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	<title>Rainer&#039;sche Post &#187; Sozen</title>
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	<description>Düsseldorf - RestDerWelt - Kultuur - Spocht</description>
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		<title>Von F&#252;hrern, Messiassen und Pragmatikern</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 12:43:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun hat sich ja dieser Tage der Tod des wichtigen Menschen Wolfgang Neuss zum zwanzigsten Mal gej&#228;hrt. Da lohnt sich ein Schulterblick in die fr&#252;hen sechziger Jahre des seit L&#228;ngerem abgelaufenen Jahrhunderts. Denn: &#8220;If you would know your history, then you would know where you coming from.&#8221; (Buffalo Soldier von Bob Marley). Dieser Neuss war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/05/adenauer_1966_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Dieser K&#246;lner tr&#228;gt die Schuld - f&#252;r alles, was wir heute ausbaden m&#252;ssen"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/05/adenauer_1966.jpg" alt="adenauer_1966" /></a>Nun hat sich ja dieser Tage der Tod des wichtigen Menschen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Neuss">Wolfgang Neuss</a> zum zwanzigsten Mal gej&#228;hrt. Da lohnt sich ein Schulterblick in die fr&#252;hen sechziger Jahre des seit L&#228;ngerem abgelaufenen Jahrhunderts. Denn: &#8220;If you would know your history, then you would know where you coming from.&#8221; (<a href="http://www.hr-online.de/website/radio/hr1/index.jsp?rubrik=34522&#038;key=standard_document_34009754#titel3">Buffalo Soldier</a> von Bob Marley). Dieser Neuss war einer der wenigen seiner Zeit, die es mit dem Alten, diesem K&#246;lner mit der klaren Vorstellung und dem gro&#223;en Propagandatalent, aufgenommen hat. Ansonsten herrschte um 1965 herum Schweigen im Deutschen Wald. Adenauer hat (in dieser Reihenfolge): <a href="http://www.zeit.de/1998/40/Adenauers_braune_Socken">Altnazis</a> f&#252;r seine Politik reaktiviert, sich selbst mit seiner eigenen Stimme zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Adenauer#Wahl_zum_Bundeskanzler">Bunzkanzler</a> gemacht, die W&#228;hler mit 10.000 <a href="http://www.kas.de/proj/home/events/85/1/-/-/veranstaltung_id-16269/">Russlandheimkehrern</a> bestochen, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stalin-Noten">Wiedervereinigung</a> verhindert, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiederbewaffnung">Wiederbewaffnung</a> durchgepaukt und Deutschland zur Amikolonie geformt. Punkt. So betrachtet war <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Adenauer#Adenauer_an_der_Macht">Konrad Adenauer</a> der neue F&#252;hrer nach dem vorzeitigen Ende des 1000-j&#228;hrigen Reiches.<span id="more-3106"></span></p>
<p>Und die Sozen? Die hatten einen Kurt Schumacher in bester Tradition spezialdemokratischen Antikommunismusses. Es waren ja nicht nur die Faschisten, die eine Endl&#246;sung der Kommunistenfrage anstrebten, sondern die Mehrheitssozen der Weimarer Republik, die in Gestalt des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Noske">Gustav Noske</a> massenhaft Arbeiter niederschie&#223;en lie&#223;en. Immerhin war die SPD der ersten Jahre noch einen Hauch sozialistisch, was sie aber mit vollen Hosen angesicht der Stimmenanteile der CDU/CSU mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Godesberger_Programm">Godesberger Programm</a> pflichtschuldigst revidierten. Sie wollten nur eins: B&#252;rgerlich wirken und als vernunftbegabte Pragmatiker gesehen werden. So pendelt das deutsche Volk seit der mit vereinten Kr&#228;ften von B&#252;rgern und Sozen niedergeschlagenen Revolution von 1919 zwischen F&#252;hrern und Pragmatikern hin und her.<br />
