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	<title>Rainer&#039;sche Post &#187; Linke</title>
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	<description>Düsseldorf - RestDerWelt - Kultuur - Spocht</description>
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		<title>Was wollen wir trinken? &#8230; gel&#246;st</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 14:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
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		<description><![CDATA[Bevor irgendwer durch die &#220;berschrift auf die falsche F&#228;hrte gelockt wird: Nein, gesucht wird nicht diese uns&#228;gliche Holl&#228;ndertruppe, die seinerzeit s&#228;mtliche friedensbewegten &#214;kopaxe zum Mitsingen brachte. Obschon die Band, nach der heuze gefragt wird, eins mit den Bots gemein hat. Sie ist n&#228;mlich durch und durch politisch. Dass das in Gro&#223;britannien immer auch popul&#228;r war, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="wp-content/uploads/2009/03/chumbawamba_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Die Damen und Herren vom Musikkollektiv Chumbawamba aus Leeds"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/03/chumbawamba.jpg' alt='chumbawamba.jpg' /></a>Bevor irgendwer durch die &#220;berschrift auf die falsche F&#228;hrte gelockt wird: Nein, gesucht wird nicht diese uns&#228;gliche Holl&#228;ndertruppe, die seinerzeit s&#228;mtliche friedensbewegten &#214;kopaxe zum Mitsingen brachte. Obschon die Band, nach der heuze gefragt wird, eins mit den Bots gemein hat. Sie ist n&#228;mlich durch und durch politisch. Dass das in Gro&#223;britannien immer auch popul&#228;r war, beweisen nicht nur Billy Bragg und Tom Robinson, sondern vor allem dieses Musikkollektiv, dass sich in den mehr als 25 Jahren ihrer Existenz nie an die Spielregeln des Musik-Businesses gehalten hat. 1997 hatten sie ganz &#252;berraschend einen Top-Ten-Hit, der es in UK auf Platz 2, in den USA auf Platz 6 und hierzulande bis auf Platz 11 brachte. Bis dato haben die Damen und Herren insgesamt 17 Alben fabriziert &#8211; durchweg in Eigenregie. Und fast alle CDs kann man auf deren Website f&#252;r ziemlich kleines Geld erwerben. Der gr&#246;&#223;te Teil des Oeuvres besteht aus dem, was man manchmal als Agitprop bezeichnet &#8211; immer linksparteiisch, feministisch, antirassistisch und antifaschistisch. Und trotzdem ist die Musik unglaublich vielf&#228;ltig und spielt sich auf allerh&#246;chstem Niveau ab.</p>
<p>1) Wie hei&#223;t die Band: <a href="http://www.chumba.com/"><strong>Chumbawamba</strong></a><br />
2) Wie hie&#223; ihr Top-Ten-Hit: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=hDkVQvhZx04"><strong>Tubthumping</strong></a></p>
<p><span id="more-2668"></span><br />
Ist ja wohl klar, dass bei diesen Anarchisten jeder b&#252;rgerliche Rechtsweg ausgeschlossen ist. Denn genug ist genug.</p>
<p>Da hat der Herr Weed aber schnell rausgefunden, wer gesucht war. Respekt! Dabei ist die Truppe mit dem merkw&#252;rdigen Namen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chumbawamba">Chumbawamba</a> hierzulande eher unbekannt. Und ihr Ohrwurm &#8220;Tubthumping&#8221; l&#228;uft ja auch nur noch selten im Radio. Ich hatte das gro&#223;e Vergn&#252;gen, das Kollektiv aus Leeds vor zwei oder drei Jahren live mit einer Accoustic-Session zu erleben &#8211; es war ein ph&#228;nomenales Konzert mit einer verbl&#252;ffenden Mischung aus Arbeiterlieder im A-Capella-Sound, bissigen Songs gegen Schwulenhass im Reggae-Rhythmus, Folksongs und Rocktiteln. Inzwischen besitze ich eine gro&#223;e Sammlung an Chumba-Alben und h&#246;re die auch regelm&#228;&#223;ig.</p>
