Suchergebnisse zum Schlagwort "Kö-Bogen"

Hitlers Bauprofessor Tamms

Tamms und die autogerechte Stadt

tausendfuesslerAn dieser Stelle wurde bereits mehrfach über das städtebauliche Wüten des Friedrich Tamms in Düsseldorf berichtet – bis dato vor allem als historischer Rückblick. Nun hat sich die taz dankenswerterweise mit dem Thema befasst. Klaus Englert schlägt dabei den Bogen von der Karriere des Friedrich Tamms als Hitler-Protegé über die städtebauliche Philosophie des Hitler-Baumeisters Sperr für eine faschistische Nachkriegszeit bis zu dem, was eben dieser in Düsseldorf wider jeder Vernunft immer noch verehrte Tamms angerichtet hat. Tatsächlich scheint die Idee der autogerechten Stadt eine zu sein, die im faschistischen Deutschland geboren und von Tamms u.a. in Düsseldorf realisiert wurde. Deshalb müssen die Veränderungen am Jan-Wellem-Platz (aka “Kö-Bogen”) und an der Nord-Süd-Achse auch als Entnazifizierung des hiesigen Städtebaus begriffen werden. [weiterlesen...]

» Bericht von Rainer Bartel am 06.05.09
» in Rubrik(en): Düsseldorf » 861x gelesen

Düsseldorf: Stadtplanung ohne Strategie

Jan-Wellem-Platz statt Kö-Bogen

janwellem_platzGelegentlich sollte man eine Situation historisch betrachten und an ihren Anfang zurückspulen, damit nichts Grundsätzliches schief läuft. Diese Ansatz empfehlen nun dankenswerterweise die Düsseldorfer Sozialdemokraten bei der Betrachtung des Projekts “Kö-Bogen”. Denn kaum ein Düsseldorfer Bürger ist angesichts der massiven Vernebelungstaktik des ehemaligen Oberbürgermeisters Erwin in der Lage, zu beschreiben, was ursprünglich Sinn und Zweck der 350-Millionen-Übung war. Nachdem Desaster des Architekturwettbewerbs, bei dem am Ende genau ein Bewerber am Start war, und dem zweiten Wettbewerb zur Flächenplanung, der völlig neue Perspektiven eröffnet, muss die Grundsatzfrage gestellt werden. Würden die Verantwortlichen jetzt einfach weitermachen, als ob nichts wäre, könnte dies Düsseldorf eine städtbauliche Katastrophe – Bauruinen inklusive – eintragen. [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 05.02.09
» in Rubrik(en): Düsseldorf » 1067x gelesen

Kö-Bogen-Investor potent genug?

Zweifel an Zechbau

zechbau_schildWie hierorts bereits vor zwei Wochen angesprochen, muss sich jeder wohlmeinende Düsseldorfer die Frage stellen, ob die Zechbau aus Bremen der geeignete Investor für die Bebauung des Jan-Wellem-Platzes aka “Kö-Bogen” ist. Diesen Zweifel haben nun die hiesigen Sozen für sich entdeckt. Auch wenn der Sozen-Wurm sich nicht festlegen will, was ihn und die Genossen skeptisch macht: Es geht generell um die Frage, ob die Zechbau überhaupt in der Lage ist, die Investition in Höhe von mindestens 346 Millionen Euro zu stemmen. Und wenn ja, aus welchen Quellen sich diese Investitionen speisen. [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 28.01.09
» in Rubrik(en): Düsseldorf,Wirtschaften » 2052x gelesen

Wer gut schmiert, der viel baut?

Wie korrupt ist die Bauindustrie?

auffem_bauMan nehme den Namen eines x-beliebigen Unternehmens der Baubranche und google diesen in Kombination mit Begriffen wie “Schmiergeld”, “Bestechung”, “Bestechlichkeit” oder “Korruption”. Das Ergebnis ist so deutlich wie niederschmetternd: Offensichtlich hat der größte Teil der Bauindustrie schon einmal aktiv mit dem Thema zu tun gehabt. Das nimmt angesichts der Summen, die bei Großbauten bewegt werden, auch nicht weiter wunder. Denn wenn ein Unternehmen den Zuschlag für ein Projekt mit einer Investitionssumme jenseits der 10-Millionen-Euro-Marke bekommt, dann fallen Schmiergelder um die 500.000 nicht weiter ins Gewicht.

In Düsseldorf steht ein Großprojekt vor der Tür: Der so genannte “Kö-Bogen“. Es geht dabei um die Bebauung des Jan-Wellem-Platzes, einem innerstädtischen Schandfleck. Nachdem der Versuch des verstorbenen Oberbürgermeisters Joachim Erwin, das Projekt mit der Trinkaus-Bank durchzuführen, an EU-Richtlinien gescheiert ist, gab es einen Wettbewerb, an dessen Ende nur noch ein Mitstreiter stand. Es handelt sich um das Planungsbüro “Die Developer” des Ex-Strabag-Managers Stefan Mühling. Als Investor, der deutlich über 300 Millionen Euro für Grundstück und Bausubstanz mitbringen muss, tritt die Bremer Zechbau an, die 75 Prozent an Mühlings Company hält. [weiterlesen...]

