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	<title>Rainer&#039;sche Post &#187; Oberbürgermeister</title>
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		<title>[Upd.2] Erwin kriegt keine Br&#252;cke</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 18:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Update 2: So, Erwin kriegt doch keine Br&#252;cke. Das hat heute der Nachfolger des rasenden NRW-Verkehrsministers, ein gewisser Lutz Lienenk&#228;mper, entschieden. Damit ist der Weg frei f&#252;r die einzig wahre Umbennung zu Ehren des im vergangenen Jahr verschiedenen OB. Hiermit pl&#228;diere ich erneut daf&#252;r, den Worringer Platz in Joachim-Erwin-Platz umzutaufen. Denn f&#252;r diesen ehemaligen Schandfleck [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="wp-content/uploads/2008/08/erwin_bruecke_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Dem Erwin seine Br&#252;cke"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/08/erwin_bruecke.jpg' alt='erwin_bruecke.jpg' /></a><strong>Update 2</strong>: So, Erwin kriegt doch keine Br&#252;cke. Das hat heute der Nachfolger des rasenden NRW-Verkehrsministers, ein gewisser Lutz Lienenk&#228;mper, <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/689360/Bruecke-wird-nicht-nach-Erwin-benannt.html">entschieden</a>. Damit ist der Weg frei f&#252;r die einzig wahre Umbennung zu Ehren des im vergangenen Jahr verschiedenen OB. Hiermit pl&#228;diere ich erneut daf&#252;r, den Worringer Platz in <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/initiative-ein-platz-fuer-erwin.php">Joachim-Erwin-Platz</a> umzutaufen. Denn f&#252;r diesen ehemaligen Schandfleck der Stadt hat Joachim Erwin wahrhaft gro&#223;es geleistet. Ja, dieser Platz ist sein wirkliches Verm&#228;chtnis. Alle Unterst&#252;tzer der Idee m&#246;gen sich bitte hier per Kommentar melden, damit wir weiteres veranlassen k&#246;nnen.<span id="more-517"></span></p>
<p><strong>Update</strong>:Nachdem eigentlich jeder halbwegs vern&#252;nftige Mensch in der Stadt dachte, das Thema sei passé, hat jetzt der erfolglose Bundesverkehrsminister Tiefensee <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/653733/Weg-frei-fuer-Joachim-Erwin-Bruecke.html">verlauten lassen</a>, er habe nichts dagegen, dass die Flughafenbr&#252;cke nach dem verstorbenen OB Erwin benannt wird. Mit anderen Worten: Ihm ist es egal, wie das Ding offiziell hei&#223;t. Die versammelten ehemaligen Speichellecker des JE jubeln nat&#252;rlich, die bestm&#246;gliche Begr&#252;ndung gab aber das ewige D&#252;sseldorfer Polittalent Olaf Lehne, der sich mit seinem Vorschlag endlich mal profilieren wollte, was t&#252;chtig in die Hose ging. Er sagt: &#8220;Es ist richtig, Joachim Erwin damit zu ehren, und ich wei&#223; nicht, was man dagegen haben k&#246;nnte.&#8221; Oha, da w&#252;sste der Verfasser dieser Zeilen aber ne Menge Leute, die was dagegen haben, dass ein OB, dessen verfehlte Politik sich in einer Reihe von Skandalen und den Folgen aberwitziger Privatisierungen zeigt, so geehrt wird. Es ist an der Zeit, die Politik dieses OBs der Reichen und Sch&#246;nen neu zu bewerten.</p>
<p>Unter den Beobachtern der als Erwinista bekannten Gruppe der Bewunderer des verblichenen D&#252;sseldorfer Oberb&#252;rger- meisters Joachim Erwin liefen bereits die Wetten: Wann wird die mittlerweile entwaffnete Kamerilla fordern, irgendein Teil von D&#252;sseldorf nach ihrem ewigen Vorturner zu benennen, und welchen Platz wird es dabei treffen? Nun ist es raus. Vertreter des D&#252;sseldorfer Brauchtums &#8211; <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/599109/Bruecke-soll-Erwins-Namen-tragen.html">so formuliert die RP Online</a> &#8211; und der &#246;rtlichen CDU haben vorgeschlagen, die so genannte Flughafenbr&#252;cke nach dem Verstorbenen zu benennen. Das Gejohle unter der interessierten Bev&#246;lkerung ist gro&#223; &#8211; h&#228;tte im Falle der Verwirklichung D&#252;sseldorf dann je eine Br&#252;cke, die (gegen den Willen der Bev&#246;lkerung) nach einem Kardinal benannt ist (Josef-Kardinal-Frings-Br&#252;cke &#8211; eigentlich schlicht S&#252;dbr&#252;cke), eine, die einem Bundespr&#228;sidenten gewimdet ist (Theodor-Heuss-Br&#252;cke aka Nordbr&#252;cke), und schlie&#223;lich die Joachim-Erwin-Br&#252;cke.</p>
<p><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/08/joachim_erwin_bruecke.jpg" alt="" title="joachim_erwin_bruecke" width="440" height="125" class="alignnone size-full wp-image-522" />Das hat was. Betrachtet man die Reihe von S&#252;den nach Norden, dann kann es nach Erwin nicht mehr tiefer gehen. Vor dem Kardinal w&#228;re noch Platz &#8211; aber um die Fleher Br&#252;cke umzubenennen, m&#252;sste es dann mindestens ein Papst sein. Schlie&#223;lich k&#246;nnte man die Kniebr&#252;cke dann nach jemandem benennen, der rangtechnisch zwischen einem Kirchenf&#252;rsten und einem K&#246;nig der Deutschen l&#228;ge &#8211; sollte hier D&#252;sseldorfer Lokalkolorit gefragt sein, k&#228;me eigentlich nur Campino von den Toten Hosen in Frage.</p>