<p>Warum ausgerechnet &#8220;Tubthumping&#8221; so eingeschlagen hat, ist ein bisschen r&#228;tselhaft. Okay, schon &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=aY_n2BtvKIE">Enough is enough</a>&#8221; (mit der ewig wahren Textzeile &#8220;Give the fascist man a gunshot&#8221;) und &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=pvQtMcETc0g">Timebomb</a>&#8221; kamen auch schon in die Charts. Es muss diese Mischung aus tanzbarem Rhythmus, toller Frauenstimme, Trompete und rapartigem Gesang gewesen sein, die das Ding hat so hoch kommen lassen. &#220;brigens: Mit Tubthumping bezeichnet man es, wenn Politiker oder Redner sich aufregen und dann anfangen zu schreien, im &#252;bertragenen Sinne steht es auch f&#252;r Demagogie, und in den USA nennt man eine gewisse Sorte Politiker &#8220;Tubthumper&#8221;. Die Chumbas haben es in noch weiteren Sinne gebraucht: Aufstehen! Meinung sagen! Rumbr&#252;llen! Sau rauslassen! Und dann einen trinken gehen&#8230;<br />
Hier ein sehr sch&#246;ner Clip vom Lied; die Band hat es geschafft, bei David Letterman aufzutreten, wurde aber nicht interviewt. Immerhin setzten Sie spontan den Satz &#8220;Free <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mumia_Abu-Jamal">Mumia Abu-Jamal</a>&#8221; ein, ohne dass dies rausgeschnitten oder beanstandet wurde. Nicht nur daf&#252;r bewundere ich diese Gruppe, viel mehr eigentlich f&#252;r ihr konsequentes Handeln &#252;ber all die Jahre. Kleiner Tipp: Die Chumbas werden dieses Jahr zweimal in Deutschland zu sehen sein: Am 09.05. beim Wormser Kultursommer und am 04.07.09 in Oldenburg &#8211; beide Male umsonst und drau&#223;en. Ich werde da sein!</p>
<p>.<br />
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<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/kultuur_popp/was-wollen-wir-trinken.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Die Linke hat versagt</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Jan 2009 13:43:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da sage noch einer, Wirtschaftskrisen helfen den Linken. Wenn dem so w&#228;re, dann m&#252;sste die Partei, die aus der Verschmelzung von &#214;l und Wasser entstanden ist, steigende Umfragewerte verzeichnen. Tut sie aber nicht, denn die LINKE versagt seit Monaten auf der ganzen Linie und bewegt sich mit Riesenschritten zur&#252;ck in Richtung Ostalgie-Partei. Hauptursache f&#252;r den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/01/linke_parteitag_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Beim Gr&#252;ndungsparteitag der LINKEn: Oskar schmei&#223;t gleich Blumen"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/01/linke_parteitag.jpg" alt="linke_parteitag" /></a>Da sage noch einer, Wirtschaftskrisen helfen den Linken. Wenn dem so w&#228;re, dann m&#252;sste die Partei, die aus der Verschmelzung von &#214;l und Wasser entstanden ist, steigende <a href="http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm">Umfragewerte</a> verzeichnen. Tut