Wie gesagt: W&#252;rdest du deine Geschichte kennen, m&#252;sstest du nicht fragen, woher du kommst. Wolfgang Neuss hat in seiner Eigenschaft als Mann mit der Pauke erkl&#228;rt, wo der Wirtschaftswundermensch herkam. Klar, deutlich, drastisch. Nehmen wir mal die Folgen der Adenauer&#8217;schen Mastdarmakrobatik bei Eisenhower &#038; Konsorten. Die trugen uns Deutschen folgendes ein: Eine fortgesetzte Besatzung des Landes durch hochger&#252;stete US-Truppen und die Existenz als bevorzugtes Ziel soffjetischer Atomraketen. Daran hatte ja sogar noch der Riesenstaatsmann Helmut &#8220;Oberleutnant&#8221; Schmidt zu knacken. Der, obwohl den Pragmaten mimend, wird inzwischen von den meinungsbildenden Instanzen als ehemaliger Messias gehandelt. Dabei war er auch blo&#223; ein F&#252;hrer im Sozenkittel.</p>
<p><strong>Die goldenen Sechziger</strong><br />
Gl&#252;cklich waren die Westdeutschen in den Sechzigern. Die Teller immer noch voll, und jeder Depp konnte sich ein Auto leisten, was zur fortgesetzten Dezimierung der Bev&#246;lkerung durch rasant anschwellende Totfahrerei beitrug. Wir waren wieder wer. Jedenfalls aus Sicht der Besatzungsm&#228;chte von links des Rheins. Weil wir brav waren. Dr&#252;ben (auch &#8220;drieben&#8221; ausgesprochen) waren die b&#246;sen Kommunisten deutscher Nationalit&#228;t dabei, die armen Deutschen, die es 45 nicht mehr &#252;ber die Elbe geschafft haben, zu knuten. Nix da mit Freiheit. Wobei sich denkf&#228;hige Deutsche (auch wieder dieser Neuss!) schon damals fragten, worin genau denn die Freiheit im Westen best&#252;nde. Denn Denk- und Meinungsfreiheit gab&#8217;s ja nicht so richtig. Die denk- und meinungsbestimmenden Massenmedien waren ja fein s&#228;uberlich nach Schwarz und Rot proporzioniert. Selbst die kleine FDP hatte da wenig zu kamellen. Was gemeint werden durfte, entschieden Gremien, in den auch die Kirchen immer schwer das Wort f&#252;hren durften.</p>
<p>Adenauer war Erzkathole, also der tiefen &#220;berzeujung, datt der Mensch ansisch nicht in der Lage sei, sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Im Gegenteil: Man m&#252;sse den Menschen an die Hand nehmen und zu seinem Gl&#252;ck zwingen &#8211; zum himmlischen wie zum irdischen. Das irdische Gl&#252;ck der fr&#252;hen Jahre hie&#223;: Eisbein, Volkswagen und Rimini. Freiheit war also im katholisch-kapitalistischen Sinn, die Freiheit sich alles kaufen zu d&#252;rfen, was man sich leisten konnte. Ja, da kannten der Kapitalismus und sein schmieriger Freund, der Konsumismus, noch Grenzen: Schulden macht man nicht. Das sah der Soze auch so und strebte im Verein mit den Gewerkschaften an, dass der abh&#228;ngig Besch&#228;ftigte zwar nicht seinen gerechten Lohn, aber genug zur Teilnahme am Konsumzirkus verdienen sollte.<br />