<p>Bei Licht betrachtet ist die Aktion der anonymen Braucht&#252;mler &#8211; andernorts einfach Kl&#252;ngel genannt &#8211; nichts anderes als der Versuch, den, gelinde ausgedr&#252;ckt, umstrittenen B&#252;rgermeister nach dessen Tod zu &#252;berh&#246;hen. Damit soll anscheinend den Kritikern, die zu Recht fragen, was genau denn so toll an der Leistungsbilanz des ehemaligen OBs ist. der Wind aus den Segeln genommen werden. Gleichzeitig sollen die wirklich erfolgreichen SPD-Oberb&#252;rgermeister nachtr&#228;glich miniaturisiert werden.<br />
Tats&#228;chlich haben die D&#252;sseldorfer noch lange <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:B%C3%BCrgermeister_(D%C3%BCsseldorf)">nicht jeden OB</a> durch einen Stra&#223;ennamen oder mehr &#246;ffentlich geehrt. So tr&#228;gt das &#228;lteste Hochhaus der Stadt den Namen des Ende des 18. Jahrhunderts &#252;beraus erfolgreichen OB <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Marx_(D%C3%BCsseldorf)">Wilhelm Marx</a>. Nach den Oberb&#252;rgermeistern <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Arnold_%28Politiker%29">Karl Arnold</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Becker">Willi Becker</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Bungert">Klaus Bungert</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Glock">Georg Glock</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Gockeln">Josef Gockeln</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Lehr">Robert Lehr</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Heinrich_Lindemann">Ernst Heinrich Lindemann</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_M%C3%BCller_%28Oberb%C3%BCrgermeister%29">Peter M&#252;ller</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Vomfelde">Fritz Vomfelde</a> sind Stra&#223;en, Pl&#228;tze oder andere &#246;ffentlichen Stellen benannt worden. Dass einer der hervorragendsten OBs der Stadt, Josef K&#252;rten, noch nicht in derlei Genaus gekommen ist, mag daran liegen, dass er noch lebt&#8230;</p>
<p>Nein, es spricht wenig dagegen, eines Tages irgendeine Sackgasse nach Herrn Erwin zu benennen. Er h&#228;tte daf&#252;r Verst&#228;ndnis. Hat er doch zu Lebzeiten mit gro&#223;em Auftritt ein Str&#228;&#223;chen nach dem Fu&#223;ballgott Toni Turek benannt, dass dann aufgrund von Planungsschwierigkeiten bislang nie entstanden ist. Derartiges st&#252;nde dem Machiavelli unter den D&#252;sseldorfer Stadtf&#252;hrern nicht schlecht zu Gesicht.<br />
Engagierte RP-Online-Leser haben da noch sch&#246;nere Vorschl&#228;ge auf der Pfanne. Man k&#246;nne doch den Worringer Platz nach JE taufen. Dazu muss man wissen, dass es sich dabei um den allerh&#228;sslichsten Innenstadtplatz handelt, den Joachim Erwin seinerzeit f&#252;r viel Geld und mit gr&#246;&#223;em Medienget&#246;se hat versch&#246;nern lassen &#8211; was ungef&#228;hr vier Monate lang von Erfolg gekr&#246;nt war. Interessant auch der Vorschlag, nach der Bebauung des Jan-Wellem-Platz &#8211; ein Vorhaben, das er mangels Lebenszeit nicht mehr durchpeitschen konnte &#8211; ein St&#252;ckchen vom K&#246;graben umzuwidmen.<br />
Da f&#228;llt dem Kenner der Stadt noch mehr ein: Wie w&#228;r&#8217;s mit dem Vorplatz des monstr&#246;sen Einkaufszentrums &#8220;D&#252;sseldorf Arcaden&#8221; am Bilker Bahnhof, dessen Bau Erwin gegen jeden Widerstand und gegen jede Vernunft durchgesetzt hat? Oder sollte besser die Subventionsruine, die zur Zeit noch LTU-Arena hei&#223;t, nach dem Mann benannt werden, der den B&#252;rgern durch seine Methodik auf nicht absehbare Zeit Kosten in H&#246;he von um die 10 Millionen Euro pro Jahr aufgehalst hat? Wie w&#228;r&#8217;s mit dem Burgplatz, den Herr Erwin qua &#220;berachungskameras, Ordnungsdienst und Polizei vom Gesocks befreien wollte? Spuren, unter denen die D&#252;sseldorfer leiden oder leiden werden, hat der baufreudige OB genug hinterlassen &#8211; da wird sich doch etwas finden, dass seinem Denken, F&#252;hlen und Handeln besser angemessen ist als die &#228;sthetisch wenig &#252;berzeugende Br&#252;cke von D&#252;sseldorf nach Meerbusch.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/erwin-kriegt-ne-bruecke.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Es wird w&#228;rmer in D&#252;sseldorf</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 12:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Seit Joachim Erwin in D&#252;sseldorf regiert, haben es Obdachlose dort besonders schwer. Mit dem CDUler kam eine Stra&#223;enordnung, die â€žagressives Betteln&#8221; und das â€žLagern in Gruppen&#8221; verbietet. Diese Satzung soll jetzt erneuert werden. Streetworker, Wissenschaftler und Obdachlosenorganisationen fordern ihre Abschaffung.&#8221; (Quelle: taz vom 05.05.2006 via Dominikaner D&#252;sseldorf) Erst knapp drei Jahre alt ist dieser Artikel, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/01/elbers_hilft_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Es wird w&#228;rmer in D&#252;sseldorf - dank Dirk Elbers"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/01/elbers_hilft.jpg" alt="elbers_hilft.jpg" /></a>&#8220;Seit Joachim Erwin in D&#252;sseldorf regiert, haben es Obdachlose dort besonders schwer. Mit dem CDUler kam eine Stra&#223;enordnung, die â€žagressives Betteln&#8221; und das â€žLagern in Gruppen&#8221; verbietet. Diese Satzung soll jetzt erneuert werden. Streetworker, Wissenschaftler und Obdachlosenorganisationen fordern ihre Abschaffung.&#8221; (Quelle: taz vom 05.05.2006 via <a href="http://www.dominikaner-duesseldorf.de/Presse/2006_0505Strasse.html">Dominikaner D&#252;sseldorf</a>)</p>
