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	<title>Rainer&#039;sche Post &#187; Koch</title>
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		<title>Der Obama-Effekt</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 08:02:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/04/f95_ernst_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Als Commodore noch Sponsor des FC Bayern M&#252;nchen war"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/04/f95_ernst.jpg" alt="f95_ernst" /></a>Als der Fortuna-Ausichtsratsvorsitzende Dr. Reinhold Ernst in seiner Eigenschaft als Versammlungsleiter der gestrigen JMV die Tagesordnung verk&#252;ndete und dabei fallenlie&#223;, dass er eine pers&#246;nliche Erkl&#228;rung abgeben werde, ahnten es einige schon. Aber die Bombe platzte erst, nachdem die Mitglieder die Berichte des Vorstands &#252;ber sich hatten ergehen lassen: Dr. Ernst verk&#252;ndete gegen 20:15 seinen R&#252;cktritt. Die Begr&#252;ndung zeigte mit bei der Fortuna nie gesehener Offenheit auf, wie hinter den Kulissen gemobbt wird. Bisher wurde derlei meist im Kreise der Honoratioren weggemauschelt, nun ist es klar: Man hat den gewieften Anwalt weggemobbt. Schon seinen Bericht honorierte die Versammlung mit heftigem Applaus, der sich nach seinem R&#252;cktritt in Standing Ovations verwandelte, die dann in &#8220;Vorstand raus!&#8221;-Rufe &#252;bergingen. Da hatte die Fortuna pl&#246;tzlich ihren eigenen Obama.<span id="more-2997"></span></p>
<p>Der verstorbene Oberb&#252;rgermeister Erwin war Anwalt, Barrack Obama ist Anwalt, und auch Dr. Reinhold Ernst ist Anwalt. Und da muss man alle Tricks der Rhetorik, Taktik und Manipulation von Versammlung beherrschen. Denn so emotional sich der R&#252;cktritt zeigte, so sehr muss dahinter das Kalk&#252;l des Dr. Ernst vermutet werden, die Macht im Verein zu &#252;bernehmen. Was vielleicht nicht das Schlechteste w&#228;re f&#252;r den Verein, der seit &#252;ber 10 Jahren durch massive Inkompetenz in den Gremien und permanente Machtspielchen gebeutelt wird.</p>
<p><strong>Die Berichte</strong><br />
Kommen wir zur Chronologie der turbulenten Ereignisse. Fast 500 Mitglieder (von derzeit &#252;ber 4.000) hatten sich in der muffigen Aula der Heinrich-Heine-Gesamtschule eingefunden. Schon vor Beginn der Veranstaltung war die Stimmung gespannt, den nicht wenige Mitglieder erwarteten unerwartete Ereignisse. So dr&#228;ngten sich die Mitglieder um 19:00 im Saal, als Dr. Ernst die Versammlung er&#246;ffnete. Auch damit begann eine neue &#196;ra &#8211; die Zeit nach Joachim Erwin. Zumindest daf&#252;r hatten die Anwesenden ein feines Gesp&#252;r, denn selten zuvor haben die F95-Mitglieder ihre demokratischen Rechte so stark genutzt und damit ihre Pflicht erf&#252;llt.<br />
Die Berichte des Vorstandstvorsitzenden Peter Frymuth und des Finanzvorstands Werner Sesterhenn h&#246;rten sich dagegen an wie der Nachhall aus l&#228;ngst vergangenen Zeiten. Frymuth sonderte eine Anh&#228;ufig &#252;blicher Worth&#252;lsen ab, das hatte ja immer funktioniert und die Versammlung ruhig gestellt. Anfangs von humoristischer Qualit&#228;t war der Vortrag von Sesterhenn, der aber rasch durch den z&#228;hfl&#252;ssigen Zahlenstrom erm&#252;dete. Auch das kannten erfahrene Mitglieder und wussten, dass so verhindert werden soll, dass sich die Mitglieder zu sehr mit den Details der Finanzmisere befassen. Ganz anders dagegen der Bericht des Aufsichtsrats, den ein souver&#228;ner Dr. Ernst abgab und der sich v&#246;llig anders anh&#246;rte als das, was man aus der &#196;ra Erwin, in der die Fortuna nur Spielball politischer Interessen war, kannte.</p>
<p>Als der Jurist, der seine Br&#246;tchen in der Soziet&#228;t <a href="http://www.hengeler.com/">HengelerM&#252;ller</a> vor allem mit internationalem Wirtschaftsrecht verdient, seinen R&#252;cktritt verk&#252;ndete, machte sich Entsetzen bereit. Da hatte gerade der Mann hingeschmissen, der in wenigen Wochen und im Alleingang ein Problem gel&#246;st hatte, an dem andere K&#246;nner &#252;ber Jahre kl&#228;glich gescheitert waren. Denn w&#228;hrend ein Michael Hahn, der sich f&#252;r Teil der Fanszene h&#228;lt, aber auch nur ein Intrigant ist, es nicht einmal hinbekam, einen offiziellen Termin bei der Sportwelt zu bekommen, kam Dr. Ernst schnell zum Gespr&#228;ch und genau so schnell zum Abschluss. Man erinnere sich: 1999 steckte die Sportwelt gut 10 Millionen DM in die Fortuna und sicherte sich damit die Markenrechte. Das Darlehen sollte &#252;ber die Nutzung derselben sowie durch Anteile an den TV-Einnahmen zur&#252;ckgezahlt werden. Tats&#228;chlich versenkte der Vorstand unter Kunsth&#228;ndler Helge Achenbach die Millionen im Rekordtempo und hinterlie&#223; dem Verein einen Haufen Schulden, der bis Mitte letzten Jahres auf &#252;ber 10 Millionen Euro angewachsen war. Die von Dr. Ernst ausgehandelte Einigung muss als Befreiuungsschlag gesehen werden, weil sie zwar nicht die Schulden beseitigte, aber eine Regelung enth&#228;lt, die Fortuna handlungsf&#228;hig l&#228;sst.</p>