Man war sich einig und schloss folgerichtig eine Gro&#223;e Koalition unter dem nicht ganz &#252;berzeugten Dreiviertelnazi Kiesinger zwecks gemeinsamer Bek&#228;mpfung der Aufm&#252;pfigen aller Klassen. Ui, da war der Soze pl&#246;tzlich stolz, auch mal mitregieren zu d&#252;rfen und verriet sozialistische Ideale in Nullkommanichts. Flugs ging der Neuss zur APO und freundete sich mit Rudi Dutschke an. Der fand den Neuss klasse, weil der Humor hatte und locker drauf war &#8211; also das genaue Gegenteil vom Rudi. Das erg&#228;nzte sich ziemlich. Dutschke war der Messias der kleinen, radikalen Minderheit; in der Rolle darf man nicht locker sein, sonst klappt das mit dem Laufen &#252;bers Wasser nicht.</p>
<p><strong>Willy, Willy, Willy!</strong><br />
So, so, dachte man im spezialdemokratischen Lager, die haben einen Messias, das k&#246;nnen wir auch. Willy Brandt erfand mit Hilfe sozenfreundlicher Werbetexter den opportunistischen Slogan &#8220;Mehr Demokratie wagen&#8221;. Das klingt gut und verpflichtet zu nichts. Die Bundesb&#252;rgerbande, die ein bisschen Aufruhr geschnuppert hatte und freie Liebe erstrebenswert fand (so lange die Ehegattin nicht mitmachte), klebte orange-braune Tapeten und kam sich total frei vor. Deshalb wurde der Willy am Ende einer Willy-w&#228;hlen-Kampagne gew&#228;hlt. Da war der Ortsverseinsoze gl&#252;cklich und entsorgte rasch alle Wahlhelfer, die nicht sein und enden wollten wir er. Brandt stabilisierte die Besatzung der Ostgaue durch die Sowjetunion und nannte das Friedenspolitik.</p>
<p>Lassen wir das so stehen. Und was tat der Neuss derweil? Der suchte sich und fand heraus, dass wer sich sucht, s&#252;chtig ist &#8211; oder s&#252;cht-ich. Das war in jenen Tagen eher unpolitisch, also unsichtbar und f&#252;hrte 1979 zu seiner Verurteilung und acht Jahren auf Bew&#228;hrung. Der hatte seine au&#223;erparlamentarische Opposition durchgezogen und wurde M&#246;nch in einer Zweizimmerwohnung. Von wo aus er bekanntgab, wie der Stand der Dinge wirklich war. Das wollten aber nur versp&#228;tete Blumenkinder (die ja immer Spirituelles wittern, wenn sie nix kapieren), anarchistische B&#252;rgers&#246;hnchen und -t&#246;chterleins (denen es bekanntlich vordringlich um die Legitmation f&#252;r Drogenkonsum und Durcheinanderpoppen geht) sowie die wenigen h&#246;ren, die dem Neuss Klarsicht zutrauten.</p>
<p><strong>Der Oberleutnant</strong><br />
Da war Adenauer schon tot, Brandt abgetreten und das Land in die H&#228;nde des Oberleutnants gefallen, der es ja nie so mit der Demokratie hatten, aber ganz doll mit der Staatsr&#228;song. Bekanntlich killt Staatsr&#228;song, und als die Gefangenen von Stammheim verschieden waren, widmete sich der Schmidt mit voller Kraft der Nachr&#252;stung. Trotzdem w&#228;hlte das Stimmvieh den Kohl. Warum, das wei&#223; bis heute keiner so genau. War aber auch egal, weil nach all der Friedensbewegerei und der versuchten &#214;kokratur der Alt-K-Gr&#252;ppler war dem Deutschen eh viel egal. Es begann die &#196;ra des Sich-Lustig-Machens, und Langnese brachte Ich-und-mein-Magnum auf den Markt. Das Denken richtete sich auf Abseitiges, und Vernunft war sowieso Schei&#223;e. Die Leute wurden ganz krumm vor Auf-den-eigenen-Nabel-Gucken und taub vor lauter Auf-den-Bauch-H&#246;ren. Da musste nicht mehr viel Gehirn gewaschen werden, denn die Privatversender sorgten f&#252;r sanfte Narkose.</p>