<p>Erst knapp drei Jahre alt ist dieser Artikel, der die K&#228;lte dokumentiert, die der verstorbene Oberb&#252;rgermeister Joachim Erwin w&#228;hrend seiner gesamten &#196;gide angerichtet hat. Seine Politik, die Stadt obdachlosenfrei zu machen, um so den Luxustouristen das Bild einer reichen, sch&#246;nen Metropole zu bieten, ging durchgehend auf Kosten der hiesigen Obdachlosen; verbale Auseinandersetzungen zwischen den OB-Organen und der Hilfsorganisation <a href="http://www.fiftyfifty-galerie.de/">fiftyfifty</a> waren &#252;ber fast neun Jahre an der Tagesordnung. &#220;brigens: Nicht nur die Berber waren vom Reinheitswahn des Ex-OB betroffen; seine <a href="http://www.romnews.com/community/modules.php?op=modload&#038;name=News&#038;file=article&#038;sid=834">vehementen Aktionen</a> zur Vertreibung von Sinti und Roma aus der Stadt im Sommer 2002 sind hinreichend dokumentiert.</p>
<p>Jetzt weht ein anderer Wind in D&#252;sseldorf, eine warme Brise so zu sagen. Das liegt vor allem an der Person des neuen Oberb&#252;rgermeisters. Dirk Elbers hat sich vom Beginn seiner Amtszeit an als Mensch erwiesen, der zuh&#246;rt und bereits ist, Schwache und Hilfsbed&#252;rftige zu unterst&#252;tzen. Das hat er nun erneut bewiesen und so vermutlich einigen <a href="http://www.westdeutsche-zeitung.de/?redid=402359">Obdachlose schlimme Eisn&#228;chte erspart</a>.<span id="more-1934"></span></p>
<p>Nun mag man einwenden, das sei doch selbstverst&#228;ndlich, dass sich ein OB auch als <a href="http://www.rp-online.de/public/article/658353/Staedte-bieten-Zelte-fuer-Obdachlose-an.html">Oberb&#252;rgermeister der Obdachlosen</a> versteht. Wer aber in den letzten gut neun Jahren miterlebt hat, wie Berber von privaten Ordnungskr&#228;ften unter dem Schutz einer Erwin&#8217;schen Stra&#223;enordnung systematisch vertrieben wurden, wird das Engagement des Dirk Elbers besonders zu sch&#228;tzen wissen.</p>
<p>Und das trifft nicht nur die Obdachlosen. Elbers hat sich im Gegensatz zu seinem Vorg&#228;nger auch f&#252;r die Geschichte der <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duesseldorf/2008/8/22/news-71184689/detail.html">Semra Idic</a> interessiert, einer jungen Roma, die gegen die Abschiebung ihrer Familie k&#228;mpfte und dar&#252;ber ein <a href="http://www.buchhandel.de/detailansicht.aspx?isbn=978-3-9807400-9-8">lesenswertes Buch</a> geschrieben hat. Mit ihr unterhielt sich Elbers k&#252;rzlich, nach eigenen Worten besonders deshalb, um sich ein eigenes Bild &#252;ber die Situation von Familien zu machen, denen man das Bleiberecht verwehrt &#8211; ein Vorgang, der zu Zeiten des OB Erwin vollkommen unvorstellbar gewesen w&#228;re.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/es-wird-waermer-in-duesseldorf.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>OB-Wahl D&#252;sseldorf: Empfehlung</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Aug 2008 11:19:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am morgigen Sonntag wird sich die Mehrheit der wenigen D&#252;sseldorfer, die zur Wahl des neuen Oberb&#252;rgermeisters schreiten, f&#252;r den CDU-Kandidaten Dirk Elbers entscheiden. Daran besteht kein Zweifel. Besonders angesichts der Tatsache, dass die SPD-Kandidatin Karin Kortmann einen Anteil von 29 Prozent bei den Umfragen schon als Erfolg feiert. Wobei gesagt werden muss, dass es sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/08/elber_mitleid_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Mitleid mit Dirk Elbers"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/08/elber_mitleid.jpg' alt='elber_mitleid.jpg' /></a>Am morgigen Sonntag wird sich die Mehrheit der wenigen D&#252;sseldorfer, die zur Wahl des neuen Oberb&#252;rgermeisters schreiten, f&#252;r den CDU-Kandidaten Dirk Elbers entscheiden. Daran besteht kein Zweifel. Besonders angesichts der Tatsache, dass die SPD-Kandidatin <a href="http://www.karin-kortmann.de/">Karin Kortmann</a> einen Anteil von 29 Prozent bei den <a href="http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/605595/Elbers-in-RP-Umfrage-weiter-vorn.html">Umfragen</a> schon als Erfolg feiert.</p>
<p>Wobei gesagt werden muss, dass es sich um eine Umfrage interessierter Kreise handelt: Die &#228;u&#223;erst CDU-nahe Rheinische Post hat sie in Kooperation mit den inzwischen auch linientreuen Lokalradio- und -fernsehvereinen <a href="http://www.antenneduesseldorf.de/web/themen/standards/blogs/wahlkampf2008/index.php">Antenne D&#252;sseldorf</a> und <a href="http://centertv.tp-pro.de/index.php/rheinsichten/artikel/die_oberbuergermeisterwahl_live_bei_centertv/">center.tv</a> in Auftrag gegeben. Da wusste man schon vorher, was rauskommt.<span id="more-731"></span></p>
