin zu Ende, die gepr&#228;gt war von dem dauerhaften Versuch, die demokratische Mitbestimmung der Mitglieder zu behindern, um so wirtschaftliche und politische Interessen durchzusetzen. Das l&#228;sst sich am besten an der Ohrfeige f&#252;r ARMitglied Pr&#246;pper ablesen. Offensichtlich haben die Mitglieder erkannt, welchen Schaden die Vereinspolitik der vergangenen sieben Jahre angerichtet haben und wollen nicht mehr, dass irgendein Mitglied der Erwinista irgendeine Rolle im Verein spielen soll. Dieser Erkenntnis haben sie Taten folgen lassen.<br />
Nat&#252;rlich erheben sich sofort Stimmen, die die Unruhe im Verein zum falschen Zeitpunkt beklagen und Image-Verluste bef&#252;rchten. Dass das Image der Fortuna unter dem ewigen Vertuschen, Mauscheln und Mobben viel mehr gelitten hat, wollen diese Stimmen nicht wahrhaben. Denn was gestern passiert ist, legt im besten Fall den Grundstein f&#252;r eine ganz neue Fortuna, einen Verein wie es ihn seit den siebziger Jahren nicht mehr gegeben hat: seri&#246;s, transparent, realistisch und nicht durch Fremdinteressen gebeutelt.</p>
<p>Dass dazu der Obama-Effekt des Dr. Ernst n&#246;tig war, also Emotion gepaart mit Kalk&#252;l, passt in die Zeit, in der Menschen wieder Vorbilder suchen, Personen zu denen sie aufschauen k&#246;nnen und denen sie die Heilung zutrauen, ist nur eine Facette. Denn selbst wenn Dr. Ernst nicht wieder antritt, werden die Fortuna-Mitglieder nie wieder so machtlos sein wie in der &#196;ra Erwin.</p>
<p><em>["Obama-Effekt (c) by Raf - danke daf&#252;r!]</em></p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.208) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/fortuna/der-obama-effekt.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Asital vs F95 0:0</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 16:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um in Zukunft Fu&#223;ballspiele zwischen dem nichtsw&#252;rdigen WSV und der glorreichen Fortuna zu vermeiden, sollten zwischen diesen Vereinen in Zukunft immer mindestens zwei Ligen liegen. Daf&#252;r h&#228;tte die Mannschaft von Trainer Meier gestern beim Ausw&#228;rtsspiel im &#252;blen Tal leicht sorgen k&#246;nnen. Ein Sieg h&#228;tte uns den dritten Platz gebracht und die sinnlose Truppe des unsympathischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/04/wsv_f95_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Fortunafans in Rot erobern das Tal der h&#228;sslichen Wuppis"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/04/wsv_f95.jpg" alt="wsv_f95" /></a>Um in Zukunft Fu&#223;ballspiele zwischen dem nichtsw&#252;rdigen WSV und der glorreichen Fortuna zu vermeiden, sollten zwischen diesen Vereinen in Zukunft immer mindestens zwei Ligen liegen. Daf&#252;r h&#228;tte die Mannschaft von Trainer Meier gestern beim Ausw&#228;rtsspiel im &#252;blen Tal leicht sorgen k&#246;nnen. Ein Sieg h&#228;tte uns den dritten Platz gebracht und die sinnlose Truppe des unsympathischen Trainers Fuchs n&#228;her an den Abstieg. Aber es kam anders, und da Ihr sehr ergebener Berichterstatter aus Gr&#252;nden, die weiter unten erl&#228;utert werden, nicht live dabei war, sollen Verlauf und Leistung hier keine weitere Rolle spielen. Denn die Umst&#228;nde der Begegnung geben genug Stoff her.<span id="more-2959"></span></p>
