Fortuna hat gewählt. Und das gleich zweimal in der vergangenen Woche. Gestern hat die Mannschaft für sich entschieden, zu gewinnen. Das taten die Akteure durch ständigen Kampf um den Ball und durch das – wie sagen die Statistikvorleser, die sich “Spochtrepochter” nennen? – Abrufen ihres spielerischen Potenzials. Natürlich hat sich Lumpi wieder durchgehend den Arsch aufgerissen, aber auch Spieler, die von den eigenen Fans nach den Blamagen von Duisburg, Lübeck und Ahlen als “Püppchen” und “Söldner” diffamiert worden waren, gingen dahin, wo’s den anderen weh tut. Natürlich kam der Sieg eigentlich nur zustande, weil der junge Herr Lampertz, der seine Rolle als wahrer Fortune wirklich gut darstellt, bereits in der ersten Spielminute eine Hütte machte. Wäre die erste Halbzeit torlos geblieben, steht zu vermuten, dass das Team ab Minute 60 abgebaut und vielleicht sogar verloren hätte. So realistisch muss man das auch mal sehen. So aber stand eine Defensivreihe aus lauter B-Profis überraschend sicher vor dem nicht überzeugenden Torhüter Ratajczak, und die nominellen Stürmer halfen vor dem Strafraum tatkräftig mit. Da die Doofmunder Kinder (unter ihnen auch eine Spross der Rummenigge-Dynastie) eifrig mitspielten, machten sie den Weg frei für das, was die Tuna-Elf diese Saison schon immer schön machte: Kontern.