Spargel ist mehr als ein Gemüse. Er steht für eine andere Art des Kochens – diejenige, bei der sich die Produkte nach der Saison richten. Deshalb kommt bei zivilisierten Menschen Spargel nur auf den Tisch, wenn es hiesigen, frisch gestochenen auf dem Markt gibt. Nun kann es vorkommen, dass der Markthändler deines Vertrauens mehrere Qualitäten anbietet. Der von mir bevorzugte Waldecker Spargel, den es samstags auf dem Wochenmarkt am Fürstenplatz gibt, liegt dort in drei Preisstufen vor. Geschmacklich unterscheiden die sich nicht, nur in der Form. Am preiswertesten ist das Sammelsurium aus krummen oder zu dicken Stangen. Die kannst du dann nicht so richtig klassisch zubereiten, also gekocht, mit neuen Kartoffeln und brauner Butter serviert. Da man ohnehin nie genug Spargelrezepte haben kann, lernst du hier eine etwas merkwürdige Variante kennen: Spargel in Parmesan-Sosse.