Mit dem Phaeton in den Graben
Standesgemäß ist der offen fremdenfeindlichen Österreicher Jörg Haider gestern Nacht ums Leben gekommen. Am Steuer seines VW Phaeton raste er sich zu Tode. Es fällt schwer, das Ableben des BZÖ-Politikers, der zuletzt sein Dasein als Landeshauptmann von Kärnten fristete, zu bedauern. Noch vor den letzten Wahlen ließ er aufgrund von ihm eigenhändig verfasster Bescheide Hunderte Slowenen aus seinem Bundesland in die Steiermark deportieren, wofür er mit einem netten Stimmenzuwachs belohnt wurde. Ihn einen Rechtspopulisten zu nennen, wäre geschmeichelt, das Etikett Protofaschist hätte meistens besser gepasst. Mit seinen ausländer- und vor allem islamfeindlichen Worten und Taten repräsentierte Haider die dumpfe Seite Österreichs, und wir Deutschen können froh sein, dass unsere Neonazis nie einen derart medienkompatiblen Typen gefunden haben, der für ihre braune Sache kämpft. [weiterlesen...]