<p><strong>Der R&#252;cktritt</strong><br />
Alle Anwesenden, denen die Name der Akteure gel&#228;ufig sind und die ein bisschen Einblick haben, waren zun&#228;chst entsetzt, als Dr. Ernst seinen R&#252;cktritt bekanntgab. Aber dann erkannten viele rasch, wo die Kr&#228;fte zu orten sind, die ihn weggemobbt hatten. Minutenlange Rufe nach dem R&#252;cktritt des Vorstands wurden laut, und es war der Aufsichtsratsvoritzende, der diese Wut zu d&#228;mpfen trachtete. Dabei war er selbst es, der angedeutet hatte, wie dieses Gremium mit ihm umgegangen war. Wenn er sagt, dass er zu Sponsorgespr&#228;chen nicht hinzugezogen wurde, dann kann er als eine Mobbinginstanz nur Peter Frymuth gemeint haben. Dass aber der IDR-Chef Heinrich Pr&#246;pper der wahre Gegenspieler war, dass konnte man der Presse entnehmen.<br />
Nun ist Pr&#246;pper einer der letzten Mohikaner der &#196;ra Erwin. Von diesem wurde er grundlos, sinnlos und obwohl Pr&#246;pper weder Mitglied ist, noch irgendeinen Bezug zur Fortuna hatte, mit Druck und Zug in den Aufsichtsrat gehievt. So sah derselbe Pr&#246;pper f&#252;r sich quasi das Erbrecht, den verstorbenen Aufsichtsratsvorsitzenden zu beerben. Bei der Kampfabstimmung im Aufsichtsrat um den Vorsitz unterlag er aber mit 4 zu 5 Stimmen. Etwa entlang dieser Linie verlief daher seit dem Mai 2008 die Demarkationslinie zwischen den mehr oder weniger verfeindeten Fraktionen.</p>
<p><strong>Das Misstrauenvotum</strong><br />
Und dann kam die gro&#223;e Stunde der Mitglieder. Nominell ging es um die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Bereits im Vorfeld hatte sich herumgesprochen, dass jede Abstimmung &#252;ber die Entlastung eines Gremienmitglieds die Chance ist, der jeweiligen Person das Misstrauen auszusprechen. Da die Mitglieder keinerlei Einfluss auf die Besetzung des Vorstands haben und nur Mitglieder in den Aufsichtsrat hinein-, aber erst nach drei Jahren hinausw&#228;hlen k&#246;nnen, ist dies der einzige satzungsgem&#228;&#223;e Weg.<br />
Und der begann mit dem Antrag auf Einzelentlastung. Die hatte Joachim Erwin seinerzeit &#8211; wohl ahnend, welches Instrumente darin zu sehen war &#8211; konsequent unterbunden. Meist dadurch, dass er den Antrag ins Mikrofon nuschelte und den &#252;berraschten Mitglieder keine Chance gab, ander richtigen Stelle die Stimmkarte zu heben. Gestern stimmte die &#252;berw&#228;ltigende Mehrheit der Anwesenden f&#252;r die Einzelentlastung, ein Ergebnis, dass mit gro&#223;em Applaus begr&#252;&#223;t wurd. Auch wenn Dr. Ernst mehrmals darum bat, keine taktischen &#220;berlegungen einflie&#223;en zu lassen: Die Mitglieder wussten, was zu tun war.<br />
Nebenbei: Dass sich das Verhalten der Mitglieder &#228;ndert und weiter &#228;ndern wird, war leicht abzulesen. Bestanden fr&#252;here JMVs aus vier Stuhlreihen so genannter &#8220;Silberr&#252;cken&#8221;, als Honoratioren von Verein und Stand samt der &#252;blichen Kl&#252;ngelvertreter, 80 Prozent dumpfer Masse und ein paar H&#228;ndevoll Aktiver, die auch schonmal Antr&#228;ge zur Gesch&#228;ftsordnung stellten, sah man heute Hunderte Gesichter, die man an jedem Spieltag in der Arena wiederfindet. Die Fans haben &#8211; vor allem dank der Arbeit des Supporters Club D&#252;sseldorf (SCD) &#8211; begriffen, dass sie ihre demokratischen Rechte wahrnehmen m&#252;ssen, wenn sie Einfluss auf die Zukunft des Vereins nehmen wollen. Die Silberr&#252;cken waren jedenfalls &#252;berrascht und konnten dem Verlauf nicht folgen, was dazu f&#252;hrte, dass weite Bereiche der ersten Stuhlreihen an Abstimmungen erst gar nicht teilnahmen. Vielleicht wird man eines Tages auf diese JMV zur&#252;ckblicken und sagen, an diesem Abend h&#228;tten die Fans die Macht im Verein &#252;bernommen.</p>