<p>Nachdem die Aufrichtigen bei den Gr&#252;nen rausgeekelt worden waren (quasi eine versp&#228;tete Kulturrevolution, die Aussteiger zu Bew&#228;hrung aufs Land schickte), konnten die B&#252;rgerkinder endlich was Eigenes w&#228;hlen. Konservierung war angesagt: Der Natur und des Status-quoes. Da klumpten sich die &#214;kos und die Sozen um ein neues Fernziel, das garantiert sozialismusfrei war. Man beschmuste sich, w&#228;hrend der dicke Oger diverse St&#252;hle vollfurzte. Im Hintergrund werkelten die Finanzmechaniker an der Entfesselung des Kapitalismusses, und die Genossen dr&#252;ben dachten teilweise: Bisschen davon k&#246;nnte nicht schaden. Ja, das DDR-Volk hatte inzwischen seinen Adenauer gelernt und wollte nun auch Eisbein, Volkswagen und Rimini.<br />
Mit gn&#228;diger Hilfe der Allzweckprotestanten, die abzuschaffen Ulbricht und Honecker vergessen hatten, und auf Basis der evangelischen Theorie, nach der Mensch im Hier und Jetzt gut zu sein habe, um das Himmelreich zu erringen, forderten die B&#252;rgerrechtler das b&#252;rgerliche Recht auf pers&#246;nlichen Besitz und Reisefreiheit. Das gab M&#228;rtyrer galore, und jeder, der nicht hatte studieren d&#252;rfen, war ein Opfer. Studieren durfte im Westen mittlerweile jeder, der sich durchs Abitur gemoggelt hatte. In der Hoffnung qua Studienabschluss einen Beruf ergreifen zu k&#246;nnen, der viel Magnum-Eise vertilgbar machen w&#252;rde, st&#252;rzte man sich in die Arbeitslosigkeit. Das war die Freiheit der achtziger, neunziger und dem Besten von heute.</p>
<p><strong>Bulle von Hannover</strong><br />
Kohl fiel pl&#246;tzlich Gechichte zu. Das hat er ganz richtig erkannt und mit der Beweglichkeit eines Kampfpanzers in Vertr&#228;ge umgesetzt. Da blieb kein Baum stehen, da waren die Rabatten platt, und das Bl&#252;hen der Landschaften im Osten war f&#252;r Jahrzehnte unterbunden. Machte nichts, Hauptsache frei. Nun war der Mann, den sie Birne nannten, ja der Pragmatismus in Menschenform. Das wollten die Sozen aber nicht so stehen lassen und mobbten intern alles weg, was nicht bei Drei pragamtisch war. Nach einem Intrigenstadel wie im Boulevardtheater setzte sich der Bulle von Hannover durch &#8211; mit freundlicher Unterst&#252;tzung der gr&#252;nen Realos, bei denen nur Joschka das Mobbing spezialdemokratischer Pr&#228;gung &#252;berstanden hatte.<br />
Da war der Neuss schon im Sitzen gestorben. Nicht mal das Deutschlandlied-Karaoke der Feistk&#246;ppe vor dem Reichstag hat er miterleben d&#252;rfen. Vielleicht auch besser so, sonst h&#228;tte er sich vielleicht angesichts der Schmierenkom&#246;die rund um den Anschluss Mitteldeutschlands totgelacht. Kohl kam weg, weil die Eroberung des Territoriums jenseits der Elbe ganz sch&#246;n teuer kam. &#220;ber das folgende Aufkn&#252;pfen des sozialen Netzes zu Gunsten der Haischrecken durch die Schr&#246;der-Fischer-Bande sei mal der Mantel des Kopfsch&#252;ttelns gebreitet. &#220;ber das Merkel-Regime schon gar. Da h&#228;tte auch der Neuss zu geschwiegen; es h&#228;tte seine durch den Genuss von freundlichen Substanzen heftig geweiteten Horizont vermutlich deutlich &#252;berschritten.</p>
