Macht doch was ihr wollt
Nein, ich möchte jetzt nicht auf den Zug derer aufspringen, die sich schon seit Längerem über das sinnlose Streuen von Apostrophen lustig machen. Immerhin gibt es zum Thema “Deppenapostroph” nicht nur eine Website, sondern mindestens zwei. In echt heißt das Ding übrigens “Auslassungszeichen” oder ganz leger “Hochkomma”, und überhaupt ist es DER Apostroph. Leider weiß kaum ein Ladenbesitzer, dass das schicke Häkchen im Deutschen anzeigt, das etwas ausgelassen wird. Dabei handelt es sich in der Regel um ein “e”, das aus poetischen Gründen (reim dich oder ich fress dich…) geschlabbert wird – zum Beispiel bei “geh’n” statt “gehen”. Da aber die Adepten des Deppenapostrophs annehmen, es hieße immer “gehn”, können sie gar nicht wissen, dass da mal ein “e” war, das man weggelassen hat. Insofern bleibt der Missbrauch des Hochkommas auch eher Schichten überlassen, die ein Geschäft eröffnen, weil sie nichts gelernt haben. Aber auch die gebildeten Ständen haben ihr spezifisches Deppendings. [weiterlesen...]