<p>Die Erwartung bei der Entlastung war klar: Wer nicht entlastet w&#252;rde, sollte zur&#252;cktreten. Dementsprechend versuchte Dr. Ernst die Entlastung von Peter Frymuth auf Erwin&#8217;sche Art durchzunuscheln. Erst anhaltende Proteste aus dem Saal brachten ihn dazu, das Procedere zu wiederholen. So erreichte Frymuth dann die Entlastung ohne Stimmenmehrheit (155:95:66), weil sich 95 Mitglieder enthielten. Sesterhenn wurde mit wenigen Gegenstimmen entlastet, genau wie der gro&#223;e Schweiger, Thomas Allofs. Daf&#252;r traf es Hermann Tecklenburg, den manche als den Deoroller verulken, umso mehr. Der Bauunternehmer von Niederrhein, der bereits beim KFC Uerdingen verhaltensauff&#228;llig geworden war und &#8211; obwohl schon im F95-Vorstand &#8211; seinem Dorfverein, dem SV Straelen &#8211; gegen die Zwote der Fortuna den Aufstieg erm&#246;glichte, war nie beliebt in Kreisen der Fortuna, aber als Sponsor (vermutlich 250.000 im Jahr) willkommen. Dass hinter seinem Engagement als Sponsor m&#246;glicherweise Eigeninteressen verborgen sein k&#246;nnte, wird von vielen vermutet. Schlie&#223;lich mischt Tecklenburg auch im Bereich der Spielervermittlung auf die eine oder andere Weise mit. Ob den Mitglieder klar war, dass sie mit der Nichtentlastung von Tecklenburg 250.000 Euro weggemobbt haben, darf bezweifelt werden. Es war einfach der Ausdruck der Meinung, dass nur noch echte Fortunen die Geschicke des Vereins lenken sollten. Das Podium nahm die Ergebnisse &#228;u&#223;erlich gelassen hin.<br />
Und dann kam die Einzelentlastung des Aufsichtsrats. Alle wurde mit mehr oder weniger vielen Gegenstimmen durchgewunken. Einen traf es aber mit voller Wucht: den besagten IDR-Pr&#246;pper, den man zu Zeiten von Joachim Erwin gern als Papagei bezeichnete, weil er sprechpuppenartig seinem Chef nachredete. Er bekam keine einzige Stimme f&#252;r seine Entlastung &#8211; ein schlimmeres Misstrauensvotum sist nicht vorstellbar. Nun war Herr Pr&#246;pper aus unbekannten Gr&#252;nden nicht anwesend und hatte so nicht die Gelegenheit, sich als fairer Verlierer zu outen und zur&#252;ckzutreten.</p>
<p><strong>Die Verschiebung</strong><br />
Der n&#228;chste Akt bestand im Auftritt des Wahlausschusses. Nach einem kurzen Bericht k&#252;ndigte WA-Vorsitzender Dietz an, dass der Aufsichtsratskandidat Georg Koch, der legend&#228;re F95-Torh&#252;ter, eine Erkl&#228;rung abgeben wolle. Schorsch trat ans Mikro und &#8230; zog seine Kandidatur zur&#252;ck. Mit einem Gremium ohne Dr. Ernst wolle er nicht zusammenarbeiten, was mit gro&#223;em Applaus honoriert wurde. Angeblich haben im anschlie&#223;enden Trubel weitere Kandidaten zur&#252;ckgezogen. Der Wahlausschuss zog die Konsequenzen und beantragte die Verschiebung der Aufsichtsratswahl auf eine au&#223;erordentliche Mitgliederversammlung. Auch die Wahl der neuen WA-Mitglieder wurde verschoben.<br />
Was dann folgte, war eine Premiere bei der Fortuna. Hans-Georg Noack, Urgestein und Ehrenpr&#228;sident des Vereins, trat ans Mikrofon. In einem flammenden Appell bat er Dr. Ernst, seine Entscheidung zu &#252;berdenken und vom R&#252;cktritt zur&#252;ckzutreten. Minutenlanger Applaus unterst&#252;tzte das Eingreifen eines verdientent F95-Mitglieds.<br />
Aber auch das konnte den Anwalt nicht umstimmen. Um Zeit f&#252;r eine m&#246;gliche Erkl&#228;rung zu gewinnen und das weitere Procedere zu kl&#228;ren, wurde die Fragestunde mit Trainer Norbert Meier und Manager Wolf Werner vorgezogen. Selten hat sich ein Vereinsangesteller mit derartiger Arroganz pr&#228;sentiert wie der alte Herr Werner, was ihm auch zahlreiche Buh-Rufe eintrug. Sehr souver&#228;n dagegen das Auftreten von Trainer Meier, der sich die Fragen der 300 Trainer im Saal &#252;ber sich ergehen lie&#223;.</p>
<p><strong>Der Schutz</strong><br />
Eine weitere historische Entscheidung ging im Trubel beinahe unter. Der SCD hatte einen Antrag auf Satzungs&#228;nderung gestellt, mit dem Name, Farben und Logo des Vereins gesch&#252;tzt werden sollen. Danach d&#252;rften &#196;nderungen an den identit&#228;tsstiftenden Elementen und dem Standort des Vereins nur mit einer Vier-F&#252;nftel-Mehrheit der Mitglieder ver&#228;ndert werden. Dies &#252;brigens auch nach dem &#220;bergang der ersten Mannschaft in die Spielbetriebs-GmbH. So k&#246;nnte ein Votum von 20 Prozent der Mitglieder verhindern, dass ein Grossponsor a la Red Bull aus der glorreichen Fortuna so etwas macht wie KiKIers D&#252;sseldorf oder die Mannschaft in blau-lila f&#252;r Esprit auflaufen muss. Mit demselben Antrag wurde &#252;brigens auch festgelegt, dass die Mehrheitsbeteiligung eines Sponsors an der Spielbetriebs-GmbH nur nach Zustimmung von mindestens 80 Prozent der Mitglieder m&#246;glich wird. Damit wurde die 50+1-Regel quasi in der Satzung des TSV Fortuna D&#252;sseldorf von 1895 festgeschrieben.</p>
<p><strong>Das Fazit</strong><br />