sie aber nicht, denn die LINKE versagt seit Monaten auf der ganzen Linie und bewegt sich mit Riesenschritten zur&#252;ck in Richtung Ostalgie-Partei. Hauptursache f&#252;r den anhaltenden Misserfolg au&#223;erhalb der neuen Bundesl&#228;nder war und ist, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Sodann">Tatortclown Sodann</a> als eigenen <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/bundespraesidentenwahl-kommissar-gegen-koehler_aid_340670.html">Kanidaten f&#252;r die Wahl des Bundespr&#228;sidenten</a> im Mai 2009 aufzustellen. Nun gut, der Mann ist Schauspieler und damit dem wirklich wahren Leben gro&#223;r&#228;umig entzogen. Was ihn aber au&#223;er einem markanten Gesicht qualifiziert, den Z&#228;hlkandidaten der Linken zu machen, bleibt undurchsichtig. Seine politische Erfahrung besteht darin, mal als Konterrevolution&#228;r im DDR-Knast gesessen zu haben, seine politischen Positionen sind &#8211; um es vorsichtig auszudr&#252;cken &#8211; eher gew&#246;hnungsbed&#252;rftig. Und zur Finanzkrise hat er nicht mehr zu sagen, als dass <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Die-Linke-Peter-Sodann;art122,2641244">DB-Ackermann in den Knast</a> geh&#246;rt.<span id="more-1963"></span></p>
<p>Dass der Vervolksschauspieler dies im Nachhinein als humoristischen Ausflug kennzeichnet, macht die Sache nicht besser. Peter Sodann steht f&#252;r nichts au&#223;er der erneut anschwellenden Sehnsucht der Ossis nach der DDR. Die ist so schwer nicht nachvollziehbar, war es doch im Arbeiter-und-Bauernstaat f&#252;r alle, die nicht laut muckten, recht kuschelig, und Stress war abwesend. Tats&#228;chlich entdeckt auch mancher Wessi den Ossi in sich angesichts drohender Arbeitslosigkeit und/oder Karrieredruck. Nur hat das alles mit Politik, zumal linker Politik nichts zu tun.</p>
<p>Und der linke Rest? <a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Fragen-des-Tages;art693,1894993">Gregor Gysi</a> macht Hessenwahlkampf und dr&#252;ckt sich wie gewohnt in Talkshows herum. <a href="http://www.die-topnews.de/lafontaine-warnt-vor-verteilungskaempfen-in-deutschland-332995">Oskar Lafontaine</a> will nach Hause und im August Ministerpr&#228;sident vom Saarland werden. Der aufrechte <a href="http://news.google.de/news/url?sa=t&#038;ct=de/9-0&#038;fp=497098030f9c5614&#038;ei=HY1wSfK1LoG2wgGZpq2EDg&#038;url=http%3A//www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Lothar-Bisky-Linke%3Bart141%2C2701902&#038;cid=1277269698&#038;usg=AFQjCNHk-HWJIAIgsgb7dMB6sFaW1vb5Dw">Lothar Bisky</a> hat famili&#228;re Probleme und will sich demn&#228;chst als <a href="http://news.google.de/news/url?sa=t&#038;ct=de/3-0&#038;fp=497098030f9c5614&#038;ei=HY1wSfK1LoG2wgGZpq2EDg&#038;url=http%3A//www.tagesspiegel.de/politik/%3Bart771%2C2702649&#038;cid=1277046088&#038;usg=AFQjCNF-_S4sZf9jAHeA-O5WtnMQpb4_wQ">EU-Angeordneter</a> verrenten lassen. Bleiben Paradsiest&#228;ubchen wie die unverw&#252;stliche <a href="http://www.petrapau.de/">Petra Pau, die per eigener Website</a> ganz selbstst&#228;ndig linke Politik verbreitet.</p>