<p>Einen ganzen Schlag seri&#246;ser ist da die Berichterstattung der <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2008/08/22/lokd_02.xml;jsessionid=593FD31CD08B4D3A0565E8229D868EF9.mediathek2">Lokalzeit des WDR</a>. Wobei man sich schon fragt, weshalb vorwiegend CDU-Anh&#228;nger gefragt werden, ob sie den Hausmeister Elbers aka Onkel Dirk sympathisch finden. Jedenfalls entlarvt WDR-Mann Rueben den CDU-Kandidaten, indem er ihn einfach sprechen l&#228;sst. Da wird das ganze Elend des Mannes deutlich, dem die Werber den Claim &#8220;Mit Leidenschaft f&#252;r D&#252;sseldorf&#8221; angepappt haben. Das passt auf den Erwin-Nachfolger wie ein Glas <a href="http://www.koelsch-ist-kein-bier.de/">K&#246;lschbier</a> zum D&#252;sseldorfer.<br />
Auch wenn der Kandidat, der in Unterbach wohnt (F&#252;r Nichtd&#252;sseldorfer: Das liegt jenseits von Berg und See au&#223;erhalb der Stadt und z&#228;hlt mehr zu Erkrath&#8230;) dem so genannten &#8220;Arbeitnehmerfl&#252;gel&#8221; der CDU zugerechnet wird, muss er doch den einen Satz aufsagen, der als unwiderlegbares Totschlagargument f&#252;r radikale Wirtschaftsf&#246;rderung dient: &#8220;Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch den Menschen in der Stadt gut.&#8221; Was sich in der &#196;ra des despotischen OB Erwin ja eindeutig als skrupellose L&#252;ge erwiesen hat, ging doch die angeblich steigende Wirtschaftskraft des Standorts nachweisbar mit einer stark anwachsenden <a href="http://www.ik-armut.de/">Verarmung</a> der unterpriviligierten Schichten einher.</p>
<p><strong>Elbers:Weiter wie bisher</strong><br />
Aber, der Herr Elbers will das weiter betreiben, was der neoliberale Joachim Erwin in den mehr als neun Jahren seiner Regierung angerichtet hat. Vor allem: Bauen. Denn damit hat sein Vorg&#228;nger, dessen Schuhe dem Onkel Dirk mindestens drei Nummern zu gro&#223; sind, fortgesetzt und mehrfach gegen den Willen der B&#252;rger sein Ego aufpoliert. Legend&#228;r der Spruch des verstorbenen OB rund um die Bewerbung um die Worldgames als er auf fehlende Sportst&#228;tten angesprochen wurde. &#8220;Dann bauen wir eben noch was.&#8221; Den pharaonischen Bauwahn des Demokratieallergikers (angebliches Zitat Erwin: &#8220;Demokratie ist doch was f&#252;r den Kindergarten.&#8221;) bezahlt der hiesige Steuerzahler in einigen F&#228;llen langj&#228;hrig und teuer. So wird die Arena im Norden der D&#252;sseldorfer Messe in zw&#246;lf bis f&#252;nfzehn Jahren ab ihrer Er&#246;ffnung im September 2004 j&#228;hrlich zwischen acht und zw&#246;lf Millionen Euro Subventionen fressen. Derartiges will nach eigener Aussage der Hausmeister Elbers weiter betreiben.</p>
<p>Vielleicht sagt er das aber auch nur, um die Erwin-Fans unter den W&#228;hlern f&#252;r sich zu gewinnen. Denn eigentlich ist Dirk Elbers, will man seinen &#196;u&#223;erungen im Stadtrat in den vergangenen Jahren deuten, eher ein Skeptiker, was die Bauwut angeht. Ja, der CDU-Kandidat ist ein Bodenst&#228;ndiger. Und deshalb kann er einem schon ein bisschen leid tun. So betrachtet kann man den aktuellen Slogan auch so lesen: &#8220;Mit Leid &#8211; Dirk Elbers.&#8221; Denn man wird ihn am Gro&#223;kotz Erwin messen, und da kann er in keiner Hinsicht mithalten. Auch wenn er im Fortuna-Fanschal ein bisschen unbeholfen wirkt, dass er dem D&#252;sseldorfer Fu&#223;ballverein maximalen Erfolg w&#252;nscht, kann man ihm abnehmen. Ob er daf&#252;r etwas tun wird, ist eher fraglich. Selbst im Kreise von Sch&#252;tzenbr&#252;dern und Karnevalisten macht der Dirk keine wirklich gute Figur. Man muss ihm w&#252;nschen, dass dies an seiner Physiognomie liegt, die irgendwo zwischen Sparkassenkassierer und alterndem Komiker zu verorten ist.</p>
<p>Fazit: F&#252;r Dirk Elbers spricht eigentlich nur eins. Dass er einen deutlich kollegialeren Politikstil pflegt als die Dampframme Erwin und das bereits wenige Tage nach dessen Tod im Stadtrat eindrucksvoll bewiesen hatt. Pro Elbers zu werten ist auch die Annahme, dass er die Stadt wieder auf den Boden der Tatsachen holen k&#246;nnte, also D&#252;sseldorf regieren wird wie eine etwas zu klein geratene Gro&#223;stadt mit sch&#246;nen Seiten.</p>
<p><strong>Kortmann kommt nicht</strong><br />
&#220;ber die Sozen-Kandidatin Karin Kortmann muss nicht viel gesagt werden. Die ist &#8211; im Gegensatz zu Dirk Elbers &#8211; einfach nicht von hier. Immerhin ist sie katholisch &#8211; und zwar richtig mit Aktivit&#228;ten in den einschl&#228;gigen Katholenvereinen. Vielleicht w&#228;re sie w&#228;hlbarer geworden, h&#228;tten ihr diese dusselige <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/wahlwerbers-wahnsinn.php">Werbeagentur</a> nicht eine derartig bescheuerte Kampagne angeh&#228;ngt. Da sind Spr&#252;che im Repertoire, die nicht einmal die SPD-Wahlk&#228;mpfer verstehen.</p>