Eigentlich ging am gestrigen Abend erst die &#196;ra Erwin zu Ende, die gepr&#228;gt war von dem dauerhaften Versuch, die demokratische Mitbestimmung der Mitglieder zu behindern, um so wirtschaftliche und politische Interessen durchzusetzen. Das l&#228;sst sich am besten an der Ohrfeige f&#252;r ARMitglied Pr&#246;pper ablesen. Offensichtlich haben die Mitglieder erkannt, welchen Schaden die Vereinspolitik der vergangenen sieben Jahre angerichtet haben und wollen nicht mehr, dass irgendein Mitglied der Erwinista irgendeine Rolle im Verein spielen soll. Dieser Erkenntnis haben sie Taten folgen lassen.<br />
Nat&#252;rlich erheben sich sofort Stimmen, die die Unruhe im Verein zum falschen Zeitpunkt beklagen und Image-Verluste bef&#252;rchten. Dass das Image der Fortuna unter dem ewigen Vertuschen, Mauscheln und Mobben viel mehr gelitten hat, wollen diese Stimmen nicht wahrhaben. Denn was gestern passiert ist, legt im besten Fall den Grundstein f&#252;r eine ganz neue Fortuna, einen Verein wie es ihn seit den siebziger Jahren nicht mehr gegeben hat: seri&#246;s, transparent, realistisch und nicht durch Fremdinteressen gebeutelt.</p>
<p>Dass dazu der Obama-Effekt des Dr. Ernst n&#246;tig war, also Emotion gepaart mit Kalk&#252;l, passt in die Zeit, in der Menschen wieder Vorbilder suchen, Personen zu denen sie aufschauen k&#246;nnen und denen sie die Heilung zutrauen, ist nur eine Facette. Denn selbst wenn Dr. Ernst nicht wieder antritt, werden die Fortuna-Mitglieder nie wieder so machtlos sein wie in der &#196;ra Erwin.</p>
<p><em>["Obama-Effekt (c) by Raf - danke daf&#252;r!]</em></p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.208) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/fortuna/der-obama-effekt.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Fu&#223;ball muss brennen!</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Apr 2009 10:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/04/galatasaray_ultras_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Wenn die das machen, ist es s&#252;dl&#228;ndisches Temperament. Wenn wir das machen, nennt man es Ausschreitungen"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/04/galatasaray_ultras.jpg" alt="galatasaray_ultras" /></a>K&#252;rzlich sah ich mir auf Premiere irgendein Heimspiel der TS Hoffenheim an. Es war ein Flutlichtspiel, und das neue Stadion in Sinsheim war gut besucht. Mitte der ersten Halbzeit traute ich meinen Ohren nicht: Von den Zuschauerr&#228;ngen kam kaum ein Ton, es war so gut wie totenstill. Da ging meine Erinnerung ganz weit zur&#252;ck in die sechziger Jahre. Pl&#246;tzlich sah ich mich vor dem Schwarzwei&#223;-Fernseher bei Onkel Harald sitzen und ein L&#228;nderspiel ansehen. Die Ger&#228;uschkulisse hatte ich wieder in den Ohren: Ein durchg&#228;ngiges Gemurmel gemischt mit kr&#228;chzenden Tr&#246;ten. Und dann im Vergleich der Jubel der mitgereisten D&#252;sseldorfer bei den vier Toren der Fortuna im vergangenen Mai in Erfurt. Schreie, Ges&#228;nge, Trommeln. Dreimal Zuschauerkulisse, dreimal anders. Und ich fragte mich, was eigentlich den emotionalen Reiz von Fu&#223;ballspielen ausmacht.<span id="more-2717"></span></p>
<p>Bis vor ein paar Jahren geh&#246;rte ich auch zu den Trib&#252;nenhocker, die w&#228;hrend einer Partie mit dem Sitznachbarn fachsimpeln und h&#246;chstens bei einem Tor der eigenen Mannschaft aufspringen und applaudieren. Seit 2004 aber bin ich Teil der Kurve. So nennen die aktiven Fans die Gemeinschaft derjenigen, die ihr Team durchgehend und lautstark anfeuern. Ja, ich singe und schreie mit. Und das macht jedes Spiel zu einem authentischen Erlebnis. Nein, ich bin kein Arenakunde, ich bin Fan. Und das ist ein Unterschied, der sehr genau die Grenzlinie zwischen dem beschreibt, was die Fu&#223;ballfreunde wollen und dem, was DFB und DFL im Verein mit den Medien (und der werbetreibenden Wirtschaft) haben wollen. F&#252;r Letztere ist der Fu&#223;ball nicht mehr als die Folie f&#252;r Reklame, Entertainment und Business. Das kann der Fu&#223;ball aber nur sein, wenn das Umfeld domestiziert wird, wenn Emotionen nicht nur kanalisiert, sondern k&#252;nstlich erzeugt werden. In dem so angestrebten modernen Fu&#223;ball wird der Zuschauer vor Ort, aber auch der am heimischen TV, als Konsument betrachtet, der sein Geld gibt, um eine Ware zu bekommen. Diese Ware ist Beteiligung ohne Engagement. Ganz &#228;hnlich wie in der Werbung, die beim Kauf eines Produkts Jugend und Sch&#246;nheit verspricht, soll der Fu&#223;ball Eomotion ohne Anstrengung versprechen. Das geht nur, wenn sich der Inhalt einer Arena an die Regeln h&#228;lt, also tut, was er soll.</p>
