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	<title>Rainer&#039;sche Post &#187; Unterschicht</title>
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	<description>Düsseldorf - RestDerWelt - Kultuur - Spocht</description>
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		<title>Sex, der Spa&#223; f&#252;r die ganze Familie</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 10:12:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine G&#252;te, was wurde in der guten, alten Zeit fr&#246;hlich herumgev&#246;gelt! Und mit Spa&#223; an der Sache. Dann kam der b&#252;rgerliche Feminismus und fand heraus, dass Frauen ja &#252;berhaupt gar keinen Sex wollen, nur die b&#246;sen b&#246;sen M&#228;nner. Das stie&#223; die Insassen dieser Gesellschaftsschicht in tiefe Zweifel, w&#228;hrend die Unterschicht freudig weiter v&#246;gelte. Nun kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/04/familien_sex_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Robert Crumb: 'The family that lays together stays together' Oder famili&#228;res Bumsen schmiedet zusammen"><img src="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2009/04/familien_sex.jpg" alt="familien_sex" /></a>Meine G&#252;te, was wurde in der guten, alten Zeit fr&#246;hlich herumgev&#246;gelt! Und mit Spa&#223; an der Sache. Dann kam der b&#252;rgerliche Feminismus und fand heraus, dass Frauen ja &#252;berhaupt gar keinen Sex wollen, nur die b&#246;sen b&#246;sen M&#228;nner. Das stie&#223; die Insassen dieser Gesellschaftsschicht in tiefe Zweifel, w&#228;hrend die Unterschicht freudig weiter v&#246;gelte. Nun kann man auch hier einen Zusammenhang mit den sozio-kulturellen Auswirkungen des Kapitalismusses wittern, wenn man will. Denn der Geschlechtsverkehr in seinen diversen polymorphen Auspr&#228;gungen ist zun&#228;chst einmal kostenlos.<span id="more-2813"></span></p>
<p>Also der Sex, bei dem alle Beteiligten frei und willig mitspielen. Und was nix kostet, ist tendenziell sozialistisch, wenn nicht gar anarchistisch. Dies hatten die Adepten des antikapitalistischen Widerstands der fr&#252;hen siebziger Jahre sehr schnell begriffen und produzierten Porno als Akt der Gesellschaftsver&#228;nderung. Auch das blo&#223; Attit&#252;den verw&#246;hnter B&#252;rgerkinder. W&#228;hrenddessen poppte es in den Arbeitersilos und Zechen fr&#246;hlich weiter. Wenn nix im Fernsehn kam, griff sich der Arbeiter die Arbeiterin und sorgte f&#252;r Befriedigung. Nun war der Arbeiter aber noch nicht gebildet genug zu erkennen, dass die Genossin auch ein Anrecht auf Orgasmen h&#228;tte. Das ging der erheblich auf den Zwirn, und sie nahm sich ein Beispiel an der B&#252;rgerin mit deren Strategie der Sexverweigerung. Diese B&#252;rgerin tat, was B&#252;rgerblagen immer machen: Sie schnitzte aus der pers&#246;nlichen Befindlichkeit eine Philosphie, die des Mannes als generellem Vergewaltiger. Und pl&#246;tzlich hie&#223; es, dass M&#228;nner Liebe geben, um Sex zu kriegen.</p>
<p>Und Frauen Sex geben, um Liebe zu kriegen. W&#228;hrenddessen entdeckte die Arbeiterklasse den b&#252;rgerlichen Porno und lie&#223; sich inspirieren. Im gleichen Ma&#223;e, wie der Arbeiter mit freundlicher Mithilfe der Medien entproletarisiert und verkonsumiert wurde, geriet Sex zum Gesch&#228;ft. Diverse Dienstleistungen wie die Prositution, die jahrelang Pfaffen, B&#252;rgers&#246;hnchen und Matrosen vorbehalten waren, gerieten auch an den abh&#228;ngig besch&#228;ftigten Mann. Die Frau des Arbeiters geriet in den Frust, denn der Kerl wollte oder konnte nicht mehr so oft oder bestand auf Praktiken aus dem Pornofilm, deren befriedigenden Sinn seine Olle nicht erkennen konnte. So kam der Dildo in den Arbeiterhaushalt.</p>
