Das Ende des Kaufrausches
Ja, klar, wird der eine oder andere sagen, kaum wird per Frankfurter Rundschau ein gigantischer Diebstahl von Kreditkartendaten gemeldet, sollen wir paranoid werden und uns vom geliebten Plastikgeld trennen. Nein, sage ich, dass jedermann für vergleichsweise kleines Geld derartige Daten kaufen kann, ist ein vergleichsweise alter Hut. Auch wenn es natürlich für einen Kartenhalter bitter werden kann, wenn seine Daten missbraucht werden, ist doch das Prinzip der Kreditkarte selbst ein Totengräber des Finanzwesens, dessen Rolle erst in den nächsten Woche so richtig bekannt werden wird.
Dass über den KK-Prozessor Atos Origin ermittelte Daten der FR zugespielt wurden, erscheint spektakulär, steht aber in einer Tradition, die bis mindestens 2000 zurückreicht. Schon in jenem Jahr konnte jeder halbwegs mit den Nischen des Internets Vertraute sich KK-Nummern samt aller notwendigen Daten beschaffen und benutzen. [weiterlesen...]