<p>Leider haben die hiesigen Spezialdemokraten ja auch lokalpolitisch nicht viel zu sagen. Das &#252;bernehmen im Rat der Stadt die Gr&#252;nen, die sich leider sehr fr&#252;hzeitig entschieden haben, die SPD-Kandidatin zu unterst&#252;tzen. H&#228;tte man im Kreise der ehemaligen &#214;ko-Partei mal nachgedacht, w&#228;re klar geworden, dass die Wahl Elbers&#8217; ohnehin nicht zu verhindern gewesen sei, man es also ruhig auf eine Stimmenverteilung auf je eine/n Sozen- und Gr&#252;nen-Kandidat/in h&#228;tte ankommen lassen. Nicht zuletzt um der D&#252;sseldorfer SPD einmal zu demonstrieren, wie schwach sie aufgrund ihrer &#252;ber Jahre gepflegten Unf&#228;higkeit wirklich ist. Wie wenig SPDler im Land an den Sieg eines Sozen geglaubt haben, zeigt sich allein an der Tatsache, dass die prominentesten und erfahrensten Sozialdemokraten, die in Frage gekommen w&#228;re, allesamt gekniffen haben.</p>
<p>Fazit: F&#252;r Karin Kortmann spricht, dass jede Stimme f&#252;r sie eine Stimme weniger f&#252;r Elbers bedeutet, also dazu dient, der CDU ihre Grenzen zu zeigen.</p>
<p><strong>Helmut Born: Interessante Positionen</strong><br />
Dass die Linke einen Erzgewerkschafter aufgestellt hat, kam etwas &#252;berraschend. Man h&#228;tte eher auf einen Altlinken aus den bekannten st&#228;dtischen Kreisen getippt als auf <a href="http://www.helmut-born.de/ueber_helmut_born/ueber_helmut_born/">Helmut Born</a>. Zumal dessen politischer Werdegang ja genug Angriffsfl&#228;chen bietet. Denn wer von 1999 bis 2003 in der PDS war, dann austrat, um 2005 die WASG mitzugr&#252;nden, bei dem ist politisch ja irgendwas schiefgelaufen. Ganz offensichtlich steht mit Born also nicht die Person zur Wahl, sondern die Partei. Und die hat schon seit einigen Jahren eine Reihe interessanter Positionen zu bieten, die bedenkenswerte Alternativen f&#252;r eine b&#252;rgerfreundliche D&#252;sseldorfer Politik bieten.</p>
<p>Neben den &#252;blichen, eher globalen Forderungen nach Sozialem und &#8211; neuerdings &#8211; &#214;kologischem findet sich als Position Nummer Eins die Forderung nach direkter Demokratie (<a href="http://www.omnibus.org/home.html">Joseph Beuys</a> l&#228;sst sp&#228;t gr&#252;&#223;en&#8230;). Angesichts der herben Niederlagen bei B&#252;rgerentscheiden in diesem und vergangenen Jahren ist das ein spannender Punkt. Wobei der Ex-OB Erwin ja selbst erfolgreiche B&#252;rgerentscheide mit winkeladvokatischen Z&#252;gen ausgetrickst hat. Insofern geht es bei der Frage nach Plebisziten weniger um deren H&#228;ufung als um die Verbesserung der Rahmenbedingungen f&#252;r die Initiativen.</p>
<p>Von erheblicher Bedeutung ist die Forderung nach der Entprivatisierung von infrastrukturellen Einrichtungen. Nat&#252;rlich vermeiden Born und die Linken den Begriff &#8220;Vergesellschaftlichung&#8221;, aber was sonst ist gemeint, wenn es hei&#223;t, dass kommunale Dienstleistungen in &#246;ffentlicher Hand bleiben m&#252;ssen? Auch wenn diese Forderung nach Kommunismus riecht, ist sie doch hochaktuell und absolut zukunftstauglich. Immer mehr Kommunen machen die Erfahrung, dass ihnen die Privatisierung von &#214;PNV, Entsorgung, Energieversorgung etc. eine massive Verschlechterung der Servicequalit&#228;t und steigende Preise eingetragen haben, ohne f&#252;r die erw&#252;nschte Entlastung der Haushalte zu sorgen. Eine derartige Position w&#252;rden auch der SPD und den Gr&#252;nen gut zu Gesicht stehen.</p>
<p>Fazit: F&#252;r Born stimmen hei&#223;t, ein Zeichen f&#252;r bestimmte linke Forderungen zu setzen. Mehr nicht.</p>
<p><strong>Die anderen&#8230;</strong><br />
Tats&#228;chlich gibt es noch Republikaner. Eine dieser rechtslastigen Typen namens Kr&#252;ger, der schon seit Jahren regelm&#228;&#223;ig im Stadtrat verhaltensauff&#228;llig wird, tritt auch an. Wo man bei Kr&#252;ger noch wei&#223;, dass rechtes Gedankengut vorliegt, liegt der Fall beim Kandidaten Klaus Kirchner komplizierter, denn auch der muss dem &#228;u&#223;ersten rechten Fl&#252;gel zugerechnet werden &#8211; auch wenn er dies jederzeit abstreiten wird. Kirchner ist Kandidat der Freien W&#228;hler, die in D&#252;sseldorf aus der B&#252;rgerliste des Torsten Lemmer hervorgegangen ist. Lemmer ist eine der fragw&#252;rdigsten Gestalten der Lokalpolitik und bundesweit daf&#252;r bekannt geworden, dass er die Partei Die Grauen erst unterwandert und dann gesprengt hat. Vorher war Lemmer mehr oder weniger offener Neofaschist, der unter anderem ein rechtsradikales Plattenlabel betrieb. Nach eigenen Aussagen ist Lemmer Aussteiger aus der rechten Szene, was ihm aber kaum jemand abnimmt. Kirchner ist nicht mehr als Lemmers Strohmann und also v&#246;llig unw&#228;hlbar. Dass er sich daf&#252;r hergegeben hat, liegt daran, dass er eigentlich gern CDU-Kandidat geworden w&#228;re. Im Streit trat er aus der Partei aus und lie&#223; sich von Lemmer einkaufen.</p>
