Suchergebnisse zum Schlagwort "Verstaatlichung"

Staatshilfe nütz nur den Reichen

Gegen Verstaatlichung

wilder_streik.jpgAlle Salonsozialisten – den Verfasser dieses Beitrags eingeschlossen – haben sich angesichts des Finanztsunamis etwas voreilig über das Ende des Kapitalismusses wie wir ihn kennen gefreut. Selbst die diversen Hilfspakete der Staaten, die überdimensionalen Bail-outs erschienen bis vor wenigen Wochen als ein Pfad in Richtung Sozialismus. Das war aber in jeder Hinsicht zu kurz gedacht, was sich am Versuch der Bundesregierung, den Autohersteller Opel zu retten, besonders gut zeigt. Die Argumentationslinie ist so simpel wie heuchlerisch. Würde Opel im Zuge der GM-Pleite dichtmachen müssen, gingen Hundertausende Arbeitsplätze verloren. Hält man den Hersteller ungewollter Autos aber mit Staatsknete am Leben, dann dürften die Arbeiter in Bochum, Rüsselsheim und sonstwo weiter malochen und dafür einen gewissen Lohn beziehen. Da fragt man sich spontan, ob Merkel & Konsorten tatsächlich das Wohl der Knechte im Auge haben, die – wenn arbeitslos – bald der allgemeinen Verwahrlosung anheim fielen. Die Geschichte lehrt aber, dass Politiker Arbeitsplatzverluste einzig und allein fürchten, weil ein “Freigesetzter” dazu neigt, die Regierenden nicht mehr zu wählen. [weiterlesen...]

» Essay von Rainer Bartel am 16.11.08
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Vom fiktiven Kapital

Das Ende des Kapitalismusses

karl_marx.jpg“Die heutige Subprime-Krise ist ein von den AkteurInnen nicht vorausgesehenes und nicht gewolltes Ergebnis des «Börsenspiels der Bankokraten»; die Hypothekenkrise hat sich längst als eine schwere Bankenkrise entpuppt. Die Analysen des sogenannten «fiktiven Kapitals» von Marx und Engels aus dem 19. Jahrhundert werden auch durch die Finanzkrisen des 21. Jahrhunderts bestätigt: Jede Forderung, ob sie solide oder windig ist, wird zur Grundlage eines neuen Wertpapiers, das als Aktivum eine neue Verbriefung von Forderungen auslöst, bis diese Pyramide fiktiven Kapitals ihren fiktiven Charakter zeigt – wenn sie zusammenbricht.”
(Quelle: Elmar Altvater via WOZ vom 13.03.2008)

Altvater hat sich in seinem im Jahr 2005 erschienenen Buch “Das Ende des Kapitalismus wie wir ihn kennen” an einer radikalen, fundierten Kritik des entfesselten Turbokapitalismusses versucht – und offensichtlich Recht behalten. Er bezieht sich im zitierten Artikel und auch im Buch explizit auf den olle Kalle Marx und vor allem dem 25. Kapitel des dritten Bandes von “Das Kapital”, wo Marx über “Kredit und fiktives Kapital” schreibt: [weiterlesen...]

» Erklärungsversuch von Rainer Bartel am 07.10.08
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Weltweite Bankenkrise

Das Ende der Investmentbanken

falling_banks.jpgWenn schon Focus (Money) Online, Stern.de und SpON (inzwischen geändert) mit der Überschrift “Das Ende der Investmentbanken” aufmachen und dazu beinahe dasselbe Stock-Photo verwenden, dann, habe ich mir gedacht, kann ich ja wohl auch dieselbe eindeutige Headline verwenden. Zumal sie einfach stimmt: Denn Goldmann Sachs und Morgan Stanley, in der Hitparade der wüstesten Banken weit oben, werden zwangsweise zu stinknormalen Geschäftsbanken. Damit hat der Spuk, der irgendwann Anfang der Neunziger begann, ein Ende. Der Spuk ist auch bekannt unter dem Etikett “entfesselter Turbokapitalismus” – ein Begriff, der demjenigen, der ihn nutzte, meist den Antikapitalismusvorwurf eintrug. Bewiesen ist nun auch, dass die gottgleiche, weil unsichtbare Hand des Marktes eine Hure ist, die nichts regelt, was ihr nicht nützt. Angewirtschaftet haben nun auch die Neoliberalen, wenngleich deren aktiven Protagonisten natürlich ohne persönlichen Schaden aus den Trümmern kriechen. [weiterlesen...]

» Kommentar von Rainer Bartel am 22.09.08
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