<p>Die Bourgeosie war da l&#228;ngst schon wieder woanders und &#252;bertrug die standesgem&#228;&#223;e Egozentrie auf den eigenen K&#246;rper. Gut war, was guttat. Wem Schmerzen Lust brachte, suchte sich jemandem, dem Schmerzverbreitung zur Befriedigung diente. Wer gern ein Frauchen am Halsband durch die Stra&#223;en f&#252;hrte, der fand eines, das daran Gefallen fand. Gleichzeitig wurde der K&#246;rper zum Produkt, zum Ziel des Redesigns. Hier ein Tatoo, da ein Percing, hier ein bisschen Beschneidung, da ein wenig Brustkorrektur. Der Leib wurde zum Gesch&#252;tz im Kampf um den passenden Sexualpartner. Bei den b&#252;rgerlichen M&#228;nnchen in ihrer christlichen Zwangsjacke stieg der Bedarf an jungfr&#228;ulichen, unschuldigen, knabenhaften und unweiblichen Weibchen. Die, ahnte er, w&#252;rden ihm nichts antun, sich nicht wehren wie Vollweiber im Bewusstsein der eigenen Lustf&#228;higkeiten. Die Chancen der jungen, d&#252;nnen Dinger auf Geschlechtspartner stiegen und das Schamhaar musste ab. So richteten sich die B&#252;rgerlichen in ihrem ewigen Kampf um Marktanteile ein. Gleichzeitig fickten Unterschichtler durcheinander, sahen sich Pornos an und &#252;bten das Kamasutra.</p>
<p>Nat&#252;rlich landete qua Medienverbl&#246;dung auch der B&#252;rgerwahn rund ums T&#228;towieren, Piercen und Rasieren irgendwann in der Unterschicht, denn das Fernsehn zeigt ja vorwiegend das B&#252;rgerliche, weil es von B&#252;rgerlichen gemacht und bezahlt wird. Dem hat der Unterschichtler wenig entgegenzusetzen und kann kaum anders, als das f&#252;r normal zu halten, was die Bourgeosie so treibt. Aber eigentlich hat sich wenig ge&#228;ndert am Sex in der Unterschicht. Man bumst immer noch gern, weil das nichts kostet. Weil man die liberale Erziehung beim B&#252;rgertum abgeguckt hat, d&#252;rfen die Kinder sich auch Pornos angucken und sie nachmachen. Isss doch nix dabei. Denn Mutti und ihr Lover, der den zweiten Gatten abgel&#246;st hat, mit dem sie eins von f&#252;nf Kindern hat, tun&#8217;s doch auch &#8211; teilweise unter Beobachtung der Brut. Da schaudert&#8217;s den B&#252;rgerlichen aber sehr, denn das hat er sich so nicht vorgestellt. Also holt er die Moralkeule raus und erkl&#228;rt den Analverkehr unter F&#252;nfzehnj&#228;hrigen f&#252;r den Untergang des Abendlandes.</p>
<p>Leider und tats&#228;chlich hat aber der Unterschichtenmann, besonders in der Geschmacksrichtung Migrant, freudig die alten Machtverh&#228;ltnisse zwischen Mann und Frau aufgegriffen und dem noch den Mythos Mama hinzugef&#252;gt. M&#228;dchen sind so lange Schlampen und Nutten bis sie Kinder geboren haben. Danach werden sie entsexualisiert und d&#252;rfen &#252;berh&#246;ht. Da M&#228;dchen st&#228;ndig h&#246;ren, sie w&#228;ren Schlampen und Nutten, kleiden und verhalten sie sich auch wie Prostituierte, so will es die aktuelle Unterschichtenkultur. Sie l&#228;sst sich dabei auch gern filmen und im Fernsehn zeigen. Da freut sich der B&#252;rger aber, dass die Unterschicht jetzt genauso pervers mit Sex hantiert wie er selbst. Und verliert ein bisschen von seinen Schuldgef&#252;hlen.</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.207) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/kultuur_popp/sex-der-spass-fuer-die-ganze-familie.