Hitlers Bauprofessor Tamms
An dieser Stelle wurde bereits mehrfach über das städtebauliche Wüten des Friedrich Tamms in Düsseldorf berichtet – bis dato vor allem als historischer Rückblick. Nun hat sich die taz dankenswerterweise mit dem Thema befasst. Klaus Englert schlägt dabei den Bogen von der Karriere des Friedrich Tamms als Hitler-Protegé über die städtebauliche Philosophie des Hitler-Baumeisters Sperr für eine faschistische Nachkriegszeit bis zu dem, was eben dieser in Düsseldorf wider jeder Vernunft immer noch verehrte Tamms angerichtet hat. Tatsächlich scheint die Idee der autogerechten Stadt eine zu sein, die im faschistischen Deutschland geboren und von Tamms u.a. in Düsseldorf realisiert wurde. Deshalb müssen die Veränderungen am Jan-Wellem-Platz (aka “Kö-Bogen”) und an der Nord-Süd-Achse auch als Entnazifizierung des hiesigen Städtebaus begriffen werden. [weiterlesen...]