<p>Wer mag kann seinen Protest gegen diese Wahl dadurch ausdr&#252;cken, dass er den Michael M&#246;ller w&#228;hlt. Der ist Kandidat des Zentrums und vertritt die christlich-konservativen Werte, die er einst als CDUler vertreten wollte, was man ihn aber nicht so tun lassen wollte wie er es gern gehabt h&#228;tte. Wer Wahlen witzig findet, w&#228;hlt die (alt)stadtbekannte Transe Diane Huttner.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/ob-wahl-duesseldorf-empfehlung.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Wahlwerbers Wahnsinn</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Aug 2008 11:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn Wahl wird, hat der Werber Karneval. Denn da gibt es leicht verdientes Geld. Kreativ muss nicht, nein, bei Sozen darf es nicht mal sein. Da holt mal halt ein paar abgelutschte Spr&#252;che aus der Schublade, l&#228;sst ein paar schlampige Fotos von den Kandidaten machen und f&#252;llt schlappe Leporellos mit sinnfreien Texten. Daf&#252;r gibt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="wp-content/uploads/2008/08/kortmann_blumen_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Kortmann mit Blumen"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/08/kortmann_blumen.jpg' alt='kortmann_blumen.jpg' /></a>Wenn Wahl wird, hat der Werber Karneval. Denn da gibt es leicht verdientes Geld. Kreativ muss nicht, nein, bei Sozen darf es nicht mal sein. Da holt mal halt ein paar abgelutschte Spr&#252;che aus der Schublade, l&#228;sst ein paar schlampige Fotos von den Kandidaten machen und f&#252;llt schlappe Leporellos mit sinnfreien Texten. Daf&#252;r gibt es Kohle satt, und wenn die &#8220;Kampagne&#8221; erfolglos war, dann ist eben der doofe W&#228;hler schuld. Auf welch niedrigem Qualit&#228;tsniveau Wahlwerbung im Kommunalbereich m&#246;glich ist, zeigt der derzeit laufende Wahlkampf rund um den Oberb&#252;rgermeisterposten in der ehemaligen Hochburg der Werbe&#8221;wirtschaft&#8221; D&#252;sseldorf. Beteiligt sind die <a href="http://www.eggert-group.de/">Eggert Group</a> f&#252;r den CDU-Kandidatin Dirk Elbers und die Bonner <del datetime="2008-08-02T11:17:12+00:00">Klitsche</del> Agentur <a href="http://www.kreativ-konzept.com/d/news_detail.php?newsid=22">Kreativ Konzept</a> f&#252;r die gemeinsame Bewerberin von Sozen und Gr&#252;nen, Karin Kortmann.<span id="more-458"></span></p>
<p><strong>Der leidenschaftliche Dirk Elbers</strong><br />
Der Hauptclaim des <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/das-ist-der-onkel-dirk.php">Hausmeisters Elbers</a> lautet: &#8220;Mit Leidenschaft f&#252;r D&#252;sseldorf!&#8221; &#8211; ja, mit Ausrufezeichen. Nun ist jedem Medienbeobacher klar, dass es sp&#228;testens seit der FuSSball-WM 2006 einen Leidenschaftsinflation gibt und dass sich die Adressaten von Reklame darunter eh nichts vorstellen k&#246;nnen. Deshalb &#8211; so denken Werbefuzzis &#8211; kann man das Etikett auch beliebig verwenden. Der Erste B&#252;rgermeister Dirk Elbers mag ein netter Kerl sein, aber eines strahlt er so &#252;berhaupt ganz und gar nicht aus: Leidenschaft. Eher im Gegenteil. Erlebt man ihn aus der N&#228;he, denkt man automatisch an einen zufriedenen Beamten aus den siebziger, achtziger Jahre. Das ist ja auch nichts Schlimmes. Man fragt sich nur, wie die Eggheads von Eggert darauf gekommen sind, dass so ein OB mit Leidenschaft f&#252;r seine Stadt arbeiten k&#246;nnen sollen muss. Warum nicht einfach mit &#8230; Sorgfalt, Freude, &#220;berzeugung. Irgendwas Normales eben.</p>
<p>Der Wirkung des Claims &#8220;Mit Kampfgeist und Fairplay&#8221; steht das absolut bescheuerte Plakatmotiv entgegen. Beobachter vermelden B&#252;rger, die vor diesem Plakat stehen bleiben und dann laut lachen. Schade eigentlich, denn nach allem, was &#252;ber den politischen Stil des Dirk Elbers wei&#223;, stehen Respekt und Fairness gegen&#252;ber dem politischen Gegner bei ihm im Zentrum. Und das ist genau, was diese Stadt nach der Erwin-&#196;ra braucht. Kampfgeist ist wiederum ein Begriff, dem man dem Schlaks mit den unbeholfenen Bewegungen nicht wirklich zuordnen m&#246;chte. Zumal er sich in seiner politischen Karriere eigentlich eher im Kohl&#8217;schen Aussitzen ge&#252;bt hat und nicht durch forcierte Auseinandersetzung dahin gekommen ist, wo er jetzt steht.</p>
<p>Eine absolute Lachnummer ist die <a href="http://www.dirk-elbers.de/">Website</a> des CDU-Kandidaten. Verantwortlich nennt sich ein Laden mit dem bl&#246;den Namen &#8220;<a href="http://www.sharkness.de/">Sharkness Media</a>&#8220;, der sich als &#8220;CDU FullService Agentur&#8221; (nur Orginal in dieser bekloppten Schreibweise&#8230;) und &#8220;CDU Spezialist&#8221; (nur echt mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deppenleerzeichen">Deppenleerzeichen</a>&#8230;) bezeichnet. Dahinter steht der M&#252;nsteraner <a href="http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/startseite/mslo/art993,317473">J&#246;rn Rhinow</a>, der Mann, der der CDU das Internet brachte. Der Jungunionist hat sich seit 2004 in seine Heimatpartei gew&#252;hlt und bietet Orts-, Bezirks- und Kreisverb&#228;nden 08/15-Websites mit Flatrate-Tarif an. So sehen die dann auch aus.<br />
Vermutlich kann der gute Rhinow aber nichts f&#252;r den flachen Content der Elbers&#8217;schen Website. Wer auch immer die Inhalte verantwortet, ist mit dem Raster anscheinend &#252;berfordert. Der News-Ticker wird kaum gepflegt, und manche Men&#252;punkte sind ann&#228;hernd verwaist. Mitten im ultrakurzen Wahlkampf finden sich die aktuellsten Nachrichten im Abstand von zehn Tagen. Was da an Texten in der Rubrik &#8220;Themen&#8221; ver&#246;ffentlicht wird, ist ein Sammelsurium aus Beschreibungen und Meinungen ohne jeden Bezug zum Kandidaten. Das ist ganz schwach.</p>