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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		<title>Sex f&#252;r die ganze Familie</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 09:21:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tausende Unterschichtfamilien haben ein neues, preiswertes Hobby f&#252;r sich entdeckt: Sex. Das macht Spa&#223;, das kostet nichts, und das kann jeder &#8211; vom elf-, zw&#246;lfj&#228;hrigen Nachwuchs bis zum r&#252;stigen Opa mit achtzig. Anh&#228;nger dieser Familiensportart meinen, man k&#246;nne gar nicht schnell genug damit anfangen, denn fr&#252;h &#252;bt sich, wer mal Gangbang-Meister werden will. So stattet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/11/sex_traeumer_gross.jpg" rel="Lightbox" title="Sex - das preiswerte Hobby f&#252;r die ganze Familie"><img src='http://www.rainersche-post.de/wp-content/uploads/2008/11/sex_traeumer.jpg' alt='sex_traeumer.jpg' /></a>Tausende Unterschichtfamilien haben ein neues, preiswertes Hobby f&#252;r sich entdeckt: Sex. Das macht Spa&#223;, das kostet nichts, und das kann jeder &#8211; vom elf-, zw&#246;lfj&#228;hrigen Nachwuchs bis zum r&#252;stigen Opa mit achtzig. Anh&#228;nger dieser Familiensportart meinen, man k&#246;nne gar nicht schnell genug damit anfangen, denn fr&#252;h &#252;bt sich, wer mal Gangbang-Meister werden will. So stattet man die Kinderzimmer mit freiem Internetzugang aus, damit sich die Kleinen recht fr&#252;hzeitig in Bild und Schrift mit den verschiedenen Taktiken des Geschlechtsverkehrs vertraut machen k&#246;nnen. Spie&#223;er betrachten die entsprechenden Inhalte als Pornografie, f&#252;r die Sexfreunde ist es Inspiration, was da zum Beispiel im Aufkl&#228;rungskanal YouPorn zu sehen ist. Die erfreuliche Folge sind intensive Diskussionen auf deutschen Hauptschulh&#246;fen &#252;ber die Fachthemen: Soll ich schlucken? fragen sich da M&#228;dels im soeben geschlechtsreifen Alter. Muss Analverkehr wehtun? besprechen die Jungs. Und nach Schulschluss trifft sich dann manch fr&#252;hpubert&#228;re Rasselbande zum fr&#246;hlichen Gangbang.<span id="more-1508"></span></p>
<p>Wo Menschen, die in den F&#252;nfzigern oder Sechziger geboren wurden, noch erheblichen logistischen Problemen gegen&#252;berstanden, wenn sie die Funktionsweise der prim&#228;ren Geschlechtsorgane austesten wollten, da stellt die alleinerziehende Mami ihrer dreizehnj&#228;hrigen Tochter mit Freude das m&#252;tterliche Schlafzimmer zur Verf&#252;gung, wenn diese mit Marvin und Hamsa mal eine Doppelpenetration trainieren will. Ja, die Unterschichteltern sind in Sachen Sex voll krass gut drauf. Da holt sich Mutti den sechsten Besch&#228;ler des Jahres ins Haus, und vier der sechs Kinder schauen bei der Bumspremiere zu. Hey, guckma, wie die Olle noch abgeht mit ihren vierzig Jahren! So animiert verzieht sich der Nachwuchs in die Zimmer, um es der Mutter nachzutun.</p>
<p>Die Mittelschicht ist <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:Sexuelle-Verwahrlosung-Voll-Porno!/581936.html">naturgem&#228;&#223; schockiert</a>, fr&#246;nt sie doch der altmodischen Meinung, Kinder m&#252;ssten behutsam an die Sexualit&#228;t herangef&#252;hrt werden, und auch der junge Erwachsene solle zu verantwortungsvollem Umgang mit der Liebe herangezogen werden. Aber das sind nat&#252;rlich nur bigotte Arabesken des B&#252;rgertums, das dem Proletariat die Freuden des V&#246;gelns vorenthalten will. Denn: In keiner gesellschaftlichen Formation ist der Konsum pornografischer Erzeugnisse weiter verbreitet als bei den Spie&#223;ern. Nun holen sich die Unterschichtler einfach, was ihnen zusteht. Zum Gl&#252;ck sind deren Mitglieder seit L&#228;ngerem nicht mehr auf teure Videotheken angewiesen, deren Nutzung das durchschnittliche Hartz-IV-Budget deutlich strapazieren w&#252;rde. Eine DSL-Flatrate kommt letztlich billiger und bringt mehr Anschauungsmaterial zum selben Preis ins Haus.</p>