» Bericht von Rainer Bartel am 24.01.09
» in Rubrik(en): Düsseldorf,Wirtschaften » 1507x gelesen

Kö-Bogen-Wettbewerb: Einer blieb übrig

Habense mal 346 Mio für’n Kö-Bogen?

libeskind_koebogen.jpgIm wirklichen Leben ist es ja so, dass man ein Erbe ausschlagen kann. Eine Stadt, deren OB verstorben ist, kann sich gegen das, was dieser vermacht hat, nicht so einfach wehren. Eines der Lieblingsprojekte des ehemaligen Düsseldorfer OB Erwin war die Bebauung des mit voller euphemistischer Wucht so genannten “Kö-Bogens”. Aber er hatte sich das ganz anders vorgestellt, als es bis jetzt gelaufen ist – und versucht, seine Vorstellungen wie gewohnt gegen jeden Widerstand durchzupeitschen. Es geht nach wie vor darum, dass der Jan-Wellem-Platz zwischen dem südlichen Hofgarten, dem Nordende der Kö und der Fischerstraße komplett bebaut werden soll. Dazu hatte sich J.Erwin die Trinkaus-Bank ausgeguckt und alle Randbedingungen so gestaltet, dass das Unternehmen der HSBC-Bankengruppe den Zuschlag kriegen musste. Zum Glück waren die EU-Richtlinien dagegen, und so musste ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. Nur fünf Kontrahenten wollten sich dem ursprünglich stellen. Aber dann ging’s wie bei den zehn kleinen Jägermeistern: [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 15.01.09
» in Rubrik(en): Düsseldorf » 1673x gelesen

Kö-Bogen: Bittere Niederlage für Bürgerinitiative

Laut der offiziellen Website mit den Ergebnissen des Bürgerentscheids zum Kö-Bogen hat die Bürgerinitiative eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Von rund 457.000 Stimmberechtigten beteiligten sich leider nur knapp 77.000 (16,8 Prozent), von den 82,4 Prozent mit JA stimmten. Notwendig gewesen wäre aber eine Beteiligung von mindestens 91.458 Bürgern. Damit steht fest, dass der Verkauf des Düsseldorfer Filets zwischen Kö und Hofgarten wie geplant an die HSBC-Tochter Trinkaus-Bank stattfinden kann und der Jan-Wellem-Platz mit hoher Wahrscheinlichkeit mit gewalttätiger Büroarchitektur vollgeklotzt wird. Eine Jahrhundertchance zur Stadterneuerung wurde vertan, die Erwinista, die diese Stadt nach ihrem Willen umbauen will, konnte nicht gestoppt werden.

» Meldung von Rainer Bartel am 13.04.08
» in Rubrik(en): Düsseldorf » 452x gelesen

Kö-Bogen: CDU glaubt an Sieg der Bürgerinitiative

koebogen_bau.jpgBekanntlich können die Düsseldorfer Bürger morgen (13.04.2008) per Bürgerbegehren verhindern, dass der Jan-Wellem-Platz an die HSBC-Tocher Trinkaus-Bank verkauft wird. Wer mit JA stimmt, erklärt seinen politischen Willen, dass das Grundstück in den nächsten zwei Jahren nicht veräußert werden darf. Die Aktiven der Bürgerinitiative erhoffen sich so, dass die komplette Umgestaltung des innerstädtischen Schandflecks zwischen Hofgarten, Königsallee und Schauspielhaus im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs erarbeitet wird. Ganz anders sieht das die Erwinista, also die Kamarilla des Oberbürgermeisters Joachim Erwin, momentan besonders durch Statements des Erwin-Proteges Gregor Bonin in der Öffentlichkeit vertreten. Diese Machtgruppe zwingt ihre Partei, die CDU, für Stimmen gegen das Bürgerbegehren zu werben.
Heute morgen kam ich mit einem der CDUler ins Gespräch, der erfolglos versuchte, den Einkaufenden die Anti-Bürgerbegehren-Propaganda in die Hand zu drücken. Der junge Mann meinte, weite Kreise der örtlichen CDU seien mit der vom OB vorangetriebenen Planung ziemlich unglücklich. Außerdem wisse er, dass auch etliche CDU-Mitglieder beim Bürgerbegehren mit JA stimmen würden. Hinter vorgehaltener Hand bekannte er auch, dass sich viele hiesige Christdemokraten eine Niederlage des Oberbürgermeisters wünschen, der in der Partei schon längst nicht mehr verankert sei. Weiter bekannte er auch, dass sich viele Mitglieder auch wünschen, es würde sich endlich jemand outen, anstelle von Joachim Erwin bei der nächsten OB-Wahl im November 2009 anzutreten.

[weiterlesen...]

» Bericht von Rainer Bartel am 12.04.08
» in Rubrik(en): Düsseldorf » 663x gelesen

blogoscoop