<p><strong>Freu dich, D&#252;sseldorf</strong><br />
Ebenfalls aus M&#252;nster kommt das Internet-Pendant der Spezialdemokraten: Oliver Zeisberger, Gesch&#228;ftsf&#252;hrer der &#8220;<a href="http://www.barracuda.de/das-team/">baracuda digitale agentur</a>&#8221; (Originalschreibweise), der in seiner Selbstbeschreibung alle Phrasen aus dem Web-2.0-Baukasten absondert (Weblog, Community etc) und f&#252;r sich in Anspruch nimmt, &#8220;partei-politischen Weblogs&#8221; in Deutschland zum Durchbruch verholfen zu haben (bru-har-har).<br />
Immerhin geht der/die/das <a href="http://www.nrwspd.net/home/welcome.asp">NRWSPD.net</a> auf sein Konto, die &#8220;Rundum-Sorglos-Plattform&#8221; f&#252;r Sozenvereine aller Ebene &#8211; also das Gegenst&#252;ck zum Sharkness-Dingsbums. Die gibt technisch und strukturell deutlich mehr her als das CDU-Maschinchen. Entsprechend professionell sieht die <a href="http://www.karin-kortmann.de/.net/QZPYDPYQPKDDVZYGVDQDQ/html/15947/welcome.html">Kortmann&#8217;sche Website</a> aus. Auch in Sachen Content sammelt die SPD-Wahlmapf-Site deutlich Punkte: Meldungen mit einigerma&#223;en bedeutungsvollem Inhalt erscheinen wenigstens alle zwei Tage; diese ersetzen aber auch die gesamte Programmatik. Peinlich ist die auf <a href="http://de.sevenload.com/videos/ViUQRjK-">Sevenload</a> abgelegte Diashow zur Kandidatin.</p>
<p>Die Programmpunkte haben die Jungs und M&#228;dels von Eggert in eine Reihe mehr oder weniger kryptischer Claims gerinnen lassen. Das Bauprinzip geht so:<br />
- D&#252;sseldorf, freu dich! (Dauer-Claim 1)<br />
- Du wirst nicht mehr verkauft (Anti-Erwin-Spruch)<br />
- Deins bleibt Deins (Verst&#228;rkung)<br />
- Kortmann kommt! (Dauer-Claim 2)</p>
<p>So werden die Standardthemen (B&#252;rgerbeteiligung, Klima, Kinder und Wohnraum) routiniert abgehandelt. Leider sehen die Plakatfotos der wirklichen Karin Kortmann, einem schnuckeligen, bisschen schmallippigen Eifelm&#228;dchen nicht sehr &#228;hnlich. Zwei Reklamespr&#252;che stechen heraus, weil es nicht ganz einfach ist, diese zu verstehen.<br />
&#8220;Du spielst bald &#252;berall 1.Liga&#8221; &#8211; Was meinen die Kortmann-Werber? Datt datt Karin pers&#246;nlisch daf&#252;r sorcht, datt die Tuna bald wieder in der ersten Bundesliga spielt? Wohl kaum, denn der lokale Fu&#223;ball z&#228;hlt eindeutig nicht zu den Kernkompetenzen der Kandidatin. Oder dass D&#252;sseldorf in noch mehr merkw&#252;rdigen Rankings in der Spitzengruppe steht? Nein, der zweite Claim erkl&#228;rt&#8217;s: &#8220;D&#252;sseldorfs St&#228;rke zum Aufstieg f&#252;r alle machen&#8221; &#8211; das ist klassische Sozenlyrik. Also: Das D&#252;sseldorf (dank Erwin?) ein so doller Wirtschaftsstandort ist, muss allen D&#252;sseldorfern zu Gute kommen. Sch&#246;n w&#228;r&#8217;s. Wie das vonstatten gehen soll, erf&#228;hrt man in der Propaganda nicht.<br />
&#8220;Dur wirst ein toller Nachbar&#8221; &#8211; H&#228;? Und: Wen interessiert&#8217;s? Die Aufl&#246;sung ist einfach und z&#228;hlt zum Anti-Erwin-Repertoire. Dem wurde ja nicht zu Unrecht eine besondere Arroganz gegen&#252;ber den benachbarten Gemeinden nachgesagt. Das soll sich also unter Kortmann &#228;ndern. Na ja&#8230;</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Vielleicht spielt die Werbung bei diesem kaum sechsw&#246;chigen Wahlkampf nur eine untergeordnete Rolle. Darauf lassen auch die relativ geringen Etats beider Kandidaten schlie&#223;en. Tats&#228;chlich handelt es sich aufgrund der Ausgangsbedingungen um einen reinen Personenwahlkampf, und es ist ganz eindeutig das Ziel der Bewerber, m&#246;glichst vielen W&#228;hlern pers&#246;nlich zu begegnen bzw. &#252;ber die Medien vorgestellt zu werden.<br />
In dieser Hinsicht hatte und hat Dirk Elbers nat&#252;rlich die Nase um mehrere L&#228;ngen vorn. Als Vertreter Joachim Erwins hat er es in den vergangenen Jahren &#8211; zumindest dem Namen nach &#8211; zu einem guten Bekanntheitsgrad gebracht. Die SPD-Kandidatin Kortmann war dagegen eigentlich nur den Sozen selbst bekannt &#8211; ob sich diejenigen, die ihr bei der Bundestagswahl ihre Stimme gegeben haben, an datt Karin erinnern, ist fraglich. Nun hat es sich die parlamentarische Staatssekret&#228;rin aber auch unn&#246;tig schwer gemacht, ist sie doch gleich zu Beginn des Wahlkampfs in Urlaub gefahren. Nat&#252;rlich hat die Frau ein Recht auf Familienferien &#8211; aber doch nicht in dieser Situation. Nein, das wird sie einfach nicht mehr aufholen.</p>
<p>Um Positionen geht es ganz offensichtlich nicht. Daf&#252;r sind beide Bewerber viel zu abh&#228;ngig von ihren Parteien &#8211; Karin Kortmann zudem von den sie unterst&#252;tzenden Gr&#252;nen. Beide haben versucht, sich mit ungew&#246;hnlichen Ideen zu profilieren. Bei beiden ist das voll in die Hose gegangen. Elbers Vorschlag, den Kunstpalast louvre-m&#228;&#223;ig unter der Erde zu erweitern, hat kaum eine Diskussion ausgel&#246;st. Und Kortmanns Anregungen, im K&#246;bogen ein Museum zu bauen, kann man nur ihrer Unkenntnis der D&#252;sseldorfer Gegebenheiten zuschreiben.<br />
