Fortuna-Jahresmitgliederversammlung 2009
Als der Fortuna-Ausichtsratsvorsitzende Dr. Reinhold Ernst in seiner Eigenschaft als Versammlungsleiter der gestrigen JMV die Tagesordnung verkündete und dabei fallenließ, dass er eine persönliche Erklärung abgeben werde, ahnten es einige schon. Aber die Bombe platzte erst, nachdem die Mitglieder die Berichte des Vorstands über sich hatten ergehen lassen: Dr. Ernst verkündete gegen 20:15 seinen Rücktritt. Die Begründung zeigte mit bei der Fortuna nie gesehener Offenheit auf, wie hinter den Kulissen gemobbt wird. Bisher wurde derlei meist im Kreise der Honoratioren weggemauschelt, nun ist es klar: Man hat den gewieften Anwalt weggemobbt. Schon seinen Bericht honorierte die Versammlung mit heftigem Applaus, der sich nach seinem Rücktritt in Standing Ovations verwandelte, die dann in “Vorstand raus!”-Rufe übergingen. Da hatte die Fortuna plötzlich ihren eigenen Obama. [weiterlesen...]
Von Bengalos und Stehplätzen
Kürzlich sah ich mir auf Premiere irgendein Heimspiel der TS Hoffenheim an. Es war ein Flutlichtspiel, und das neue Stadion in Sinsheim war gut besucht. Mitte der ersten Halbzeit traute ich meinen Ohren nicht: Von den Zuschauerrängen kam kaum ein Ton, es war so gut wie totenstill. Da ging meine Erinnerung ganz weit zurück in die sechziger Jahre. Plötzlich sah ich mich vor dem Schwarzweiß-Fernseher bei Onkel Harald sitzen und ein Länderspiel ansehen. Die Geräuschkulisse hatte ich wieder in den Ohren: Ein durchgängiges Gemurmel gemischt mit krächzenden Tröten. Und dann im Vergleich der Jubel der mitgereisten Düsseldorfer bei den vier Toren der Fortuna im vergangenen Mai in Erfurt. Schreie, Gesänge, Trommeln. Dreimal Zuschauerkulisse, dreimal anders. Und ich fragte mich, was eigentlich den emotionalen Reiz von Fußballspielen ausmacht. [weiterlesen...]
Hessen-Wahl: FDP und Grüne siegen
Was soll man von einem Bundesland erwarten, in dem ein großer Teil der Bevölkerung freiwillig sauer gewordenen Apfelsaft trinkt? Nun ist der Hesse an sich ja seit Jahrhunderten unberechenbar. Das muss damit zusammenhängen, dass der Hesse vor allem leicht zu beeinflussen ist. Sonst hätte er sich nicht jahrzehntelang durch eine für Normalmenschen unerträgliche Fernsehsendung namens “zum Blauen Bock” repräsentieren lassen – oder eben über Jahre durch einen CDU-Politiker, der sich Roland Koch nennt. Der Hesse, der sich gern in Nordhessen, Südhessen und Frankfurter auseinanderdividieren lässt, hat heute über Tag dafür gesorgt, dass ebendieser Koch erneut den hessischen Garten bestellen darf. Damit erntete er die Früchte der sozialdemokratischen Blödheit der Frau Ypsilanti, die sich rund um ihre Statements zu einem Bündnis mit der Linken nicht bewusst darüber war, dass sie so der BLIND-Zeitung tonnenweise Munition für ihre mediale Hinrichtung liefert. Das spricht weniger gegen Frau Ypsilanti als für den eklatanten Mangel an Kommunikationsexperten unter den Sozen im Land. [weiterlesen...]
Dritte Liga aktuell
Bei den tief in den Hoyzer-Skandal verwickelten Paderbornern, die derzeit Spitzenreiter der Dritten Liga sind, erreichte unsere Fortuna ein 0:0. Glaubt man diversen Berichten, waren die Männer von Kopfnuss-Meier teilweise überlegen und hatten Torchancen in Masse. Mit den Fans versöhnten sich die Jungs trotz mangelnder Verhüttung der Möglichkeiten dank körperlichem Einsatz und vollem Kampf. Immerhin blieb uns so das bekannte Szenario der Vorjahre erspart, in denen einer Niederlage gegen einen späteren Absteiger eine Klatsche beim Spitzenreiter folgte. Man wird ja so bescheiden… Nach dem Spiel eröffnete der Scheinjournalist Strütker vom K***er EXPRESS das Winterloch mit einem Interview mit Schorsch Koch und Markus Fängtan. Die steilen Thesen der beiden streitsüchtigen Herren: a) Co-Trainer Uwe Klein ist schuld und b) Henkel und Zamek würden sponsorn, wenn Konzept. Das Manöver ist mehr als durchsichtig, weil die persönlichen Interessen der beiden Keifer bekannt sind. Während Koch gern mit Jörg Schmadtke die Tuna umkrempeln möchte (was ja an sich hut wäre…), will Anfang irgendwo unterkriechen, wo seine mangelnde Intelligenz nicht so auffällt. [weiterlesen...]