<p>Nach hiesigem Verst&#228;ndnis geh&#246;rt wilder Support nicht dazu. Wenn die Fans von Galatasaray Istanbul im Spiel gegen den HSV Dutzende bengalischer Fackeln abbrennen lassen, dann wird das als s&#252;dl&#228;ndisches Temperament bezeichnet. Der Reporter sagte dazu: &#8220;Sch&#246;n anzusehen, aber nicht ganz ungef&#228;hrlich.&#8221; Lassen es aber die Fans von Werder Bremen in St-Etienne rauchen und fackeln, dann nennt ein anderer Fernsehmann sie Idioten und bezeichnet das Ganze als Ausscheitungen. Jede Form von Pyrotechnik, die in deutschen Stadien leider vollst&#228;ndig verboten ist, wird flugs zur Gewalt erkl&#228;rt. &#220;brigens: Von nennenswerten Verletzung unbeteiligter Zuschauer durch Bengalos, B&#246;ller oder Rauchpulver ist nichts bekannt &#8211; lediglich das Werfen solcher Dinger auf gegnerische Fans, Spieler und Schiedsrichter ist nicht nur gef&#228;hrlich, sondern hat bereits &#246;fter zu mehr oder weniger schweren Verletzungen gef&#252;hrt. Der ehemalige Fortuna-Torh&#252;ter Georg Koch musste k&#252;rzlich seine Karriere aufgeben, weil ein in seiner N&#228;he explodierender Kracher Ohr und Gleichgewichtsorgan verletzt hatte.<br />
Das Verbot von Pyrotechnik zielt auf eine bestimmte Klientel: Eltern mit Kindern. Die sind in mancher Hinsicht eine optimale Kundengruppe, da sie im Umfeld der Arenen f&#252;r reichlich Zusatzumsatz sorgen. Wo aber Familien zwischen Fantasie-Land oder Fu&#223;ballstadion entscheiden, da muss beim Fu&#223;ball f&#252;r familiengerechte Atmosph&#228;re gesorgt werden. Pyro geh&#246;rt ebenso wenig dazu wie Schl&#228;gereien unter den Fans. Da muss die Unterhaltung (Cheerleader, Maskottchen etc.) in den Vordergrund gestellt werden. Da geh&#246;rt was Lustiges dazu (&#8220;Schalke eins, Hoffenheim null. Danke &#8211; Bitte&#8221;), aber da muss Support kindgerecht sein. St&#252;mmung geh&#246;rt zwar dazu, aber gez&#252;gelte. Und wenn die authentische St&#252;mmung ausbleibt, dann gibt es immer noch den Entertainer in der Stadionsprecherkabine, der f&#252;r Animation sorgt. So geh&#246;rt beim Spiel von Bayer Lerverkusen gegen den VfB Stuttgart, als die Fans der zur&#252;ckliegenden Werkself in dumpfes Schweigen verfallen waren und vom Stadionsprecher miuntenlang zum Anfeuern aufgefordert werden mussten.</p>
<p>Der wilde und kreative Support durch Ultra-Gruppierungen z&#228;hlt definitiv nicht zu dem, was sich die Funktion&#228;re und die Unternehmen w&#252;nschen. Diesen ausdauernden und lauten Fans sollen enge Grenzen gesetzt werden. Die bauen DFB und DFL durch eine immer wiederkehrende Kriminalisierung auf. Wenn an einer Autobahnrastst&#228;tte gegnerische Fans &#252;bereinander herfallen, dann hagelt es Stadionverbote gegen Ultras &#8211; ganz gleich, ob die als organisierte Gruppe beteiligt waren oder nicht. Neuester Trend in dieser Richtung ist es, den Begriff &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/RubBC20E7BC6C204B29BADA5A79368B1E93/Doc~E633C17A106BE46BC8982DB603221277F~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">Hooltras</a>&#8221; einzuf&#252;hren. Ziel der Verwendung dieses Kunstwortes ist es, erneut die Angst vor Hooligans zu entfachen, also vor jenen Leuten, die vor rund zehn Jahren immer wieder f&#252;r Gewaltausbr&#252;che im Umfeld der Stadien gesorgt haben. Unter Leitung des selbsternannten &#8220;Fan-Forschers&#8221; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_A._Pilz">Gunter Pilz</a>, der von dem, was Ultras so treiben, mangels Zugang soviel Ahnung hat wie die Kuh vom Klettern, sollten alle Ultra-Gruppierungen pauschal zu Gewaltt&#228;tern erkl&#228;rt und letztlich aus den Stadien ferngehalten werden.</p>
<p>Nat&#252;rlich wissen die Verantwortlichen, dass sie ohne Anfeurung durch Fans das Enotions-Versprechen gegen&#252;ber den Arenakunden nicht einl&#246;sen k&#246;nnen. Deshalb experimentieren sie seit Jahren mit organisertem und offiziellem Support herum. D&#252;mmstes Beispiel ist der DFB-Fanclub. Da hat man ein paar H&#228;nde voll Deppen gefunden, die f&#252;r kleine Mark Trommeln schlagen und Schwarzrotgold schwenken, auch wenn &#8211; wie beim <a href="http://www.rainersche-post.de/spocht/fussballerei/laenderspiel-ungepflegte-langeweile.php">L&#228;nderspiel gegen Norwegen</a> in D&#252;sseldorf erlebt &#8211; die Zuschauer keinen Grund sehen, die Nationalelf anzufeuern. Nach &#228;hnlichem Muster unterst&#252;tzt die Hopp&#8217;sche TSG &#252;brigens Fanclubs, die sich offiziell registrieren lassen. Wie &#252;berhaupt der SAP-Milliard&#228;r Hopp einer der flei&#223;igsten Protagonisten des modernen Fu&#223;balls ist und seine Geldmacht in diesem Sinne lobbym&#228;&#223;ig einsetzt.</p>
