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	<title>Kommentare zu: Autofahrer sind Arschl&#246;cher</title>
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	<description>Düsseldorf - RestDerWelt - Kultuur - Spocht</description>
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		<title>Von: Rainer Bartel</title>
		<link>http://www.rainersche-post.de/wirtschaft/autofahrer-sind-arschloecher.php/comment-page-1#comment-2181</link>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 13:37:18 +0000</pubDate>
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		<description>Zur Frage, ob der Mensch das Fahren so zu sagen in den Genen hat, hat sich mal der Philosoph und Anthropologe Lewis Mumford ge&#228;u&#223;ert (Quelle muss ich nachschlagen - es d&#252;rfte in &quot;Mythos der Maschine&quot; sein; was mich &#252;brigens anregt, hier mal ein St&#252;ck &#252;ber Mumford zu machen...). Und zwar sinngem&#228;&#223; und ungef&#228;hr so, dass er annimmt, dass die Lust am Autofahren einerseits gespeist wird aus der evolution&#228;ren Herkunft des Menschen als Fluchttier, dem Geschwindigkeit ja erfolgreiche Flucht erm&#246;glicht, und andererseits aus der nomadischen Disposition der neolithischen J&#228;ger und Sammler, denen der Ortswechsel ja &#220;berleben sicherte. Letzteres w&#252;rde ja Wohnmobile erkl&#228;ren, ersteres die PS-Massen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zur Frage, ob der Mensch das Fahren so zu sagen in den Genen hat, hat sich mal der Philosoph und Anthropologe Lewis Mumford ge&#228;u&#223;ert (Quelle muss ich nachschlagen &#8211; es d&#252;rfte in &#8220;Mythos der Maschine&#8221; sein; was mich &#252;brigens anregt, hier mal ein St&#252;ck &#252;ber Mumford zu machen&#8230;). Und zwar sinngem&#228;&#223; und ungef&#228;hr so, dass er annimmt, dass die Lust am Autofahren einerseits gespeist wird aus der evolution&#228;ren Herkunft des Menschen als Fluchttier, dem Geschwindigkeit ja erfolgreiche Flucht erm&#246;glicht, und andererseits aus der nomadischen Disposition der neolithischen J&#228;ger und Sammler, denen der Ortswechsel ja &#220;berleben sicherte. Letzteres w&#252;rde ja Wohnmobile erkl&#228;ren, ersteres die PS-Massen.</p>
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		<title>Von: mark793</title>
		<link>http://www.rainersche-post.de/wirtschaft/autofahrer-sind-arschloecher.php/comment-page-1#comment-2176</link>
		<dc:creator>mark793</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 13:21:29 +0000</pubDate>
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		<description>Es w&#252;rde nur halb so viel Spa&#223; machen, lieferten Deine &quot;rants&quot; nicht eine so dankbare Reibungsfl&#228;che. Wenn man die ganze Zuspitzung und polemische &#220;berzeichnung mal abzieht, bleiben ja doch sehr nachdenkenswerte &#220;berlegungen. Dass der Individualverkehr z.B. auch in Fords own country auf Betreiben der Rockefellers und Konsorten in den St&#228;dten funktionierende Infrastrukturen platt gemacht hat, wei&#223; man ja. Ebenso, wer in erster Linie profitiert davon, dass die Dinge sind, wie sie sind. 

Allerdings denke ich, dass die Faszination des Fahrens eine anthropologische Grundkonstante ist und nicht prim&#228;r kapitalismusgetrieben, sonst h&#228;tte man im Ostblock oder in China und Umgebung ja alle M&#246;glichkeiten der Welt gehabt, den neuen sozialistischen Menschen und &#214;PNV-Nutzer by nature zu schaffen. Im &#220;brigen halte ich die &#220;berlegung, dass das Pendel unter bestimmten Umst&#228;nden k&#252;nftig in eine ganz andere Verkehrsrichtung schlagen k&#246;nnte, keinesfalls f&#252;r abwegig. Ob wirs noch erleben, ist eine andere Frage.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es w&#252;rde nur halb so viel Spa&#223; machen, lieferten Deine &#8220;rants&#8221; nicht eine so dankbare Reibungsfl&#228;che. Wenn man die ganze Zuspitzung und polemische &#220;berzeichnung mal abzieht, bleiben ja doch sehr nachdenkenswerte &#220;berlegungen. Dass der Individualverkehr z.B. auch in Fords own country auf Betreiben der Rockefellers und Konsorten in den St&#228;dten funktionierende Infrastrukturen platt gemacht hat, wei&#223; man ja. Ebenso, wer in erster Linie profitiert davon, dass die Dinge sind, wie sie sind. </p>
<p>Allerdings denke ich, dass die Faszination des Fahrens eine anthropologische Grundkonstante ist und nicht prim&#228;r kapitalismusgetrieben, sonst h&#228;tte man im Ostblock oder in China und Umgebung ja alle M&#246;glichkeiten der Welt gehabt, den neuen sozialistischen Menschen und &#214;PNV-Nutzer by nature zu schaffen. Im &#220;brigen halte ich die &#220;berlegung, dass das Pendel unter bestimmten Umst&#228;nden k&#252;nftig in eine ganz andere Verkehrsrichtung schlagen k&#246;nnte, keinesfalls f&#252;r abwegig. Ob wirs noch erleben, ist eine andere Frage.</p>
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		<title>Von: Rainer Bartel</title>
		<link>http://www.rainersche-post.de/wirtschaft/autofahrer-sind-arschloecher.php/comment-page-1#comment-2174</link>
		<dc:creator>Rainer Bartel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 12:16:02 +0000</pubDate>
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		<description>Lieber mark793: wie immer ein flotte Replik auf einen meiner haltlosen Wutausbr&#252;che. Wer mich kennt, wei&#223;, dass ich das nicht so meine. Guck mal, andere fluchen hinter hochgedrehten Scheiben in ihren Bleckk&#228;sten wie die Kesselflicker und lassen so Dampf ab. Ich mach&#039;s halt hier - und hab Spa&#223; dabei.