<p>Man erinnere sich: Vor, w&#228;hrend und nach dem <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/fortuna/f95-vs-asitaler-sv-31.php">Spiel der Asitaler im St.Erwin-Tempel</a> am 08.11.2008 bewiesen gewisse Elemente, die sich mit rot-blauen Putzlappen zu schm&#252;cken pflegen, dass ihnen jedes normale soziale Verhalten in voller Breite abgeht. Auf D&#252;sseldorfer Seite gab es Schwerverletzte unter Normalofans, die miesen Typen aus dem Kloakental bewarfen den eigenen Torh&#252;ter mit Bengalos, und nach dem Spiel heulten die Uschis auch noch rum, die F&#246;rster h&#228;tten sie nicht gen&#252;gend besch&#252;tzt. Seit diesem Tag sind die Hohlmantelgeschosse aus der Stadt, die keine ist, bundesweit sowas von unten durch, dass sich jedwede Gruppen dort schleunigst aufl&#246;sen sollten.</p>
<p>Menschen, die auch bei t&#246;dlichen Unf&#228;llen gern stehen bleiben, um zu gaffen, prognostizierten daraufhin &#8211; freudig erregt &#8211; Megarandale beim R&#252;ckspiel. An der Wutsteigerung von Fortuna-Fans arbeiteten dann auch noch die unf&#228;higsten Polizisten, die es seit der Zeit der Hausbesetzungen je gab, indem sie am vergangenen Sonntag mit fadenscheinigsten Begr&#252;ndungen &#252;ber 100 Freunde des Meisters von 1933 daran hinderten, die Partie gegen Union Berlin zu sehen &#8211; dies unter dem Einsatz von Pfefferspray, Kn&#252;ppeln und L&#252;gen. Viele dachten, dass es deshalb zu Rachakten gegen das gr&#252;ne Team in Wuppertal geben w&#252;rden. Stattdessen verpflichteten sich die Anreisenden, laut, geil und friedlich zu bleiben.<br />
Leider gibt es ein Ph&#228;nomen im Umfeld der Rot-Wei&#223;en aus der Landeshauptstadt, das irgendwie nicht in den Griff zu kriegen ist. Bei vielen Ausw&#228;rtsspielen in der n&#228;heren Umgebung (Essen, Gladbach, K&#246;ln etc.) mischen sich immer wieder irgendwelche sauf- und rauflustigen Testosteronb&#246;mbchen unter die Fans, die nicht am Fu&#223;ball interessiert sind, sondern &#8211; wie es ein ehemaliges Mitglied dieser Fraktion mal ausdr&#252;ckte &#8211; um &#8220;ordentlich was los zu machen&#8221;. Was genau, ist so unklar wie die Hirne dieser Arschgeigen, die ohnehin mit Alkohol, THC oder anderen Arzneien gro&#223;fl&#228;chig vernebelt sind. Ob es sich auch dies Mal vorwiegend um die notorischen J&#252;nglinge aus der eigentlich schon zu Leverkusen geh&#246;renden Vorortsiedlung Hellerhof handelte, ist derzeit nicht bekannt, aber nicht unwahrscheinlich.</p>
<p>Dies als Vorrede f&#252;r Begebenheiten vor und nach dem Spiel, die aus einer Mischung aus bl&#246;den Zuf&#228;llen und massivster Inkompetenz aller an der Organisation beteiligten Kr&#228;fte entstanden sind. Wer immer beim DFB f&#252;r die Terminansetzung verantwortlich war, sollte mir Autobahnstau nicht unter vier Stunden bestraft werden. Eine Partie zwischen D&#252;sseldorf und W&#8217;tal f&#252;r Freitag 18:00 anzusetzen, ist ungef&#228;hr so, als w&#252;rde man ein Fu&#223;ballspiel Montagmorgens um 09:00 Uhr stattfinden lassen, also mitten hinein in die maximal Rushhour. Denn zwischen 1.000 und 2.000 D&#252;sseldorfern blieb wenig &#252;brig, als sich genau in den Berufs- und Wochenendverkehr mit dem Auto auf die A46 zu begeben, die an diesem Tag zu dieser Zeit (meist schon am 15:00 Uhr) immer &#252;berlastet ist. Selbst der engagierte Kommentator von Antenne D&#252;sseldorf, Olli Bendt, wusste zu berichten, dass er f&#252;r die knapp 15 Kilometer Autobahn ins Bergische zwei Stunden gebraucht hatte.<br />