<p>Was aber hat uns Stimmvieh die LINKE momentan zu sagen? Die medial verbreiteten Aussagen schwanken zwischen &#8220;Hammer immer schon gesagt&#8221;, &#8220;Alle doof au&#223;er uns&#8221; und &#8220;Lasst uns mal umverteilen&#8221;. Wie genau wer was machen soll, bleibt im Nebul&#246;sen. Denn die LINKE ist ja eine Art universale Fundamentalopposition &#8211; oppositioneller als es die Gr&#252;nen je waren. Wenn die Partei Ma&#223;nahmen vorschl&#228;gt, dann entweder grundlegende oder solche, von denen sie wei&#223;, dass sie nie in die Realit&#228;t &#252;berf&#252;hrt werden k&#246;nnen. Das ist unw&#228;hlbar.<br />
Solide Lokal- und Regionalpolitik betreiben Linke nur in den neuen Bundesl&#228;ndern, besonders wenn sie mitregieren. Da wuseln namenlose Linkspolitiker durch die Land- und Kreistage sowie Stadtr&#228;te und machen, was gemacht werden muss. Dies oft auf der Basis der spezifischen DDR-Erfahrung, die vor allem aus dem Bohren dicker Bretter bestand. Manchmal w&#252;nscht man sich, diese Methodik lie&#223;e sich auf den Westen des Landes &#252;bertragen und Linke w&#252;rden diesseits der virtuellen Zonengrenzen pragmatisch agieren &#8211; etwa so wie die Sozen bevor sie im Filz versanken.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/deutschland/die-linke-hat-versagt.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>OB-Wahl D&#252;sseldorf: Empfehlung</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 11:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am morgigen Sonntag wird sich die Mehrheit der wenigen D&#252;sseldorfer, die zur Wahl des neuen Oberb&#252;rgermeisters schreiten, f&#252;r den CDU-Kandidaten Dirk Elbers entscheiden. Daran besteht kein Zweifel. Besonders angesichts der Tatsache, dass die SPD-Kandidatin Karin Kortmann einen Anteil von 29 Prozent bei den Umfragen schon als Erfolg feiert. Wobei gesagt werden muss, dass es sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/08/elber_mitleid_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Mitleid mit Dirk Elbers"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/08/elber_mitleid.jpg' alt='elber_mitleid.jpg' /></a>Am morgigen Sonntag wird sich die Mehrheit der wenigen D&#252;sseldorfer, die zur Wahl des neuen Oberb&#252;rgermeisters schreiten, f&#252;r den CDU-Kandidaten Dirk Elbers entscheiden. Daran besteht kein Zweifel. Besonders angesichts der Tatsache, dass die SPD-Kandidatin <a href="http://www.karin-kortmann.de/">Karin Kortmann</a> einen Anteil von 29 Prozent bei den <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/605595/Elbers-in-RP-Umfrage-weiter-vorn.html">Umfragen</a> schon als Erfolg feiert.</p>
<p>Wobei gesagt werden muss, dass es sich um eine Umfrage interessierter Kreise handelt: Die &#228;u&#223;erst CDU-nahe Rheinische Post hat sie in Kooperation mit den inzwischen auch linientreuen Lokalradio- und -fernsehvereinen <a href="http://www.antenneduesseldorf.de/web/themen/standards/blogs/wahlkampf2008/index.php">Antenne D&#252;sseldorf</a> und <a href="http://centertv.tp-pro.de/index.php/rheinsichten/artikel/die_oberbuergermeisterwahl_live_bei_centertv/">center.tv</a> in Auftrag gegeben. Da wusste man schon vorher, was rauskommt.<span id="more-731"></span></p>