<p>Und was hat das mit dem Thema &#8220;Stehpl&#228;tze&#8221; zu tun? Der regulierte, gez&#228;hmte Fan braucht keine Stehpl&#228;tze. Er sitzt da, l&#228;sst sich unterhalten und zeigt Emotion nur dann, wenn er sich selbst feiert. Gern mit ironischer Distanz oder als Mittel zum Zweck der After-Game-Party (siehe WM 2006). Das l&#228;sst sich im Sitzen gut bewerkstelligen. Wer den Fu&#223;ball aber als Teil seines Lebens begreift, als ein St&#252;ck Heimat, das sich f&#252;r kein Geld kaufen l&#228;sst, wer seine Mannschaft anfeuern will, wer authentische Emotionen sucht und braucht, der muss bei der Aus&#252;bung seiner Leidenschaft stehen. Da m&#252;ssen K&#246;rper aneinander sto&#223;en, da muss man beim Tor auch mal ein paar Reihen hinab schwappen, da muss man sich bewegen k&#246;nnen. Das geht nur auf echten Stehplatztrib&#252;nen.<br />
Ob es daran liegt, dass der Sch&#246;pfer der D&#252;sseldorfer Mehrzweckarena, der verstorbene OB Erwin, ein Vertreter des modernen Fu&#223;balls war, ist ungewi&#223;. Fest steht, dass die Noch-LTU-Arena in der NRW-Landeshauptstadt das einzige neuere Stadion ohne Stehpl&#228;tze ist. Die Bauten auf Schalke, in M&#246;nchengladbach und in K&#246;ln &#8211; selbst die Kommerzarena in Sinsheim! &#8211; haben ganz selbstverst&#228;ndlich Stehpl&#228;tze. Diese werden &#252;brigens bei internationalen Begegnungen, die qua UEFA- oder FIFA-Gesetzgebung stehplatzfrei sein m&#252;ssen, mit mobilen Sitzen umger&#252;stet. Nicht so in D&#252;sseldorf. Zwar hat Joachim Erwin Fanvertretern seinerzeit &#246;ffentlich versprochen, es werde Stehpl&#228;tze geben, sobald die Fortuna regelm&#228;&#223;ig in der Arena spiele, aber dieses Versprechen hat er gebrochen. Pl&#246;tzlich hie&#223; es, die Statik der S&#252;dtrib&#252;ne sei darauf nicht ausgerichtet, und der Umbau w&#252;rde Millionen kosten. Damit geben sich die F95-Fans aber nicht zufrieden und haben die Initiative &#8220;<a href="http://www.stehplaetze-fuer-duesseldorf.de/startseite.htm">Stonn op!</a>&#8221; gegr&#252;ndet, die viel Zulauf auch von Sitzplatzbesuchern hat und von vielen befreundeten Fans (zum Beispiel denen von Wismut Aue) unterst&#252;tzt wird. Die Argumentation pro Stehpl&#228;tze l&#228;sst sich kaum besser zusammenfassen als in folgendem Beitrag von Peter Rueben in der Aktuellen Stunde des WDR3 vom 17.03.2009:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/qUo5KVeNl1E&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/qUo5KVeNl1E&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.208) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/fortuna/fussball-muss-brennen.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Bock wieder zum G&#228;rtner gew&#228;hlt</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 19:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was soll man von einem Bundesland erwarten, in dem ein gro&#223;er Teil der Bev&#246;lkerung freiwillig sauer gewordenen Apfelsaft trinkt? Nun ist der Hesse an sich ja seit Jahrhunderten unberechenbar. Das muss damit zusammenh&#228;ngen, dass der Hesse vor allem leicht zu beeinflussen ist. Sonst h&#228;tte er sich nicht jahrzehntelang durch eine f&#252;r Normalmenschen unertr&#228;gliche Fernsehsendung namens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/01/blauer_Bock_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Die Hessen w&#228;hlen im Zweifel immer ne Quarkfresse"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/01/blauer_bock.jpg" alt="blauer_bock" /></a>Was soll man von einem Bundesland erwarten, in dem ein gro&#223;er Teil der Bev&#246;lkerung freiwillig sauer gewordenen Apfelsaft trinkt? Nun ist der Hesse an sich ja seit Jahrhunderten unberechenbar. Das muss damit zusammenh&#228;ngen, dass der Hesse vor allem leicht zu beeinflussen ist. Sonst h&#228;tte er sich nicht jahrzehntelang durch eine f&#252;r Normalmenschen unertr&#228;gliche Fernsehsendung namens &#8220;zum Blauen Bock&#8221; repr&#228;sentieren lassen &#8211; oder eben &#252;ber Jahre durch einen CDU-Politiker, der sich Roland Koch nennt. Der Hesse, der sich gern in Nordhessen, S&#252;dhessen und Frankfurter auseinanderdividieren l&#228;sst, hat heute &#252;ber Tag daf&#252;r gesorgt, dass ebendieser Koch erneut den hessischen Garten bestellen darf. Damit erntete er die Fr&#252;chte der sozialdemokratischen Bl&#246;dheit der Frau Ypsilanti, die sich rund um ihre Statements zu einem B&#252;ndnis mit der Linken nicht bewusst dar&#252;ber war, dass sie so der BLIND-Zeitung tonnenweise Munition f&#252;r ihre mediale Hinrichtung liefert. Das spricht weniger gegen Frau Ypsilanti als f&#252;r den eklatanten Mangel an Kommunikationsexperten unter den Sozen im Land.<span id="more-1985"></span></p>