So sind beide irgendwie f&#252;r Kinder und f&#252;rs Klima und wollen, dass es D&#252;sseldorf gut geht. Mehr ist da nicht.</p>
<p><strong>Was w&#228;hlen?</strong><br />
Wer glaubt, eine OBin Kortmann k&#246;nne linke, soziale und gr&#252;ne Positionen durchsetzen, der mag sie w&#228;hlen, sollte sich aber dar&#252;ber im Klaren sein, dass die Dame au&#223;erhalb ihrer Partei mit nichts und niemandem in der Stadt vernetzt ist.<br />
Wer eine gewisse Kontinuit&#228;t m&#246;chte, aber mit mehr Ruhe und Gelassenheit, und wer zudem will, dass die D&#252;sseldorfer Gro&#223;mannssucht endlich ein Ende findet, der kann den Onkel Dirk w&#228;hlen. Er sollte sich dann aber auf ganz, ganz wenige Ver&#228;nderungen in den n&#228;chsten Jahren einrichten.</p>
<p>Wer wei&#223;, dass es ohnehin nur Kortmann oder Elbers schaffen kann, aber den Gro&#223;en eins auswischen will, der kann seine Stimme eher dem Kandidat der Linken, <a href="http://www.dielinke-nrw.de/1103.html?&#038;no_cache=1&#038;tx_ttnews[tt_news]=7113&#038;tx_ttnews[backPid]=1103">Helmut Born</a>, geben als der Wahl fernzubleiben.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/wahlwerbers-wahnsinn.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Das ist der Onkel Dirk</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 10:30:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Kinder, das da auf dem Bild [Klick macht gro&#223;], das ist der Onkel Dirk. Wahrscheinlich wollt ihr wissen, was die Jungs da mit dem Onkel Dirk machen. Nein, die schmei&#223;en nicht mit Steinen nach ihm. Vielleicht lachen sie den blo&#223; aus. Kann man verstehen. Der Onkel Dirk ist ja ein Liegenschaftsmanager, also so&#8217;ne Art [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="wp-content/uploads/2008/07/onkel_dirk_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Der Onkel Dirk"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/07/onkel_dirk.jpg' alt='onkel_dirk.jpg' /></a>Liebe Kinder, das da auf dem <a href="http://www.cdu-duesseldorf.de/">Bild</a> <em>[Klick macht gro&#223;]</em>, das ist der <a href="http://www.dirk-elbers.de/5_22_Zur-Person_Politischer-Weg.html">Onkel Dirk</a>. Wahrscheinlich wollt ihr wissen, was die Jungs da mit dem Onkel Dirk machen. Nein, die schmei&#223;en nicht mit Steinen nach ihm. Vielleicht lachen sie den blo&#223; aus. Kann man verstehen. Der Onkel Dirk ist ja ein Liegenschaftsmanager, also so&#8217;ne Art Hausmeister. Und ihr wi&#223;t ja, dass die Hausmeister nicht so gut mit wilden Kerlen k&#246;nnen. Der Onkel Dirk findet das normal bestimmt auch nicht gut, wenn da so&#8217;ne Horde in seinem Hof kickt und Krach macht. Aber jetzt will der Onkel Dirk ja Oberb&#252;rgermeister von D&#252;sseldorf werden. Und da will er, dass ihn alle Leute ganz nett finden. Deshalb grinst er da auf dem Bild.<span id="more-422"></span></p>
<p>Okay, eigentlich m&#252;sst ihr, liebe Kinder, den Onkel Dirk nicht nett finden. Weil, ihr d&#252;rft ja noch nicht w&#228;hlen. Aber die Leute, die dem Onkel Dirk helfen, damit er gew&#228;hlt wird, die haben bestimmt gedacht: Hey, wenn der nett zu wilden Jungs ist, dann freuen sich die Eltern von den wilden Jungs und w&#228;hlen den Onkel Dirk. K&#246;nnte klappen.</p>
<p>&#220;brigens ist der Onkel Dirk gar kein richtiger Hausmeister. Der arbeitet n&#228;mlich f&#252;r einen echten <a href="http://www.forst-graf-spee.de/index.htm">Grafen</a>. Und zwar einen aus der Familie von Spee. Dem sein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_von_Spee">Opa</a> oder so war ein ber&#252;hmter Held im Ersten Weltkrieg, deshalb werden auch &#252;berall Stra&#223;en nach dem benannt. Die Spee-Leute haben tierisch viel Land und Schl&#246;sser und H&#228;user und so. Und darum k&#252;mmert sich der Onkel Dirk, damit die Grafen nicht selbst arbeiten m&#252;ssen. Au&#223;erdem haben die alle <a href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,403768,00.html">Streit</a> miteinander, weil die ganz viel zu erben haben. Aber damit hat der Onkel Dirk bestimmt nichts zu tun.<br />
Nat&#252;rlich findet der Graf toll, dass der Onkel Dirk schon Erster B&#252;rgermeister von D&#252;sseldorf ist und bestimm bald Oberb&#252;rgermeister wird. Denn wenn der Graf mal ein Problemchen mit den ganzen Beamten und Politikern in D&#252;sseldorf hat, dann kann der Onkel Dirk das ganz sicher gerade biegen.</p>
<p>So, jetzt wisst ihr also, wer der Onkel Dirk ist und dass er wilde Jungs eigentlich ganz cool findet und deshalb auf dem Plakat grinst. Und jetzt geht ihr nach Hause und sagt eurem Papa und eurer Mama, dass die am 31. August ruhig den Onkel Dirk w&#228;hlen k&#246;nnen. Jetzt wo ihr wisst, dass der keinem was tut.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/duesseldorf/das-ist-der-onkel-dirk.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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