<p>Einen ganzen Schlag seri&#246;ser ist da die Berichterstattung der <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2008/08/22/lokd_02.xml;jsessionid=593FD31CD08B4D3A0565E8229D868EF9.mediathek2">Lokalzeit des WDR</a>. Wobei man sich schon fragt, weshalb vorwiegend CDU-Anh&#228;nger gefragt werden, ob sie den Hausmeister Elbers aka Onkel Dirk sympathisch finden. Jedenfalls entlarvt WDR-Mann Rueben den CDU-Kandidaten, indem er ihn einfach sprechen l&#228;sst. Da wird das ganze Elend des Mannes deutlich, dem die Werber den Claim &#8220;Mit Leidenschaft f&#252;r D&#252;sseldorf&#8221; angepappt haben. Das passt auf den Erwin-Nachfolger wie ein Glas <a href="http://www.koelsch-ist-kein-bier.de/">K&#246;lschbier</a> zum D&#252;sseldorfer.<br />
Auch wenn der Kandidat, der in Unterbach wohnt (F&#252;r Nichtd&#252;sseldorfer: Das liegt jenseits von Berg und See au&#223;erhalb der Stadt und z&#228;hlt mehr zu Erkrath&#8230;) dem so genannten &#8220;Arbeitnehmerfl&#252;gel&#8221; der CDU zugerechnet wird, muss er doch den einen Satz aufsagen, der als unwiderlegbares Totschlagargument f&#252;r radikale Wirtschaftsf&#246;rderung dient: &#8220;Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch den Menschen in der Stadt gut.&#8221; Was sich in der &#196;ra des despotischen OB Erwin ja eindeutig als skrupellose L&#252;ge erwiesen hat, ging doch die angeblich steigende Wirtschaftskraft des Standorts nachweisbar mit einer stark anwachsenden <a href="http://www.ik-armut.de/">Verarmung</a> der unterpriviligierten Schichten einher.</p>
<p><strong>Elbers:Weiter wie bisher</strong><br />
Aber, der Herr Elbers will das weiter betreiben, was der neoliberale Joachim Erwin in den mehr als neun Jahren seiner Regierung angerichtet hat. Vor allem: Bauen. Denn damit hat sein Vorg&#228;nger, dessen Schuhe dem Onkel Dirk mindestens drei Nummern zu gro&#223; sind, fortgesetzt und mehrfach gegen den Willen der B&#252;rger sein Ego aufpoliert. Legend&#228;r der Spruch des verstorbenen OB rund um die Bewerbung um die Worldgames als er auf fehlende Sportst&#228;tten angesprochen wurde. &#8220;Dann bauen wir eben noch was.&#8221; Den pharaonischen Bauwahn des Demokratieallergikers (angebliches Zitat Erwin: &#8220;Demokratie ist doch was f&#252;r den Kindergarten.&#8221;) bezahlt der hiesige Steuerzahler in einigen F&#228;llen langj&#228;hrig und teuer. So wird die Arena im Norden der D&#252;sseldorfer Messe in zw&#246;lf bis f&#252;nfzehn Jahren ab ihrer Er&#246;ffnung im September 2004 j&#228;hrlich zwischen acht und zw&#246;lf Millionen Euro Subventionen fressen. Derartiges will nach eigener Aussage der Hausmeister Elbers weiter betreiben.</p>
<p>Vielleicht sagt er das aber auch nur, um die Erwin-Fans unter den W&#228;hlern f&#252;r sich zu gewinnen. Denn eigentlich ist Dirk Elbers, will man seinen &#196;u&#223;erungen im Stadtrat in den vergangenen Jahren deuten, eher ein Skeptiker, was die Bauwut angeht. Ja, der CDU-Kandidat ist ein Bodenst&#228;ndiger. Und deshalb kann er einem schon ein bisschen leid tun. So betrachtet kann man den aktuellen Slogan auch so lesen: &#8220;Mit Leid &#8211; Dirk Elbers.&#8221; Denn man wird ihn am Gro&#223;kotz Erwin messen, und da kann er in keiner Hinsicht mithalten. Auch wenn er im Fortuna-Fanschal ein bisschen unbeholfen wirkt, dass er dem D&#252;sseldorfer Fu&#223;ballverein maximalen Erfolg w&#252;nscht, kann man ihm abnehmen. Ob er daf&#252;r etwas tun wird, ist eher fraglich. Selbst im Kreise von Sch&#252;tzenbr&#252;dern und Karnevalisten macht der Dirk keine wirklich gute Figur. Man muss ihm w&#252;nschen, dass dies an seiner Physiognomie liegt, die irgendwo zwischen Sparkassenkassierer und alterndem Komiker zu verorten ist.</p>