<p>Nicht einmal dagegen, dass sich durchaus zweifelhafte Parteigenossen/-innen mit Hilfe der gleichgeschalteten Medien als M&#228;rtyrer stilisieren konnten, haben die Sozen etwas unternommen. Und den Pro-Atom-Guerillero Clement wurden sie auch nicht einfach so los. Die SPD in diesen Zeiten ist ein erb&#228;rmlicher Haufen Politamateure, und die st&#228;ndigen Wahldesaster sind nicht die Folge ihrer politischen Positionen, sondern das Ergebnis einer v&#246;llig bescheuerten Kommunikation, einer naive Abwesenheit von Weltkenntnis und dem st&#228;ndigen Verschliss von allen Personen, die sich nicht zum Filze b&#252;geln lassen. Decken wir also den Mantel der Barmherzigkeit &#252;ber die Spezialdemokraten in Hessen und in der Republik.</p>
<p><strong>CDU auch im Erdgeschoss</strong><br />
Fest steht, dass nicht nur die Sozen das schlechteste Ergebnis aller Zeiten erzielt haben, sondern dass auch die Koch&#8217;sche CDU bestenfalls das zweitschlechteste Ergebnis seit 1970 geholt hat. Kein Wunder, denn keiner mag den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roland_Koch">Koch</a>, nicht einmal seine W&#228;hler. Denn irgendwelche nennenswerten Leistungen hat er als Landespolitiker nicht vorzuweisen, es sei denn, man verst&#252;nde sein unbeschadetes Lavieren durch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CDU-Spendenaff%C3%A4re#Die_Spenden_der_Hessen-CDU">CDU-Spendenaff&#228;re</a> m&#252;sste ihm als Verdienst zugerechnet werden. Stattdessen tat sich der Bock, der wieder G&#228;rtner wird, durch moralfreie <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2002/12/13/104059.html">Nazi-Vergleiche</a>, skrupelloses Spekulieren auf die Stimmen von Ausl&#228;nderfeinden und allerlei wahltaktische Schmutzigkeiten hervor. So einen kriegen die Hessen jetzt wieder als Ministerpr&#228;sidenten.</p>
<p><strong>FDP riecht besser</strong><br />
Aber nur, weil der Hesse (siehe oben) sich in seinem unerforschlichen Ratschluss entschieden hat, die FDP auf um die 16 Prozent zu pushen, einem Ergebnis, in dessen N&#228;he sie 1954 gerieten, als die W&#228;hler noch nicht demokratisiert genug waren, um vern&#252;nftigen Gebrauch von ihrer Stimme zu machen. Man kennt das ja, dass das in Richtung Konservatimus gehirngewaschene Stimmvieh zu den Liberalen greift, wenn die angebotene CDU gar zu stark riecht. An irgendwelcher Programmatik kann der Zuwachs der FDP in Hessen nicht liegen, denn die Bestand in den letzten Wochen vor allem im Bekenntnis zu einem schwarz-gelben B&#252;ndnis. Man k&#246;nnte auch sagen: Jeder achte Hesse hat sein Kreuz bei den Freidemokraten gemacht, weil die unbedingt regieren wollen. So bl&#246;d muss man erstmal sein.</p>
<p><strong>Gr&#252;ne als bessere Sozen</strong><br />
Dass aber auch die Gr&#252;nen mehr Stimmen fingen als je zuvor in Hessen (selbst als zu Zeiten des unsterblichen Joschkas, des sozialdemokratischsten Gr&#252;nen, der je mitspielen durfte), ist schwer zu deuten. Zumal das Ergebnis im Bundestrend liegt. Nat&#252;rlich gutmenscheln sich die Ex-&#214;kologen sauber durch die Medien, allen voran der t&#252;rkische Schwabe (schw&#228;bische T&#252;rke?) mit den dicken Koteletten, der es au&#223;erdem schafft, die Roth von den Kameras fernzuhalten, was die Sympathiewerte f&#252;r die Partei sicher verbessert. Der Grund besteht aber vermutlich darin, dass die Gr&#252;nen inzwischen die besseren Sozen sind. Also: Immer bereit, einen Grundsatz aufzugeben, um &#196;mter zu generieren. Und das Ganze l&#228;uft so auf eine schwarz-gr&#252;ne Regierung nach der Bundestagswahl hinaus.</p>
<p>Und die Linke? Hat sich selbst in Hessen &#252;ber die 5-Prozent-H&#252;rde gequ&#228;lt. W&#228;re aber nicht n&#246;tig gewesen.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.208) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/deutschland/bock-wieder-zum-gaertner-gewaehlt.