Unter solchen Bedingungen bist du bestens beraten, aus der Stadt zu fliehen. Nimm die Heerstraße, bieg am Drei-Tankstellen-Eck ab und finde die Potsdammer Chausee. Du wirst durch Groß Glienicke kommen, einer sozialistischen Datschensiedlung, an deren waldigem Ende der Sacrower See angebracht ist. Dort gibt es einen Strand und oberhalb die Terrasse eines italienischen Restaurants mit dem ulkigen Namen “Waldfrieden”. Dort wählst du ein schattiges Fleckchen, entledigst dich weitgehend der Kleidung und schreitest in das stille Wasser. Nach zwei, drei Schwimmzügen ist Berlin ganz, ganz weit weg. Da können dir auch 34 Grad im Schatten nicht mehr viel anhaben.