<p>Alt-68er sollten ein Auge auf dieses Ph&#228;nomen werfen, denn recht eigentlich erf&#252;llen sich in der selbstbewussten Sexualit&#228;t der Arbeiter die k&#252;hnsten Revolutionstr&#228;ume: Beim Ficken kann jeder nach seinen F&#228;higkeiten und bekommt nach seinen Bed&#252;rfnissen. Stattdessen <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,466334,00.html">beklagen</a> die altgewordenen Salonsozialisten, die Jugend sei sexuell verwahrlost.<br />
Auch die Feministinnen sollten mit einigem Stolz auf die jungen und j&#252;ngsten Frauen blicken, die schon ganz, ganz fr&#252;h ihre weibliche Sexualit&#228;t entdecken und im Kreise vorwiegend Gleichaltriger ausleben. Dass sie dabei bisweilen &#252;bers Ziel hinausschie&#223;en und sich auf Praktiken einlassen, die als frauenfeindlich gegei&#223;elt werden m&#252;ssen,  liegt in der Natur der Sache.<br />
Schlie&#223;lich sind es die Sozialpolitiker aller Fraktionen, die gl&#252;cklich sein sollten &#252;ber das alte, neue Hobby f&#252;r die ganze Familie. Denn wer viel v&#246;gelt, braucht nicht so viel Geld. Und wer ein &#252;bersch&#228;umendes Sexualleben pflegt, der jammert nicht &#252;ber zu wenig Staatsknete. Diesen Trend zu f&#246;rdern sollte vordringliche Aufgabe von Familien- und Arbeitsministerium sein.</p>
<p>Bleiben die Alten, besonders diejenigen, deren Rente hinten und vorne nicht reicht. Auch da ersetzt ein langsamer Fick am fr&#252;hen Abend schon mal den fr&#252;her &#252;blichen, aber kostentr&#228;chtigen Gang ins Theater. Und wer als Rentner ein bisschen mehr auf Tasche hat, der teilt gern ein wenig davon aus. So verdienen sich M&#228;dchen, die dank Zugeh&#246;rigkeit zu einer Hartz-IV-Gemeinschaft keinen Anspruch auf Taschengeld haben, gern ein paar Euros dazu, indem sie Opa zur Hand gehen oder sonstwie f&#252;r seine Entspannung sorgen.</p>
<p>Apropos Sorgen: Nein, wenn irgendwelche moralinsauere Pfarrer jetzt in dicken B&#252;chern beklagen, es ginge abw&#228;rts mit der Jugend, dann liegen Vertreter dieser Ansicht weit daneben und verleihen letztlich nur ihrer eigenen sexuellen Frustration &#246;ffentlich Ausdruck. Die Heuchler dieser Kategorie versuchen dem Restvolk zu suggerieren, Kinder, Jugendliche und Heranwachsende, die dauernd pimpern, bumsen oder v&#246;geln, w&#252;rden zwangsl&#228;ufig emotional verarmen, h&#228;tten irgendwann nur noch Sex im Kopf und m&#252;ssten &#8211; analog zu den Heroinabh&#228;ngigen &#8211; ihren Pornokonsum st&#228;ndig steigern, damit die Stimulans &#252;berhaupt noch wirkt. Das erinnert fatal an die Argumentation der Erzieher, die seinerzeit Jungm&#228;nner einreden wollten, exzessives Wichsen f&#252;hre zur Verbl&#246;dung. In Wahrheit verwirklichen diese braven Menschen nur, wovon die Spie&#223;er heimlich tr&#228;umen: So viel ficken wie m&#246;glich. Und das hat noch niemandem geschadet!</p>
<hr /><small>Copyright &copy; by <a href="http://www.rainersche-post.de/">Rainer Bartel</a>, alle Rechte vorbehalten (ID:  078929bb8d1d7ef97a979528e34c61ff (38.107.179.207) ). Danke dass Sie meinen Feed abonniert haben! &raquo; <a href="http://www.rainersche-post.de/kultuur_popp/sex-fuer-die-ganze-familie.php">Ganzen Artikel lesen</a></small>]]></content:encoded>
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