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Corruptia Paderborn vs F95 0:0</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 10:09:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bei den tief in den Hoyzer-Skandal verwickelten Paderbornern, die derzeit Spitzenreiter der Dritten Liga sind, erreichte unsere Fortuna ein 0:0. Glaubt man diversen Berichten, waren die M&#228;nner von Kopfnuss-Meier teilweise &#252;berlegen und hatten Torchancen in Masse. Mit den Fans vers&#246;hnten sich die Jungs trotz mangelnder Verh&#252;ttung der M&#246;glichkeiten dank k&#246;rperlichem Einsatz und vollem Kampf. Immerhin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/12/sieben_eins_gross.jpg" rel="Lightbox" title="09.12.78: Fortuna vs Bayern 7:1 - ein historischer Tag"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/12/sieben_eins.jpg" alt="sieben_eins.jpg" /></a>Bei den tief in den Hoyzer-Skandal verwickelten Paderbornern, die derzeit Spitzenreiter der Dritten Liga sind, erreichte unsere Fortuna ein 0:0. Glaubt man diversen Berichten, waren die M&#228;nner von Kopfnuss-Meier teilweise &#252;berlegen und hatten Torchancen in Masse. Mit den Fans vers&#246;hnten sich die Jungs trotz mangelnder Verh&#252;ttung der M&#246;glichkeiten dank k&#246;rperlichem Einsatz und vollem Kampf. Immerhin blieb uns so das bekannte Szenario der Vorjahre erspart, in denen einer Niederlage gegen einen sp&#228;teren Absteiger eine Klatsche beim Spitzenreiter folgte. Man wird ja so bescheiden&#8230; Nach dem Spiel er&#246;ffnete der Scheinjournalist Str&#252;tker vom K***er EXPRESS das Winterloch mit einem <a href="http://www.express.de/nachrichten/sport/fussball/fortuna-duesseldorf/anfang-und-koch-gehen-auf-ihren-ex-klub-los_artikel_1225960045750.html">Interview</a> mit <a href="http://www.fussballdaten.de/spieler/kochgeorg/">Schorsch Koch</a> und Markus F&#228;ngtan. Die steilen Thesen der beiden streits&#252;chtigen Herren: a) Co-Trainer Uwe Klein ist schuld und b) Henkel und Zamek w&#252;rden sponsorn, wenn Konzept. Das Man&#246;ver ist mehr als durchsichtig, weil die pers&#246;nlichen Interessen der beiden Keifer bekannt sind. W&#228;hrend Koch gern mit <a href="http://www.fussballdaten.de/spieler/schmadtkejoerg/">J&#246;rg Schmadtke</a> die Tuna umkrempeln m&#246;chte (was ja an sich hut w&#228;re&#8230;), will Anfang irgendwo unterkriechen, wo seine mangelnde Intelligenz nicht so auff&#228;llt.<span id="more-1747"></span></p>
<p>Da n&#228;mlicher Anfang (der aus unerfindlichen Gr&#252;nden f&#252;r manche ein Fortuna-Held ist&#8230;) gut mit Meier kann, spekuliert er eventuell auf den Co-Trainer-Posten. Was genau der Schorsch werden will, ist unklar. Nat&#252;rlich w&#228;re ein J&#246;rg Schmadtke mit seinen Erfahrungen bei der Alemannia Printe eine wunderbare Manageralternative zu Wolf Werner, den sie den &#8220;Betagten&#8221; nennen. Aber das ganze Paket ist mit dem aktuellen Vorstand wohl kaum machbar. Dass sich ein Schmadtke ernsthaft mit dem Deoroller (Tecklenburg) &#252;ber Fu&#223;ball unterh&#228;lt, ist ebenso wenig zu vermuten wie die Tatsache, dass er sich die Finanzen von einem Sesterhenn vermurksen l&#228;sst. Dass olle Schorsch mit Sponsoren winkt, ist allerdings ein perfider Trick. Nein, weder Henkel, noch Zamek w&#252;rden substanziell bei der Tuna einsteigen, nur weil da jemand ein Aufsteigskonzept bastelt, dass Hand und/oder Fu&#223; hat. Da ticken die Gelduhren inzwischen n&#228;mlich auch anders.</p>
<p>Eigentlich tr&#228;umen alle &#252;berzeugten Fortunisten immer noch von den sp&#228;ten siebziger Jahren; insbesondere vom grandiosen <a href="http://www.7zu1.de/">7:1</a> am 09.12.78 gegen die Schei&#223;bayern. Das waren die gro&#223;en Zeiten des TSV Fortuna D&#252;sseldorf von 1895 e.V.; sie begannen mit dem f&#252;nften Platz am Ende der Erstligasaison 1977/78, f&#252;hrten &#252;ber die Pokalsiege 1979 und 1980 und das knapp verlorene Europacup-Finale gegen Barcelona am 16.05.79 bis zu einem eben noch vermiedenen Abstieg 1981. Insgesamt nicht mehr als f&#252;nf Jahre, nach denen nicht mehr viel Erfreuliches kam &#8211; h&#246;chstens noch der Durchmarsch aus der Oberliga in die erste Bundesliga zwischen 1993 und 1994. Auf diese kurze Phase und die Deutsche Meisterschaft 1933 berufen sich alle, die Fortuna f&#252;r einen Traditionsverein halten, und das ist merkw&#252;rdig.<br />
Wenn f&#252;r diesen komischen Verein mittelfristig etwas m&#246;glich ist, dann in etwa auf dem Level wie die Alemannia aus Aachen; also ein Stammplatz in der zwoten Liga, mal im DFB-Pokal r&#228;ubern, in die erste Liga auf- und wieder absteigen. Mehr wird in den n&#228;chsten zehn, f&#252;nfzehn Jahren nicht drin sein. Es sei denn, ein poseteff bekloppter Geldsack startet das Projekt &#8220;Fortuna&#8221; und investiert à la longue so um die 100 Milli&#246;nchen. Wer sollte das sein? Und warum?</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.208) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/fortuna/corruptia-paderborn-vs-f95-00.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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