Im Ernst nur folgendes: Die &#196;ra des motorisierten Individualverkehrs hat der Menschheit keinen einzigen Vorteil gebracht, nur Nachteile: Abh&#228;ngigkeit vom &#214;l samt damit verbundener Ressourcenkriege, Verkehrstote, Versiegelung der Landschaft etc pp. Vielleicht war dieser evolution&#228;re Umweg n&#246;tig; kann aber nur besser werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber mark793: wie immer ein flotte Replik auf einen meiner haltlosen Wutausbr&#252;che. Wer mich kennt, wei&#223;, dass ich das nicht so meine. Guck mal, andere fluchen hinter hochgedrehten Scheiben in ihren Bleckk&#228;sten wie die Kesselflicker und lassen so Dampf ab. Ich mach&#8217;s halt hier &#8211; und hab Spa&#223; dabei.</p>
<p>Im Ernst nur folgendes: Die &#196;ra des motorisierten Individualverkehrs hat der Menschheit keinen einzigen Vorteil gebracht, nur Nachteile: Abh&#228;ngigkeit vom &#214;l samt damit verbundener Ressourcenkriege, Verkehrstote, Versiegelung der Landschaft etc pp. Vielleicht war dieser evolution&#228;re Umweg n&#246;tig; kann aber nur besser werden.</p>
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		<title>Von: mark793</title>
		<link>http://www.rainersche-post.de/wirtschaft/autofahrer-sind-arschloecher.php/comment-page-1#comment-2170</link>
		<dc:creator>mark793</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 11:38:06 +0000</pubDate>
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		<description>Haha, wie immer sehr unterhaltsam und meinungsstark, wenn der R&#228;cher der Enterbten sein Lieblingssteckenpferd reitet. Der Grundthese, wonach der motorisierte Individualverkehr nicht eben die edelsten Charaktereigenschaften unserer Spezies emporkitzelt, kann ich mich sogar ohne Verrenkungen anschlie&#223;en. Allerdings w&#252;rde ich sogar noch einen Schritt weitergehen und behaupten, ein gewisses Ma&#223; an Arschlochtum ist im Betriebssystem des Menschen angelegt und zwar weitgehend unabh&#228;ngig von der jeweiligen Form der Fortbewegung. Selbst auf dem Gehweg rumstehen macht einen nicht zum besseren Menschen, wie man an den Zeitgenossen sehen (und h&#246;ren) kann, die jeden dar&#252;ber belehren, dass hier kein Radweg sei. Oder nehmen wir die iPodverst&#246;pselten Pedalritter, die r&#252;cksichtslos rumgurken unter v&#246;lliger Missachtung aller Verkehrsregeln und -Zeichen oder die ganzen Idioten, Spackos und wandelnden L&#228;rmquellen, die einem das Bus- und Bahnfahren so nachhaltig verleiden. Und das Thema kenn ich nicht nur aus B&#252;chern, ich habe (unter zugegebenerma&#223;en etwas anderen Lebensumst&#228;nden als jetzt) jahrelang bewusst ohne Auto gelebt - mit zweieinhalb bis drei Stunden &#214;PNV fast jeden Tag. 

Was daran erstrebenswert oder gar menschheitsverbessernd sein soll, kannste ja bei Gelegenheit gern mal erkl&#228;ren. Und was das &quot;ehemalige Sozialwesen&quot; angeht - wann genau soll denn der Kollektivverkehr das beherrschende Paradigma der Fortbewegung gewesen sein?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Haha, wie immer sehr unterhaltsam und meinungsstark, wenn der R&#228;cher der Enterbten sein Lieblingssteckenpferd reitet. Der Grundthese, wonach der motorisierte Individualverkehr nicht eben die edelsten Charaktereigenschaften unserer Spezies emporkitzelt, kann ich mich sogar ohne Verrenkungen anschlie&#223;en. Allerdings w&#252;rde ich sogar noch einen Schritt weitergehen und behaupten, ein gewisses Ma&#223; an Arschlochtum ist im Betriebssystem des Menschen angelegt und zwar weitgehend unabh&#228;ngig von der jeweiligen Form der Fortbewegung. Selbst auf dem Gehweg rumstehen macht einen nicht zum besseren Menschen, wie man an den Zeitgenossen sehen (und h&#246;ren) kann, die jeden dar&#252;ber belehren, dass hier kein Radweg sei. Oder nehmen wir die iPodverst&#246;pselten Pedalritter, die r&#252;cksichtslos rumgurken unter v&#246;lliger Missachtung aller Verkehrsregeln und -Zeichen oder die ganzen Idioten, Spackos und wandelnden L&#228;rmquellen, die einem das Bus- und Bahnfahren so nachhaltig verleiden. Und das Thema kenn ich nicht nur aus B&#252;chern, ich habe (unter zugegebenerma&#223;en etwas anderen Lebensumst&#228;nden als jetzt) jahrelang bewusst ohne Auto gelebt &#8211; mit zweieinhalb bis drei Stunden &#214;PNV fast jeden Tag. </p>
<p>Was daran erstrebenswert oder gar menschheitsverbessernd sein soll, kannste ja bei Gelegenheit gern mal erkl&#228;ren. Und was das &#8220;ehemalige Sozialwesen&#8221; angeht &#8211; wann genau soll denn der Kollektivverkehr das beherrschende Paradigma der Fortbewegung gewesen sein?</p>
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