Aber den weiteren 2.000 bis 3.000 D&#252;sseldorferb, die mit der Bahn angereist waren, erging es wenig besser, was a) den bescheuerten Raumverh&#228;ltnissen rund um das Stadion am Zoo, und b) den v&#246;llig bescheuert geplanten Einlasskontrollen geschuldet ist. Traditionell entsteigen Fortunisti am S-Bahnhof Donnborn den Sonderz&#252;gen und der S-Bahn. Dort werden sie von den F&#246;rstern in Enpfang genommen und quer durchs Wohngebiet Richtung Stadion geleitet. An der Ecke <a href="http://maps.google.com/?Land=Germany&#038;PLZ=Wuppertal&#038;Strasse=&#038;q=%2C+Wuppertal%2C+Germany&#038;x=0&#038;y=0">Sonnborner/Kornstr.</a> trifft der Mob auf die Schwebebahn, unter der traditionell eine Humba gefeiert wird. Dann m&#252;ssen alle &#252;ber die Wupper und landen an einem Durchgang, einer Art Tunnel, von dem aus es durch einen Gittergang zu den G&#228;steblocks geht. Die Situation dort und sp&#228;ter kann man auf <a href="http://www.flickr.com/photos/13665679@N00/sets/72157617183455957/">diesen Fotos</a> (siehe auch unten) sehr sch&#246;n erkennen.</p>
<p><strong>Vor dem Spiel</strong><br />
Offensichtlich hatte niemand damit gerechnet, dass soooo viele Tuna-Fans kommen w&#252;rden (bzw. niemand hatte nachgez&#228;hlt, wieviele Karten verkauft worden waren), denn die ersten Personenkontrollen waren beim Eintreffen der D&#252;sseldorfer Karawane heillos &#252;berfordert. Die Situation muss &#8211; das best&#228;tigen Freunde, die dabei waren &#8211; hatte etwas von <a href="http://www.rainersche-post.de/spocht/fussballerei/youll-never-walk-alone.php">Hillsborough</a>. Alles h&#228;tte eng, aber friedlich abgehen k&#246;nnen, h&#228;tten die besagten Elemente den Stau nicht zum Anlass genommen, Rauchpulver zur Panikausl&#246;sung zu z&#252;nden und Polizisten zu provozieren. So kam es schon hier zu ersten Gasattacken.<br />
Die absolute Fehlkonstruktion der Einlasskontrollen und der Stau auf der A46 f&#252;hrten schlie&#223;lich dazu, dass das Spiel erst um 19:00 angepfiffen wurde. Da waren aber noch l&#228;ngst nicht alle Fortuna-Freunde im Stadion. Daf&#252;r aber schon die Bekloppten, die ordentlich was los machen wollten. Diese eroberten den W&#252;rstchenstand oberhalb des G&#228;steblocks, stahlen die vorhandenen Lebensmittel und bewarfen die Haupttrib&#252;ne mit Br&#246;tchen und Senftuben. W&#228;ren es nur Br&#246;tchen gewesen und h&#228;tte man diese einfach gekauft, w&#228;re das eine klasse Aktion nach dem Motto &#8220;Brot statt B&#246;ller&#8221; gewesen&#8230;<br />
&#220;brigens: Hirnlosen Wuppi-J&#252;nger mit den kurzen Schw&#228;nzen hatten schon vor dem Spiel richtige Heldentaten vollbracht. Unter anderem wurde der Tuna-Mannschaftsbus mit Farbbeuteln beworfen und an einer Kneipe schoss man mit Leuchraketen auf vorbeiziehende D&#252;sseldorfer. Aber nicht nur diese Kotzbrocken sind &#228;rmlich &#8211; wenn man die Transparente der Wuppertaler &#8220;Ultras&#8221; gesehen hat, wei&#223; man, dass die nicht einmal lesbare Spruchb&#228;nder hinkriegen. Schwamm dr&#252;ber, die sind eh bald weg.<br />
Gro&#223;er Dank geh&#246;rt der Fortuna-Mannschaft, die zum Warmmachen in Ultra-T-Shirts auflief, um ihre Solidarit&#228;t mit den Eingekesselten vom Sonntag zu bekunden. Zu mehr waren sie aber gegen eine &#8211; da sind sich alle Beobachter einig &#8211; extrem schwache WSV-Elf nicht in der Lage.</p>
<p><strong>Nach dem Spiel</strong><br />