<p>Da stehen wir nun, und sollen wieder mehrfach w&#228;hlen. Und zwar Parteien und von Parteien zum W&#228;hlen abgestellte Personen. Das wird schwer und kann von Stimmviechern mit Verstand eigentlich nur im Neuss&#8217;schen Sinne absolviert werden. Wolfgang, der Kampf geht weiter!</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/deutschland/von-fuehrern-messiassen-und-pragmatikern.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Spiegelfechter: Ulfs Welt</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 11:15:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Ulf Poschardt ist ein besonderes Exemplar der Gattung &#8216;Mitte-Journalist&#8217;. Ihn als blasierten Parven&#252; abzukanzeln, w&#228;re jedoch zu einfach. Poschardt ist ein Gesamtkunstwerk. Er ist so cool, dass man ihn auf lauen Sommerpartys am liebsten zu den Bieren in die Wanne setzen w&#252;rde. Er ist so arrogant und ignorant, dass man vermuten k&#246;nnte, er benutze zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ulf Poschardt ist ein besonderes Exemplar der Gattung &#8216;Mitte-Journalist&#8217;. Ihn als blasierten Parven&#252; abzukanzeln, w&#228;re jedoch zu einfach. Poschardt ist ein Gesamtkunstwerk. Er ist so cool, dass man ihn auf lauen Sommerpartys am liebsten zu den Bieren in die Wanne setzen w&#252;rde. Er ist so arrogant und ignorant, dass man vermuten k&#246;nnte, er benutze zum masturbieren einen Spiegel.<span id="more-2977"></span><br />
Poschardt ist einerseits der personifizierte Gr&#246;&#223;enwahn und andererseits auch wieder so banal, dass man eigentlich Mitleid mit ihm haben m&#252;sste. Ulf Poschardt ist die Paris Hilton des deutschen Journalismus, ein selbsternannter Leistungstr&#228;ger einer selbsternannten Elite. Leider ist Poschardts Inkompetenz &#228;hnlich ausgepr&#228;gt wie sein Ego. Als Chefredakteur der &#252;berfl&#252;ssigen deutschen Ausgabe des US-Glamour-Magazins &#8216;Vanity Vair&#8217; scheiterte er nicht zuletzt an seiner eigenen Banalit&#228;t. Sein Projekt war freilich genial â€“ zu genial f&#252;r die Plebs. Dumme deutsche Spie&#223;b&#252;rger verstanden ihn nicht und lie&#223;en das uninspirierte Konglomerat aus Promiklatsch, Interviews mit &#8216;Leistungstr&#228;gern&#8217; und neoliberaler Schmalspurpolitik in den Regalen versauern wie eine Dose abgestandenen Prosecco. Anfang des Jahres k&#252;ndigte sein Herausgeber ihm &#8216;auf eigenen Wunsch&#8217;.&#8221;</p>
<p>Bitte unbedingt weiterlesen <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/520/ulfs-welt">beim Spiegelfechter</a>.</p>
<p>Besser kann man nicht interpretieren, was die Neoliberalen, die trotz der von ihnen angerichtete Weltfinanzkrise, an deren Folgen in den armen L&#228;ndern Millionen Menschen sterben werden, wieder aus ihren &#252;belriechenden L&#246;chern kriechen, von der Gesellschaft, in der wir leben, halten. 5% der Bev&#246;lkerung sind Leistungstr&#228;ger, der Rest Schmarotzer. Dass Poschardt dies ausgerechnet am heuchlerischen Sozen-Wahlprogramm festmacht, ist da nur ein Treppenwitz.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/deutschland/spiegelfechter-ulfs-welt.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Clement ohne SPD</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 11:58:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Prototyp des verfilzten NRW-Sozis, ein gewisser Wolfgang Clement, hat sein SPD-Parteibuch zur&#252;ckgegeben. Er fand es schei&#223;e, dass er im Zuge eines Parteiauschlussverfahrens f&#252;r seine merkw&#252;rdigen Aktionen rund um das hessische Ypsilanti ger&#252;gt wurde. Nun war es ja ohnehin an der Zeit, dass der ehemalige Scheinjournalist das sinkende Schiff verl&#228;sst, war