<p>Fazit: F&#252;r Dirk Elbers spricht eigentlich nur eins. Dass er einen deutlich kollegialeren Politikstil pflegt als die Dampframme Erwin und das bereits wenige Tage nach dessen Tod im Stadtrat eindrucksvoll bewiesen hatt. Pro Elbers zu werten ist auch die Annahme, dass er die Stadt wieder auf den Boden der Tatsachen holen k&#246;nnte, also D&#252;sseldorf regieren wird wie eine etwas zu klein geratene Gro&#223;stadt mit sch&#246;nen Seiten.</p>
<p><strong>Kortmann kommt nicht</strong><br />
&#220;ber die Sozen-Kandidatin Karin Kortmann muss nicht viel gesagt werden. Die ist &#8211; im Gegensatz zu Dirk Elbers &#8211; einfach nicht von hier. Immerhin ist sie katholisch &#8211; und zwar richtig mit Aktivit&#228;ten in den einschl&#228;gigen Katholenvereinen. Vielleicht w&#228;re sie w&#228;hlbarer geworden, h&#228;tten ihr diese dusselige <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/wahlwerbers-wahnsinn.php">Werbeagentur</a> nicht eine derartig bescheuerte Kampagne angeh&#228;ngt. Da sind Spr&#252;che im Repertoire, die nicht einmal die SPD-Wahlk&#228;mpfer verstehen.</p>
<p>Leider haben die hiesigen Spezialdemokraten ja auch lokalpolitisch nicht viel zu sagen. Das &#252;bernehmen im Rat der Stadt die Gr&#252;nen, die sich leider sehr fr&#252;hzeitig entschieden haben, die SPD-Kandidatin zu unterst&#252;tzen. H&#228;tte man im Kreise der ehemaligen &#214;ko-Partei mal nachgedacht, w&#228;re klar geworden, dass die Wahl Elbers&#8217; ohnehin nicht zu verhindern gewesen sei, man es also ruhig auf eine Stimmenverteilung auf je eine/n Sozen- und Gr&#252;nen-Kandidat/in h&#228;tte ankommen lassen. Nicht zuletzt um der D&#252;sseldorfer SPD einmal zu demonstrieren, wie schwach sie aufgrund ihrer &#252;ber Jahre gepflegten Unf&#228;higkeit wirklich ist. Wie wenig SPDler im Land an den Sieg eines Sozen geglaubt haben, zeigt sich allein an der Tatsache, dass die prominentesten und erfahrensten Sozialdemokraten, die in Frage gekommen w&#228;re, allesamt gekniffen haben.</p>
<p>Fazit: F&#252;r Karin Kortmann spricht, dass jede Stimme f&#252;r sie eine Stimme weniger f&#252;r Elbers bedeutet, also dazu dient, der CDU ihre Grenzen zu zeigen.</p>
<p><strong>Helmut Born: Interessante Positionen</strong><br />
Dass die Linke einen Erzgewerkschafter aufgestellt hat, kam etwas &#252;berraschend. Man h&#228;tte eher auf einen Altlinken aus den bekannten st&#228;dtischen Kreisen getippt als auf <a href="http://www.helmut-born.de/ueber_helmut_born/ueber_helmut_born/">Helmut Born</a>. Zumal dessen politischer Werdegang ja genug Angriffsfl&#228;chen bietet. Denn wer von 1999 bis 2003 in der PDS war, dann austrat, um 2005 die WASG mitzugr&#252;nden, bei dem ist politisch ja irgendwas schiefgelaufen. Ganz offensichtlich steht mit Born also nicht die Person zur Wahl, sondern die Partei. Und die hat schon seit einigen Jahren eine Reihe interessanter Positionen zu bieten, die bedenkenswerte Alternativen f&#252;r eine b&#252;rgerfreundliche D&#252;sseldorfer Politik bieten.</p>