Wer die R&#252;ckreise mit der Bahn antreten wollte, hatte in vielfacher Hinsicht die Arschkarte gezogen, denn die Strecke war wegen eines Bombenfund bei Hagen genau in den Stunden gesperrt, in denen die D&#252;sseldorfer wieder nach Hause wollten. Immerhin schaffte es die Bullizei, den Bahnhof Sonnborn zu sperren. Denn wenn alle Fahrwilligen dort auf den Bahnsteig gedr&#228;ngt h&#228;tten, w&#228;re ein Massenpnaik fast unvermeidbar gewesen. Leider waren die Ninja-Turtles aber nicht in der Lage, sich zu artikulieren und dem andr&#228;ngenden Mob zu erkl&#228;ren, was ihre Ma&#223;nahme bewirken sollte. So kam es zum Schaukeln einer Wanne und folgerichtig ganz viel Pfefferspray &#8211; nat&#252;rlich auf Unbeteiligte. Da die Gr&#252;nlinge untereinander ebenfalls erhebliche Kommunikationsprobleme hatten, zog sich die ganze Sache &#252;ber Stunden hin.</p>
<p>Wie gesagt: Wer immer so etwas beim DFB, bei der Polizei und auch bei der Deutschen Bahn organisiert, sollte mal entf&#252;hrt und &#228;hnlichen Erlebnissen unterzogen werden. Aber hinter dieser Behandlung steckt Methode. Fu&#223;ballfans, die gemeinsam auftreten, gelten denen nicht als Menschen, sondern als Pack. Entsprechend werden sie behandelt. Man kann sich des Verdachts nicht erwehren, dass durch diese Vorgehensweisen (die nach Organisationsversagen aussehen) immer mehr Leuten ihr Fansein verleidet werden soll. Und tats&#228;chlich h&#246;rt man &#228;hnlichen Vorf&#228;llen immer wieder von Beteiligten, dass dieses Mal das letzte Mal war.</p>
<p>Zur&#252;ck zum Spocht: Mit einem Sieg w&#228;re die Fortuna an Paddelbaddeln vorbei mit einem Punkt Vorsprung auf den dritten Platz geraten, was einen Aufstieg in erreichbare N&#228;he gebracht h&#228;tte. Den WSV h&#228;tte eine Niederlage endlich in Richtung Abstieg geschoben. Beides trat nicht ein. Trotzdem ist noch nichts verloren, denn selbst ein R&#252;ckstand von derzeit vier Punkten auf den aktuellen Zweiten (irgendwas mit Hachingen&#8230;) ist in f&#252;nf Spielen noch aufzuholen.</p>
<p><strong>Und sonst</strong><br />
Dass Union heute zuhause gegen diese Unterhosen aus M&#252;nchen verloren hat, ist in etwa so beschissen wie deren Endspiel in der vergangenen Saison gegen Oberhausen, dass uns den Aufstieg gekostet hat. Paddelbuddel scheint zu schw&#228;cheln, und &#252;berhaupt sind es nur noch vier Mannschaften, die um den Aufstieg spielen. There&#8217;s still hope.</p>
<p>In der ersten Bundesliga gab es heute die Niederlage der Schei&#223;bayern, die deren Kartenhaus zum Einsturz bringen k&#246;nnte. Mehr als deutlich hat sich gezeigt, dass die Spieler, die man immer zu Gro&#223;en ihres Fachs hochsterilisiert, ganz arme W&#252;rstchen sind. Allen voran ein Luca Toni, der definitiv nicht Fu&#223;ball spielen kann. Gleich dahinter der Fronck Reiberei, der nun ganz im Sinne der FCB-Charakterschule endg&#252;ltig zum Schmutzfu&#223;baller verkommen ist und daf&#252;r endlich die rote Karte sah. W&#228;hrend Ihr sehr ergebener Berichterstatter dieses schreibt, ist Klinsi aber noch Trainer.<br />
Sch&#246;n zu sehen, dass der &#196;ff-Zeh nach und nach immer mehr im Schlamm versinkt. Auch d&#252;r die K***er ist es an der Zeit, dass die &#220;bersch&#228;tzungsblase platzt und endlich klar wird, dass man mit nur einem St&#252;rmer nicht erfolgreich sein kann. Der hilft der ganze Voodoo-Zauber, den der schnauzb&#228;rtige D&#228;umling (siehe t&#228;gliche EXPRESS-Berichterstattung) veranstaltet, auch nichts. Aber wie der K***er so ist: Schuld sind immer die anderen und das Pech, und eigentlich sind alle gegen den &#196;ff-Zeh. Happy Abstieg, sage ich da nur.</p>
<p><em>[Foto: mit Dank an Hratunge -> <a href="http://www.flickr.com/photos/13665679@N00/sets/72157617183455957/">komplette Serie auf Flickr</a>]</em></p>
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