er doch nie ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Prototyp des verfilzten NRW-Sozis, ein gewisser Wolfgang Clement, hat sein <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,592537,00.html">SPD-Parteibuch zur&#252;ckgegeben</a>. Er fand es schei&#223;e, dass er im Zuge eines Parteiauschlussverfahrens f&#252;r seine merkw&#252;rdigen Aktionen rund um das hessische Ypsilanti ger&#252;gt wurde. Nun war es ja ohnehin an der Zeit, dass der ehemalige Scheinjournalist das sinkende Schiff verl&#228;sst, war er doch nie ein Sozialdemokrat wie ihn sich Sozialdemokraten in miefigen Ortsvereinen so vorstellen. Und, mal, ehrlich, ein solariumsgef&#228;rbter Typ, der im apricotfarbenen Jackett im Fernsehen auftritt, der passt ja nun so gar nicht zum Club der toten Denker.<span id="more-1548"></span></p>
<p>Auch wenn dies noch kein Nachruf ist, denn trotz jahrezehntelanger Kettenraucherei hat sich der 68-j&#228;hrige ganz gut gehalten. Okay, die Augen r&#252;cken immer enger zusammen, und die ver&#228;chtlichen Mundfalten ziehen sich bis in den Hemdkragen hinein, aber als Weiberheld, der er dem Vernehmen nach immer war, f&#252;r pensionierte Lehrerinnen taugt er allemal.<br />
Wir NRW-Insassen denken mit Entsetzen an die Zeit zur&#252;ck, als <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Clement">Clement</a> den Rau-Nachfolger und Ministerpr&#228;sidenten gab. Wie das geschehen konnte, m&#252;sste man die WestLB-Leute fragen, von denen ja einige haarscharf am Knast vorbei geschrammt sind. Geld schie&#223;t also doch Tore, und weil sich ein Clement ja prima als lobbyistischer Leitwolf eignet, machte man ihn zum Ministerpr&#228;sidenten. Das auch, weil es sonst in der NRW-SPD niemanden gab, der flie&#223;ende S&#228;tze sprechen konnte oder gerade nicht in einen Korruptionsskandal verwickelt war.</p>
<p>Casus knacksus seiner Ent-SPD-sierung war sein <a href="http://www.welt.de/politik/article1571459/Clement_warnt_vor_Wahl_von_Andrea_Ypsilanti.html">Aufruf in der WamS</a> an die hessischen W&#228;hler, ihre Kreuzchen weder bei der Ypsilanti-Partei, noch bei den Gr&#252;nen zu machen. Denn deren atomfreie Energiepolitik w&#252;rde das komische Land rund um Frankfurt schnurstracks in die vorindustrielle Steinzeit bef&#246;rdern. Wie ekelig derlei Eingriff war, zeigt sich daran, dass Clement in aller &#214;ffentlichkeit das Lied desjenigen sang, dessen Lachsbr&#246;tchen er frisst. Denn recht eigentlich ist der Mann qua seines Postens als <a href="http://www.greenpeace.de/themen/energie/nachrichten/artikel/rwe_und_die_politiker_power/">Aufsichtsrat der RWE Power AG</a> Atomkraftlobbyist. Wer h&#228;tte gedacht, dass die Type, die jahrelang f&#252;r die dreckige Verstromung der rheinischen Braunkohle Propaganda betrieb, auf den Atomzug aufspringen w&#252;rde &#8211; vermutlich hat er einen pers&#246;nlichen Vorteil davon.</p>
<p>Allzuviel sollte man Wolfgang Clement, der mit gro&#223;er Wahrscheinlichkeit demn&#228;chst in einer atomfreundlichen Partei auftaucht, nicht &#252;bel neben, denn im Grunde ist er nur der Prototyp des NRW-Filz-Spezialdemokraten.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.206) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/deutschland/clement-ohne-spd.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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