<p>Neben den &#252;blichen, eher globalen Forderungen nach Sozialem und &#8211; neuerdings &#8211; &#214;kologischem findet sich als Position Nummer Eins die Forderung nach direkter Demokratie (<a href="http://www.omnibus.org/home.html">Joseph Beuys</a> l&#228;sst sp&#228;t gr&#252;&#223;en&#8230;). Angesichts der herben Niederlagen bei B&#252;rgerentscheiden in diesem und vergangenen Jahren ist das ein spannender Punkt. Wobei der Ex-OB Erwin ja selbst erfolgreiche B&#252;rgerentscheide mit winkeladvokatischen Z&#252;gen ausgetrickst hat. Insofern geht es bei der Frage nach Plebisziten weniger um deren H&#228;ufung als um die Verbesserung der Rahmenbedingungen f&#252;r die Initiativen.</p>
<p>Von erheblicher Bedeutung ist die Forderung nach der Entprivatisierung von infrastrukturellen Einrichtungen. Nat&#252;rlich vermeiden Born und die Linken den Begriff &#8220;Vergesellschaftlichung&#8221;, aber was sonst ist gemeint, wenn es hei&#223;t, dass kommunale Dienstleistungen in &#246;ffentlicher Hand bleiben m&#252;ssen? Auch wenn diese Forderung nach Kommunismus riecht, ist sie doch hochaktuell und absolut zukunftstauglich. Immer mehr Kommunen machen die Erfahrung, dass ihnen die Privatisierung von &#214;PNV, Entsorgung, Energieversorgung etc. eine massive Verschlechterung der Servicequalit&#228;t und steigende Preise eingetragen haben, ohne f&#252;r die erw&#252;nschte Entlastung der Haushalte zu sorgen. Eine derartige Position w&#252;rden auch der SPD und den Gr&#252;nen gut zu Gesicht stehen.</p>
<p>Fazit: F&#252;r Born stimmen hei&#223;t, ein Zeichen f&#252;r bestimmte linke Forderungen zu setzen. Mehr nicht.</p>
<p><strong>Die anderen&#8230;</strong><br />
Tats&#228;chlich gibt es noch Republikaner. Eine dieser rechtslastigen Typen namens Kr&#252;ger, der schon seit Jahren regelm&#228;&#223;ig im Stadtrat verhaltensauff&#228;llig wird, tritt auch an. Wo man bei Kr&#252;ger noch wei&#223;, dass rechtes Gedankengut vorliegt, liegt der Fall beim Kandidaten Klaus Kirchner komplizierter, denn auch der muss dem &#228;u&#223;ersten rechten Fl&#252;gel zugerechnet werden &#8211; auch wenn er dies jederzeit abstreiten wird. Kirchner ist Kandidat der Freien W&#228;hler, die in D&#252;sseldorf aus der B&#252;rgerliste des Torsten Lemmer hervorgegangen ist. Lemmer ist eine der fragw&#252;rdigsten Gestalten der Lokalpolitik und bundesweit daf&#252;r bekannt geworden, dass er die Partei Die Grauen erst unterwandert und dann gesprengt hat. Vorher war Lemmer mehr oder weniger offener Neofaschist, der unter anderem ein rechtsradikales Plattenlabel betrieb. Nach eigenen Aussagen ist Lemmer Aussteiger aus der rechten Szene, was ihm aber kaum jemand abnimmt. Kirchner ist nicht mehr als Lemmers Strohmann und also v&#246;llig unw&#228;hlbar. Dass er sich daf&#252;r hergegeben hat, liegt daran, dass er eigentlich gern CDU-Kandidat geworden w&#228;re. Im Streit trat er aus der Partei aus und lie&#223; sich von Lemmer einkaufen.</p>
<p>Wer mag kann seinen Protest gegen diese Wahl dadurch ausdr&#252;cken, dass er den Michael M&#246;ller w&#228;hlt. Der ist Kandidat des Zentrums und vertritt die christlich-konservativen Werte, die er einst als CDUler vertreten wollte, was man ihn aber nicht so tun lassen wollte wie er es gern gehabt h&#228;tte. Wer Wahlen witzig findet, w&#228;hlt die (alt)stadtbekannte Transe Diane Huttner.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.210) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/ob-wahl-duesseldorf-empfehlung.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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